So reduzierst du deine Kosten

Lerne, wie du die Kosten deiner Geldanlage in Österreich auf bis zu 10 % reduzierst. Es gibt nichts anderes bei der Geldanlage, das du messbar besser beeinflussen kannst als die Kosten. Nutze das. Es ist dein Geld, du hast es dir verdient, lass es dir nicht nehmen.

Die 3 Kosten-Ebenen der Geldanlage-Produkte

Artikel Vorschau Kostentu êrme
Anleger*innen verlieren Ø 50 % der Rendite durch Kosten. Die kannst du auf bis zu 10 % reduzieren.

Im Kapitel 6 haben wir die IST-Situation der Geldanlage in Österreich ausführlich beschrieben und analysiert, was es bedeutet, wenn dir 50 % von der am Markt erwirtschafteten Rendite durch hohe Kosten und Steuern genommen werden.

Du solltest dich damit nicht zufrieden geben, vor allem wenn du reale Gewinne (nach Abzug der Inflation) erreichen möchtest. Lerne, wie du deine Kosten-Steuer-Effizienz derart verbesserst, dass bis zu 90 % der Marktrendite bei dir Netto ankommen und sich damit deine Gewinne gegenüber durchschnittlichen Produkten verdoppeln.

1. Ebene: Fonds/ETF

Die Kosten bei aktiv gemanagten Fonds sind gravierend anders als bei passiven ETFs bzw. Indexfonds. Unbekannt, aber enormes Zukunftspotential haben Clean-Shares:

  • Aktiv gemanagte Fonds in den üblichen Retail-Tranchen verrechnen im Schnitt laufende Kosten von 1,68 % des Fondsvermögens (Aktienfonds Ø 1,96 %, auch bis 3 % möglich, Anleihefonds Ø 1,34 %). Davon entfallen im Schnitt 38 % (sogar bis zu 60 %) auf Vertriebskosten, 21 % für Finanzamt, Verwahrstelle, etc. und nur 41 % bleiben bei den Fondsmanagern selbst.* Vertriebskosten sind Provisionen (Kick-Backs) an Banken und Versicherungen bei denen du die Fonds kaufst.
  • ETFs bzw. Indexfonds sind deshalb so beliebt, weil die Kosten meist nur 0,2 % des Fondsvermögens betragen und keine Provisionen (Kick-Backs) an Banken oder Versicherungen gezahlt werden. Sie sind damit nicht nur günstiger, sondern auch wesentlich transparenter. Faktoren-ETFs weichen von der passiven Strategie ab und verrechnen höhere Kosten bis zu 0,8 %. Diese Abwandlungen von traditionellen Indexfonds werden vom Erfinder der Indexfonds, John Bogle stark kritisiert. Mittlerweile sollte klar sein, dass John Bogle einer unserer großen Vorbilder ist....
  • Clean-Shares sind aktiv gemanagte Fonds ohne Provisionen. Sie sind transparent wie ETFs, die Kosten mit 0,5 % bis 1,2 % moderat. Clean-Shares sind kaum bekannt, weil diese institutionellen Tranchen meist erst ab 1 Mio. Euro Investment gekauft werden können. In Fondspolizzen kannst du diese günstigen Tranchen jedoch bereits ab 100 Euro monatlich oder 10.000 Euro einmaligem Investment kaufen. Diese Tranchen sind gegenüber ETFs/Indexfonds interessant, weil in der Kombination aktives Management mit geringen Kosten häufiger eine höhere Nettorendite erreicht wird. Details zur messbaren Fondsauswahl im Kapitel 9.
Beachte, dass Fondskosten deine Rendite 1:1 reduzieren: Werden am Markt 6 % erwirtschaftet bleiben nach Abzug von 2 % Fondskosten nur mehr 4 % Netto für dich. 2 % klingt nach wenig, weil man die 2 % in Bezug zu 100 % setzt. Kosten, welche sich auf das Kapital beziehen, reduzieren aber deine Rendite direkt 1:1. Achte darauf!

*Quelle: Fonds professionell, Zugriffsdatum 22.11.2023

2. Ebene: Depot/Polizze

Kosten von Wertpapierdepots bei Banken sind einfach erfassbar und eher günstig, Depots bei Online-Broker/Neo-Broker sind idR kostenfrei. Schwerer zu durchschauen sind hingegen Kosten der Fondspolizzen:

  • Bankdepots verrechnen Depotgebühren von 0,12% bis 0,36 % des Fondsvermögens und Verrechnungskonto-Kosten zwischen 10 und 40 Euro pro Jahr. Diese Kosten sind überschaubar, allerdings verdienen Banken idR an Transaktionskosten, Ausgabeaufschlägen und an den Kick-Backs aus den Fondskosten. Für ETFs oder Clean-Shares werden idR zusätzlich Kosten von 0,1 % bis 1 % verrechnet. Externe Berater*innen vereinbaren häufig Betreuungskosten zwischen 0,4 % und 1 % pro Jahr. Die Spanne ist also sehr breit.
  • Online-, Neo-Broker bieten meist eine kostenfreie Depotführung, ein kostenfreies Verrechnungskonto, eine Reduktion der Ausgabeaufschläge bis zu 100 %. Verdient wird idR an Transaktionskosten und Kick-Backs aus den Fondskosten.
  • Fondspolizzen haben die komplexeste Kostenstruktur: Abschlusskosten (AK) werden bis zu 100 % für Vertriebskosten verwendet, betragen idR 4 % bis 7,5 % und werden meist an der Prämiensumme (Summe aller geplanten Prämien der Zukunft) bemessen und in den ersten 5 Jahren verrechnet (Zillmerung). Selten werden AK von den tatsächlich bezahlten Prämien verrechnet (ungezillmert). Verwaltungskosten (VWK) werden idR von den Prämien und/oder vom Fondsvermögen bemessen und sind sehr unterschiedlich. Teilweise werden Stückkosten (feste Euro-Beträge), Inkassokosten und/oder Kosten für eine obligate Ablebensversicherung verrechnet. Für diverse Vertragsänderungen oder Aufwände können Gebühren in Rechnung gestellt werden. Zudem verdienen Versicherungen an den Kick-Backs aus den Fondskosten, welche teilweise an Kund*innen rückvergütet werden. Die Berechnung der Gesamtosten ist enorm komplex, die Gesamtkosten hängen Großteils von der Vertriebsstruktur (Provisionen) ab.
  • Provisionsfreie Fondspolizzen sind das Pendant zu Online-/Neo-Broker, können aber derzeit (11/2023) nicht direkt bei Versicherungen gekauft werden. Nur wenige Vermögensberater / Versicherungsmakler ermöglichen den Kauf dieser "Netto-Polizzen" gegen Honorar. Bei den Honoraren ist zwischen aufwandbezogenem und vermögensbezogenem Honorar zu unterscheiden. Siehe Kapitel 8.
Bei Bankdepots und Fondspolizzen sind Produkt- und Vertriebs-Kosten vermengt, da Banken, Versicherungen und sonstige Berater*innen über Provisionen aus den Produktkosten bezahlt werden. Holst du dir zum Online-/Neo-Broker oder zur provisionsfreien Fondspolizze Unterstützung bei Honorarberater*innen, sind Produktkosten von Beratungskosten transparent getrennt. Mehr dazu im Kapitel 8.

3. Ebene: Steuern

Es macht einen gravierenden Unterschied, ob du Fonds/ETFs in einem Wertpapierdepot einer Bank, Online- oder Neo-Broker kaufst oder in einer Fondspolizze.

  • Bankdepots, Online-, Neo-Broker: Gewinne unterliegen der Kapitalertragssteuer (KESt) von 27,5 %. Dabei werden Ausschüttungen, wie Dividenden (Aktien) oder Zinsen (Anleihen) sofort, Substanzgewinne (Wertsteigerungen) beim Verkauf des jeweiligen Wertpapiers versteuert. Jeder Fondswechsel erhöht damit die Steuerlast.
  • Fondspolizzen: Gewinne sind Steuerfrei, stattdessen wird eine Versicherungssteuer (VSt) von 4 % verrechnet, welche von der Prämie (Einsatz) bemessen wird. Bei Einmalerlägen und sogenannten "Quasi-Einmalerlägen" wird eine Strafsteuer von 7 % verrechnet, wenn innerhalb der ersten 15 Jahren Kapital entnommen wird. Diese Frist verringert sich auf 10 Jahre, wenn der Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt des Abschlusses 50 Jahre oder älter ist. Details hier.

Depot oder Polizze aus steuerlicher Sicht

Depot Polizze Farbe
Modellhafte Darstellung, wann welche Produkthülle steuerlich günstiger ist

Grundsätzlich gilt:

Je länger die Laufzeit und je höher die Rendite-Erwartung, desto steuergünstiger ist die Fondspolizze. Je kürzer die Laufzeit und je geringer die Rendite-Erwartung, desto steuergünstiger ist das Bankdepot.


Die Masse macht´s verkehrt: 

Lebensversicherungen werden sehr häufig mit Veranlagungen kombiniert, welche geringe Renditen erwarten lassen, wie klassischer Deckungsstock, Konzepte mit Garantien oder Fonds-Portfolios mit geringem Aktienanteil. Wenn du sehr konservativ anlegen möchtest, ist aus steuerlicher Sicht das Wertpapierdepot günstiger für dich.

Aktienfonds und Fonds-Portfolios mit höherer Aktienquote und damit höherer Rendite-Erwartung werden meist im Wertpapierdepot gekauft. Viele übersehen den enormen Steuervorteil der Fondspolizze.

Beachte immer die konkreten Kosten deines Geldanlage-Produktes! Denn dadurch kann sich diese generelle Rechnung komplett ändern! Rechne deine Geldanlage mit allen Kosten und Steuern durch. Prüfe und vergleiche, es zahlt sich aus. Für dich!

Bei einmaligem Investment bis zu 90 % für dich

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Keine lfd. Zahlung
  • € 100.000,00 Einmalzahlung
Alle drei Fonds-Portfolios investieren zu ca. 75 % in Aktien und zu 25 % in Anleihen mit demselben Risiko. Gelb und Rot zeigen den Marktdurchschnitt, die Kosten konkreter Produkt-Kombinationen können geringer oder höher sein.


Produkt-Kombination blau

Die maximale Kostenreduktion erreichst du mit Indexfonds (ETFs) in einer provisionsfreien Fondspolizze mit geringer Steuer. Bei einem Portfolio 50 % Indexfonds und 50 % Clean-Shares würde der Renditeverlust ca. 16 % betragen. Das Vermittlungs-Honorar ist berücksichtigt, Beratungs-Honorare nicht. Dazu mehr im Kapitel 8.

Die Abschluss- und Verwaltungskosten sind gering, weil keinerlei Provisionen an Vermittler*innen bezahlt werden. Zudem erhält die Versicherung als Produktanbieter keinerlei Provisionen aus Fondskosten, weil nur provisionsfreie Fonds, wie Indexfonds und Clean-Shares angeboten werden.

Gehe direkt zur Berechnung, öffne "Hochrechnung und Kosten" und sieh dir die einzelnen Kosten im Detail an.


Produkt-Kombination gelb

Aktiv gemanagte Fonds in einer Fondspolizze mit Provision an eine Bank, Versicherungs- oder sonstige Berater*innen. Die Fonds (Retail-Tranchen) verursachen mit rd. 2 % den Großteil des Rendite-Abriebs, Provisionen aus den Fondskosten (Kick-Backs) werden für Verwaltungskosten oder Provisionszahlungen an Vermittler*innen verwendet, die Steuerkosten sind gering (rd. 4.000 Euro), die weiteren Kosten werden durch Abschluss- und Verwaltungskosten der Polizze verursacht.

Unter Geldanlage prüfen wird diese Produkt-Kombination in rot gezeigt, der fynup-Vorschlag zeigt das Portfolio Ausgewogen mit 50 % Indexfonds, 50 % Clean-Shares.


Produkt-Kombination rot

Aktiv gemanagte Fonds in einem Bankdepot mit Provision an Berater*innen. Die Fonds (Retail-Tranchen) verursachen mit rd. 2 % den Großteil des Rendite-Abriebs, Provisionen aus den Fondskosten (Kick-Backs) werden für Verwaltungskosten oder Provisionszahlungen an Vermittler*innen verwendet, die Steuern verursachen knapp 1 % der Rendite (27,5 % KESt), der Rest sind Produkt- und Vertriebskosten.

Unter Geldanlage prüfen wird der fynup-Vorschlag mit dem Portfolio Ausgewogen mit 50 % Indexfonds und 50 % Clean-Shares, also abweichend zu oben).

Auch beim Sparplan bis zu 83 % für dich

CHART
  • Laufzeit 35 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung
Alle drei Fonds-Portfolios investieren zu ca. 75 % in Aktien und zu 25 % in Anleihen mit demselben Risiko. Gelb und Rot zeigen den Marktdurchschnitt, die Kosten konkreter Produkt-Kombinationen können geringer oder höher sein.


Produkt-Kombination blau

Provisionsfreie Fondspolizze mit 50 % Clean-Shares und 50 % Indexfonds. Bei 100 % Indexfonds/ETFs reduziert sich der Renditeverlust auf 17 %. Mehr zu Clean-Shares im Kapitel 9.

Die Abschluss- und Verwaltungskosten sind gering, weil keinerlei Provisionen an Vermittler*innen bezahlt werden. Zudem erhält die Versicherung als Produktanbieter keinerlei Provisionen aus Fondskosten, weil nur provisionsfreie Fonds, wie Indexfonds und Clean-Shares angeboten werden.

Achte auf die Differenz von rot zu blau: 2 % mehr Nettorendite bedeutet nach 30 Jahren den doppelten Gewinn. Gehe direkt zur Berechnungöffne "Hochrechnung und Kosten" und sieh dir die einzelnen Kosten im Detail an.


Produkt-Kombination Gelb und Rot

Die Charakteristik dieser beiden Produkt-Kombinationen wurde bereits ausführlich im Kapitel 6 beschrieben und wird daher an hier nicht näher erläutert. Ein Unterschied: Diese Versicherung hat die Produkte so kalkuliert, dass das rote Produkt (gezillmert) auch langfristig einen Kostennachteil zum gelben Produkt (ungezillmert) hat.

Details zur Berechnung Gelb findest du hier, zur Berechnung Rot hier. Öffne jeweils "Hochrechnung und Kosten" und sieh dir die einzelnen Kosten im Detail an.

Zusammenfassung

  • Achte auf jedes 10tel % Kosten, so bleiben bis zu 90 % für dich!
  • Nur 2 % mehr Netto verdoppeln deinen Gewinn.
  • Es gibt nichts anderes bei der Geldanlage, das du messbar besser beeinflussen kannst als die Kosten. Nutze das. Es ist dein Geld. Lass es dir nicht nehmen.
Informationen in diesem Artikel sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.
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