Schätzungen mit der 72er Regel

Diese praktische Faustformel zur Zinsrechnung zeigt, wie schnell sich dein Kapital verdoppelt und viel Rendite du für eine Verdoppelung deines Kapital brauchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schätze mit der Faustformel aus der Zinsrechnung
  • So schnell verdoppelt sich dein Kapital
  • So viel Rendite brauchst du dazu
  • Kennst du deine Nettorendite?
  • Wie kommst du zu mehr Rendite?

Praktische Faustformel

Die praktische 72er Regel
ThisisEngineering
Viel weniger kompliziert, als diese Berechnung: Die einfache 72er Regel

Die 72er-Regel ist eine Faustformel aus der Zinsrechnung. Die Regel gibt näherungsweise an, nach wie vielen Jahren sich eine verzinsliche Kapitalanlage im Nennwert verdoppelt.

Dazu teilt man 72 durch die Prozentzahl des jährlichen Zinssatzes des angelegten Betrages, daher der Name der Regel.

So schnell verdoppelt sich dein Kapital

Du willst z.B. wissen, wie lange es bei einer angenommenen Nettorendite von X % dauert bis sich dein Kapital verdoppelt? Die Rechnung lautet: 72 : X (Nettorendite) = Y (Jahre). Bei einer angenommenen Nettorendite

  • von 5% verdoppelt sich dein Kapital alle 14,4 Jahre
  • bei 3% dauert es 24 Jahre und
  • bei 1,5% musst du ganze 48 Jahre auf eine Verdoppelung warten.

So viel Rendite brauchst du für eine Verdoppelung

Natürlich lässt sich das auch andersrum rechnen: Du willst wissen, welche Rendite nötig ist, damit sich dein Kapital nach Y Jahren verdoppelt? Die Rechnung lautet: 72 : Y (Jahre) = X (Nettorendite).

Du willst eine Kapitalverdoppelung

  • nach 20 Jahren? Das schaffst du mit 3,6% Nettorendite.
  • nach 15 Jahren? Lösung 4,8% Nettorendite.
  • Für eine Verdoppelung nach 10 Jahren benötigst du 7,2% Nettorendite.


Du hast schon eine Veranlagung?

Schau nach, ob und wann du eine Verdoppelung schaffst.

Und deine Nettorendite?

So weit so gut, aber kennst du die tatsächliche Nettorendite? Bei einem Sparbuch ja, bei einem Bausparvertrag wird es schon schwieriger, denn die Werbung suggeriert eine Prämie von 1,5% und zusätzlich eine Verzinsung von meist 0,5%. Schnell gerechnet könnte man von 2% Rendite ausgehen. Weil aber die staatliche Prämie nur auf die jährliche Einzahlung gezahlt wird (nicht auf das Gesamtkapital) und durch Kontoführungsgebühren verringert sich die Nettorendite auf magere 0,6%.

Noch schwieriger wird es bei klassischen Kapitallebensversicherungen, Fondspolizzen oder Wertpapierdepots. Denn Versicherungsangebote zeigen nicht alle Kosten und Wertpapierdepots erstellen erst gar keine Hochrechnungen. Hier lohnt sich einmal mehr der Einsatz von fynup, denn nur mit fynup werden alle Kosten aus Produkt und Veranlagung berücksichtigt und Nettorenditen grafisch verständlich über die gesamte Laufzeit dargestellt.

Fazit zur 72er Regel

  • Praktisch für Überschlagsrechnung
  • Nettorendite muss man nachrechnen
  • Werbung suggeriert oft mehr Rendite
  • Komplexe Finanzprodukte mit Software nachrechnen
  • Immer mit allen Kosten rechnen
Kosten
Inflation
ETF
Fonds
VKI

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Über den Autor

Wolfgang Staudinger

Wolfgang Staudinger

CEO fynup GmbH
Der leidenschaftliche Läufer weiß, wie wichtig Durchhaltevermögen ist. Das braucht man auch, wenn man alte Strukturen kritisch hinterfragt. Im Finanz- und Versicherungssektor blickt er seit mehr als 27 Jahren hinter die schönen Fassaden. Mit dem erklärten Ziel, faire Alternativen aufzuzeigen. Gepaart mit seinem umfassenden Detailwissen bei Veranlagungsprodukten macht ihn das zu einem gefragten Speaker bei Fach- und Publikumsvorträgen. Obwohl oder vielleicht gerade weil er mit seiner Offenheit vielen in der Branche davonläuft.

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