7 Erkenntnisse für deine erfolgreiche Geldanlage

Du fühlst dich bei der Wahl deiner Veranlagung auch überfordert? Diese 7 Erkenntnisse liefern dir das nötige Basis-Wissen, damit du selbst bewusst entscheiden kannst. Und nicht mehr blind jedem Verkäufer alles glauben musst.

Was du als Anleger wissen musst

  1. Inflation und Realwert-Erhalt
  2. Wert einer Garantie
  3. Massive Zins-Änderung
  4. Alternativen ohne Garantie
  5. Ertrag und Risiko
  6. Kosten und Steuern
  7. Beste Qualität finden


In diesem Artikel erfährst du mehr, als in einem normalen Beratungsgespräch einer Bank oder Versicherung überhaupt möglich ist. Geballtes Finanzwissen, von dem du immer profitierst – egal wo und wie du veranlagst.

Zeitbedarf

Die Lesedauer liegt unter 30 Minuten. Möglicher Zusatz-Gewinn über 30.000 Euro mehr (bei unserem Beispiel mit 150 Euro monatlich, 30 Jahre Laufzeit).


Die schnelle Alternative:

Die wesentlichsten Infos stecken auch in den 7 Blitz-Erkenntnissen – die geballte Ladung Basis-Finanz-Wissen in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen.

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Lies nur das Wichtigste der 7 Erkenntnisse

1. Inflation berücksichtigen

1. Erkenntnis: Du musst die Inflation berücksichtigen
fynup
Lass dich nicht blenden: Dein Geld wird weniger wert.

Beim mittel- bis langfristigen Sparen oder Veranlagen musst du immer die Inflation berücksichtigen. Die fynup Grafik zeigt dir, warum es sich lohnt genauer hinzuschauen und das leider viel zu oft unterschätzt wird.

Gewinn ≠ Gewinn

Nomineller Gewinn: das ist der Betrag am Konto der höher ist, als deine Einzahlung.

Realer Gewinn: Das ist, was nach Abzug der Inflation – der Geld-Entwertung – wirklich übrig bleibt.

Inflation am Beispiel Sparbuch

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  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Wenn du 30 Jahre monatlich € 150 auf ein Sparbuch einbezahlt hast, dann sind das in Summe € 54.000 an Einzahlungen. Du hast zwar € 5.000 mehr am Konto (blaue Kurve), hättest aber fast € 18.500 gebraucht (grauer Bereich), damit real kein Geld verloren geht.


Das zeigt diese fynup Grafik genau:

Du siehst den Verlauf in einer Gewinn-Verlust-Rechnung. Die Nulllinie zeigt die Summe der Einzahlungen, darüber ist man im Gewinn, darunter im Verlust. In dieser Grafik wird der tatsächliche, historische Verlauf täglich fälliger Spareinlagen in der blauen Linie dargestellt. Die graue Fläche zeigt, welcher Gewinn erforderlich gewesen wäre, damit der reale Wert der tatsächlichen Einzahlung erhalten worden wäre.  

Mehr Geld, aber weniger Wert.

Vergleich mit Eiskugeln macht Inflation deutlich
Unsplash
Morgen noch genauso viel Eis, wie gestern.

Schwer zu verstehen, deshalb wird es oft ignoriert. Aber das kommt teuer. Ein Vergleich verdeutlicht es bildlich:

1990 hättest du um dein Geld 2 Kugeln Eis bekommen, legst das Geld aber aufs Sparbuch. 2020 schaust du nach und freust dich: Es ist viel mehr geworden, du kannst dir 3 Kugeln Eis kaufen. Beim Eissalon wartet die böse Überraschung: Du kriegst um dein ganzes Geld nur mehr 1 Kugel Eis.

Obwohl du mehr Geld hast, hat dein Geld weniger Wert.

Dein langfristiges Ziel beim Sparen und Veranlagen muss also immer sein, den realen Wert des Geldes zu erhalten. Klingt bescheiden, aber dann hast du schon mehr gewonnen, als die meisten.

Zusammenfassung der 1. Erkenntnis

  • Unterschiede kennen und berücksichtigen
  • Nomineller Gewinn: Geldwert am Konto
  • Realer Gewinn: Ertrag nach Abzug der Inflation
  • Mittel- und langfristig: Inflation ausgleichen
  • Neues Ziel: Realwert-Erhalt

2. Wert einer Garantie kennen

2. Erkenntnis: Wieviel ist eine Garantie wirklich wert?
fynup
Ein großes Aha-Erlebnis: Was ist wirklich garantiert

Bei der Standard-Frage „Willst du Sicherheit und Garantie?“ sagt fast jeder wie selbstverständlich JA. Ohne zu wissen, was das eigentlich bedeutet.

  • Was ist eine Garantie wirklich wert?
  • Wie viel bekommst du im Garantiefall?
  • Wie hoch sind geplante Erträge? 

Diese 2. Erkenntnis ermöglicht dir, die Standard-Frage ganz bewusst zu beantworten. Damit du nicht unbewusst auf einen vorgezeichneten Weg gezwungen wirst.

Das bekommst du im Garantiefall

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Die rote Kurve zeigt ein typisches Garantieprodukt, eine Klassische Lebensversicherung. Du siehst eine Hochrechnung in die Zukunft mit dem derzeit maximal zulässigen Garantiezins von 0,5 %.

Der Verlauf zeigt: Du kommst sofort in den nominellen Verlustbereich, sogar recht deutlich. Vom Garantiezins werden nämlich noch Kosten und Steuern abgezogen, du landest bei -0,68 %. Trotz Garantie ein Verlust.

Konkret bei 54.000 Euro Einzahlung nach 30 Jahren über 5.200 Euro nomineller Verlust – das zeigt die rötliche Fläche zwischen Null-Linie und roter Linie.

Inflations-Verlust plus nomineller Verlust

Die 1. Erkenntnis hat dir gezeigt, du musst die Inflation berücksichtigen. Im oberen Beispiel müsstest du bei der Inflations-Annahme von 2 % (= Ziel der EZB) einen Gewinn von fast 20.000 Euro erwirtschaften. Nur dann bleibt die Kaufkraft deines Geldes erhalten.

Addierst du nun den Inflations-Verlust der grauen Fläche und den nominellen Verlust der rötlichen Fläche siehst du den gesamten Verlust: Bei 54.000 Euro Einzahlung wären es über 25.000 Euro Gesamtverlust.

Das ist der wahre Wert einer Garantie.

Das bekommst du prognostiziert

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Aber die Anbieter gehen ja nicht vom Garantiefall aus, sondern erwarten mehr Erträge. In unserem konkreten Beispiel rechnet der Versicherer mit einer Anlagerendite von 2,5 % in der Zukunft (blaue Kurve). Aber wie du an der Grafik klar siehst, kannst du auch damit die Inflation nicht schlagen.

Nur wenn du weißt, wieviel eine Garantie wert ist und wieviel du dafür mit dem Realwert-Verlust bezahlst, kannst du selbst bewusst entscheiden. Willst du wirklich so eine Garantie? Besonders, wenn dir die 3. Erkenntnis auch noch klar macht, dass die Prognosen vielleicht zu optimistisch angesetzt sind?

Das Wichtigste der 2. Erkenntnis

  • Was ist wirklich garantiert?
  • Den Wert der Garantie solltest du immer kennen
  • Von der Garantie werden noch Kosten und Steuern abgezogen
  • Garantie für dich noch attraktiv?
  • Ist eine solche Garantie so viel für dich wert?

3. Zinsmarkt-Veränderung einbeziehen

3. Erkenntnis: Veränderung des Zinsmarktes mit einbeziehen
fynup
Kaufe keine Dinosaurier-Finanzprodukte

Die meisten Finanzprodukte sind seit Jahrzehnten gleich konstruiert. Viele Kunden schwören noch immer auf ihren Bausparer, weil sie immer schon einen hatten.

Doch die Dinosaurier haben es schwer, denn die Zinssituation hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert.

Zinsen rund um 0 %

Entwicklung des Zinsmarktes
fynup
Die Entwicklung der Zinsen

Diese Grafik zeigt die massive Veränderung am Zinsmarkt. Die aktuelle Situation ist einzigartig in der Geschichte und sollte bei jeder Anlage-Entscheidung berücksichtigt werden.

Seit der Finanzkrise 2008 gingen die Zinsen stetig Richtung Null. Du siehst auf deinem eigenen Konto, wie lange die Zinsen schon bei 0 % liegen.

Staatsanleihen gelten als sicher

Wenn man sicher veranlagen will, gilt es als das sicherste, sein Geld an Staaten zu verleihen. Diese Staatsanleihen zahlen je nach Risiko unterschiedliche Zinsen. Je „riskanter“ die Finanzkraft eines Landes eingestuft wird, umso mehr Zinsen bekommt man. Je sicherer ein Land, umso geringer die Zinsen der Staatsanleihen.

Aufgrund der Zinsänderung geht das inzwischen so weit, dass man bei besonders sicheren Staaten sogar Zinsen bezahlen muss, wenn man Geld verleiht. (Anstatt wie früher Zinsen zu bekommen.)

Negativzinsen und wenig Positivzinsen

fynup Negativzinsen für Staatsanleihen
fynup
Rot: Wer Geld verleiht, muss dafür sogar Zinsen bezahlen.

Auf den ersten Blick kompliziert, aber sehr aufschlussreich: Die Zinsen, die man auf Staatsanleihen bekommt nach Ländern. Die rot unterlegten Felder zeigen den Bereich der Negativzinsen. Hier muss man Zinsen bezahlen, wenn man Geld verleiht. Nur im blauen Bereich bekommt man noch Zinsen, wie früher – bloß weniger.

Ein Beispiel verdeutlicht: Verleiht man etwa Deutschland für 10 Jahre Geld muss man 0,52 % draufzahlen. Leiht man Österreich Geld für 10 Jahren, würde man 0,29 % Zinsen bezahlen müssen. Erst bei einer Laufzeit von 30 Jahren bekommt man für österreichische Staatsanleihen 0,34 % Zinsen. (Davon werden aber noch Kosten und Steuern abgezogen.) 

Will man bei Staatsanleihen mehr Zinsen, muss man schon auf Länder wie Zypern oder Italien ausweichen, die als weniger sicherere Schuldner gelten.

Man sieht klar: Der rote Bereich überwiegt in Summe. Aber auch im blauen Bereich ist das Zinsniveau sehr überschaubar. Nach Abzug von Kosten und Steuern sind kaum gute Nettorenditen zu erwarten.

Warum ist das wichtig zu wissen?

Staatsanleihen sind Pflicht

Alle Garantieprodukte müssen überwiegend in solche Anleihen investieren, bekommen aber keine oder sehr geringe Zinsen. Deshalb ist aus jetziger Sicht auch in Zukunft kaum mit guten Renditen zu rechnen. Unter dem Druck der Faktenlage erscheint so manche Prognose eher optimistisch.

Das war nicht immer so, die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Doch viele Produkte sind immer noch so konstruiert, wie früher. Diese Dinosaurier haben keine guten Zukunftsaussichten.

Zusammenfassung der 3. Erkenntnis

  • Zinsen liegen bei 0 %
  • Negativzinsen bei Staatsanleihen bis 30 Jahre
  • Garantieprodukte müssen in Staatsanleihen investieren
  • Kaum Ertrags-Chancen in Aussicht
  • Kosten und Steuern trotzdem fällig

4. Alternativen ohne Garantie

4. Erkenntnis: Alternativen ohne Garantie prüfen
fynup
Nimm dir Zeit für Alternativen
  • Unternehmens-Beteiligungen (in Form von Aktien)
  • Bringen deutlich mehr Erträge
  • Warum macht das nicht jeder?
  • Hohe Wertschwankungen
  • Kürzere Laufzeit: eher spürbar, auch Verlust möglich
  • Mögliche Verlustphasen durchhalten
  • Langfristig höhere Ertragschancen
  • Eine Frage der Zeit

Aktien besser als ihr Ruf

Die klassische Beteiligung an Unternehmen in Form von Aktien ist langfristig viel besser, als ihr Ruf. Viele trauen sich nicht über Aktien, weil sie kurzfristig sehr stark schwanken können. Im Vergleich zum langweiligen Sparbuch wirkt das richtig wild.

Wenn du dir jedoch die Fakten über lange Zeiträume hinweg ansiehst, ergibt sich ein gänzlich anderes Bild.

Aktien-Fonds vs. Anleihen-Fonds: 45 Jahre

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  • Laufzeit 45 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Betrachten wir einen Sparplan mit 150 Euro monatlich über einen langen Zeitraum von 45 Jahren mit den Fakten aus der Vergangenheit. Man hätte in Summe 81.000 Euro einbezahlt.


Aktien in Rot:

Die rote Linie zeigt die Entwicklung eines global gestreuten Aktienfonds (DWS Akkumula) – du hättest heute einen Gewinn von über 600.000 Euro. Da fällt selbst der Inflationsverlust von ca. 55.000 Euro nicht ins Gewicht. Es bleiben dir am Ende immer noch 560.000 Euro mehr, als einbezahlt.


Anleihen in Gelb:

In der gelben Kurve siehst du einen Anleihen-Fonds (DWS Inter-Renta). Weniger Wertschwankungen, aber auch deutlich weniger Erträge, als bei Aktien. Am Ende hättest du immer noch einen Gewinn von 115.000 Euro, aber du spürst den Inflations-Verlust stärker. Fast 50 % des Ertrages Realwert-Verlust.


Sparbuch in Blau:

Im Vergleich dazu in blau ein Sparbuch. Das hätte zwar 23.000 Euro Gewinn, aber 32.000 Euro Inflations-Verlust.

Warum investieren dann nicht alle in Aktien?

Am Ende der Grafik siehst du die Corona-Krise Anfang 2020. Wenn du dir die rote Linie genau ansiehst:

  • Gewinn Ende Jänner bei 681.000 Euro
  • Gewinn Ende März bei 550.000 Euro
  • Gewinn Ende April bei 616.000 Euro

Der Gewinn reduziert sich von Jänner bis März um über 130.000 Euro und macht bis Ende April wieder über 65.000 Euro gut. Auf dem Niveau in diesem Beispiel zwar nicht tragisch, trotzdem halten viele diese starken Wertschwankungen nicht aus.

Kürzerer Zeitraum, stärkere Ausschläge: 30 Jahre

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  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Viele fangen später an zu sparen, haben daher weniger Anspar-Zeit. Der Vergleich von vorher mit 30 Jahren Laufzeit zeigt: Anleihen bringt die Corona-Krise hier schon in den Verlust-Bereich. Aktien liegen noch weit darüber.

Aber: 2003 ein starker Einbruch bei den Aktien, man hätte plötzlich nicht mehr, als am Sparbuch. Und das nach 13 Jahren Laufzeit. Wer jedoch nicht verkauft und durchgehalten hat, hatte 2007 wieder ordentliche Gewinne.

Man sieht auch die Auswirkungen der Finanzkrise 2008: Sie brachte wieder einen Dämpfer, aber höhere Gewinne, als am Sparbuch. Langfristig sind die Aktien wieder deutlich vorne.

Noch kürzer, größere Verluste möglich: 15 Jahre

CHART
  • Laufzeit 15 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Wäre man kurz vor der Finanzkrise eingestiegen, wäre man mit dem Aktienfonds sogar zweimal ordentlich ins Minus gerutscht. Ganze 8 Jahre hätte sogar das Sparbuch mehr gebracht.

Doch auch hier: Je länger der Zeitraum, umso größer die Erfolgschancen mit Aktien.

Eine Frage der Zeit

Morningstar hat die Schwankungen am Aktienmarkt über verschiedene Zeiträume genau untersucht. Das Fazit lässt sich aus folgender Grafik schön herauslesen.

Längere Investments bringen geringe Schwankungen

fynup Volatilitaet MSCI World Analyse Morningstar
fynup
Wertschwankungen bei Aktien: im Laufe der Zeit geringer

Durchschnittliche Renditen von Aktien sind sehr, sehr stabil – das zeigt hier die blaue Linie in der Mitte. Ob der Vergleichszeitraum 1 Jahr oder 15 Jahre gewählt wird: Der Durchschnitt liegt immer zwischen 9,1 % und 8,2 % Rendite.


Rechne auch damit:

Es gibt einerseits einzelne Jahre mit sehr hohen Gewinnen (grüne Linie) und andererseits einzelne Jahre mit hohen Verlusten (rote Linie). Die größten Einjahres-Verluste betragen etwa 39 %, die größten Einjahres-Gewinne sogar 65 %. Kurzfristig kann sowohl die maximale Rendite als auch die minimale Rendite sehr stark vom Durchschnitt abweichen.


Der Vorteil:

Je länger die Durchrechnungs-Zeiträume umso mehr nähern sich die grüne Linie und die rote Linie an den Durchschnitt. Bereits nach 15 Jahren ist sogar die minimale Rendite bei Plus 1,5 % und bei 25 Jahren sogar schon bei 5 %.


Fazit:

Je länger ein Investment, desto wahrscheinlicher nähert man sich den durchschnittlichen Renditen – die immer über 8 % gelegen sind – an, desto geringer wird das Wertschwankungs-Risiko. Das tatsächliche Risiko ist also eine Frage der Zeit.

5. Ertrag und Risiko abwägen

5. Erkenntnis: Ertrag und Risiko bewusst abwägen
fynup
Wie weit willst du gehen? Entscheide selbst bewusst!

Die Risiko-Entscheidung triffst immer du. Auch jetzt schon. Meist jedoch unbewusst, wie durch das leichtfertige JA auf die Frage "Willst du Garantie und Sicherheit?" – du hast gesehen, wie viel dich dieses schnelle JA kostet.

Es geht um dein Geld. Die 5. Erkenntnis hilft dir dabei, diese Entscheidung selbst bewusst zu treffen. Damit du am meisten für dich rausholst - ohne dir in die Finger zu schneiden.

Prinzipiell einfacher, als man denkt

fynup Anlageklassen Gläubiger oder Eigentümer
fynup
5 Anlageklassen in 2 Gruppen

Geldanlage scheint komplex, kann aber im Prinzip einfach zusammengefasst werden: Es gibt nur 5 Anlageklassen, die man wiederum in nur 2 Gruppen einteilen kann:


Gläubiger:

Verleiht man Geld (z.B. an Banken, Staaten oder Unternehmen) bekommt man dafür Zinsen und zur vereinbarten Zeit das verliehene Geld zurück. Da man an die Rückzahlung des Vertragspartners glaubt, ist man Gläubiger. Anlageklassen dieser Gruppe sind Festgeld und Anleihen, zu finden in bekannten Produkten, wie Sparbuch, Bausparer, Garantieprodukte oder Geldmarkt- und Anleihen-Fonds.


Eigentümer:

Kauft man Unternehmen, Immobilien oder Edelmetalle erwirbt man Eigentum. Der Erwerb kann physisch und zur Gänze erfolgen (z.B. Kauf einer Goldmünze, einer Immobilie oder eines ganzen Unternehmens) oder man erwirbt Miteigentum in Form von Wertpapieren wie Aktien. So oder so partizipiert man am Erfolg des Eigentums und trägt das Eigentümer-Risiko.

Ertrags-Chancen der Anlageklassen

Ertrags-Möglichkeiten der Anlageklassen
fynup

Zins/Dividende (laufender Ertrag):

  • Verleiht man Geld, wird man durch Zinsen entschädigt
  • Als Eigentümer von Unternehmen partizipiert man am Gewinn der Unternehmen. Die Gewinn-Ausschüttungen nennt man Dividenden. Als Vermieter erhält man einen Mietzins. Edelmetalle werfen keine laufenden Zinsen oder sonstige Erträge ab.


Wertsteigerung durch Angebot und Nachfrage:

  • Bei Sparbüchern (Festgeld) gibt es keinen Handel, daher auch keine Effekt daraus. Je länger Gelder verliehen werden (mittlerweile bis zu 100 Jahren!) desto höher können während der Laufzeit Wertsteigerungen (oder Kursverluste) ausfallen.
  • Die Bewertung von Eigentum entsteht grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage. Je mehr Menschen bestimmte Güter kaufen, desto höher der Preis. Je weniger, desto geringer der Preis. Dieser Effekt führt kurzfristig zu starken Wertschwankungen, langfristig orientiert sich der Preis am tatsächlichen Wert, dem laufenden Ertrag.


Wertsteigerung durch interne Energie:

  • Wenn man Geld verleiht, entsteht kein Mehrwert. Geld arbeitet nicht.
  • Menschen in Unternehmen arbeiten. Unternehmen schaffen dadurch und mithilfe innovativer Technologien einen nachhaltigen Mehrwert. Gelingt das langfristig nicht, verschwinden diese Unternehmen, neue entstehen, ein natürlicher Kreislauf. Unternehmen produzieren das, was wir Menschen täglich kaufen: Essen, Kleidung, Wohnen, nahezu alles. Mit der Investition in Unternehmen ist man quasi am Gewinn durch den eigenen Konsum beteiligt – wieder ein Kreislauf.
  • Immobilien und Edelmetalle produzieren hingegen keinen Mehrwert durch interne Energie.

Risiken der Anlageklassen

Risiken der Anlageklassen
fynup

Wertschwankungs-Risiko:

  • Verleiht man Geld und geht man davon aus, dass man es wieder bekommt, gibt es im Grunde kein nominelles Wertschwankungs-Risiko (z.B. Sparbuch/Festgeld). Bei Anleihen können durch verschiedene Effekte (siehe Anleihen im Detail) Wertschwankungen entstehen.
  • Bei Eigentum besteht kein Vertrag mit festen Werten für die Zukunft, daher muss mit hohen Wertschwankungen gerechnet werden.


Inflations- und Währungs-Risiko:

  • Verleiht man Geld, ist man vom Wert des Geldes abhängig. Verliert das Geld an Wert durch Inflation oder weil die Währung im Verhältnis zu anderen schwächer wird, ist man als Gläubiger stark davon betroffen.
  • Eigentum hat keine oder geringe Abhängigkeiten vom Wert des Geldes, die Preise passen sich durch verschiedene Gründe an.


Ausfall- und Klumpen-Risiko

  • Der beste Schutz vor diesen Risiken ist Streuung. Als Gläubiger vertraut man meist einer Bank in einem Land und einer Währung (Sparbuch). Anleihen werden überwiegend in eigener Währung und/oder Region gekauft (Europa). Man hat also keine oder nur eine geringe Risiko-Streuung.
  • Beteiligt man sich an Unternehmen in Form von Aktien kann man sehr breit streuen. Zum einen regional in alle Länder der Welt. Zum anderen in alle Branchen, wie Konsum, IT, Gesundheit, etc. Und auch in Unternehmen, welche in Immobilien und Edelmetallen tätig sind. Bereits mit 50 Euro ist diese maximale Streuung möglich.
  • Immobilien direkt zu kaufen ist hingegen mit einer hohen Investition verbunden, man hat viel Geld in einem Investment, man spricht vom Klumpen-Risiko.
  • Auch mit Edelmetallen kann man keine breite Risiko-Streuung erzielen.

Die richtige Mischung macht’s.

Übersicht Anlageklassen Erträge und Risiken
fynup
Kenne alle Risiken und Ertrags-Chancen und entscheide selbst.

Der Einstufung des Risiko-Ertragsprofils, das bei jeder Finanz-Beratung festgelegt werden muss, liegt lediglich das Wertschwankungs-Risiko zugrunde. Daher gelten nach diesem von der FMA vorgeschriebenen Standard-Verfahren Festgeld und Anleihen als sicher, aber Aktien als riskant.

Sieht man sich die Risiken und Ertrags-Chancen im Detail an, ergibt sich ein differenzierteres Gesamtbild.


Aktien doch nicht so schlecht, wie ihr Ruf:

Die meisten lachenden Smilies gibt es in der Anlageklasse der Unternehmens-Beteiligungen in Form von Aktien. Einzig das hohe Wertschwankungs-Risiko fällt negativ auf und da weißt du ja inzwischen: Alles eine Frage der Zeit.

Die 5. Erkenntnis: Deine wichtigste Entscheidung

Festlegung der Risikotoleranz
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Lege deine persönliche Risikotoleranz fest

Nun kennst du dich wichtigsten Basics, Vor- und Nachteile einzelner Anlageklassen. Das hilft dir dabei, selbst bewusst zu entscheiden, welches (Wertschwankungs-) Risiko du bereit bist einzugehen und welche Erträge du erwartest.

Die Entscheidung der Risikotoleranz musst immer du treffen. Hohes (Wertschwankungs-) Risiko Stufe 7 oder geringes (Wertschwankungs-) Risiko 1-2 nach SRRI.

Danach wird es für dich entspannt, denn mit fynup findest du das Günstigste (6. Erkenntnis) und Beste (7. Erkenntnis) genau in deinem Risiko-Ertrags-Profil.

6. Alle Kosten berechnen (All-in)

6. Erkenntnis: Immer mit allen Kosten rechnen (All-in)
fynup
Bei Kosten und Steuern ganz genau hinschauen

Das wird viele überraschen, aber manche Angebote müssen nicht alle Kosten enthalten. Hier spielt unter anderem der Unterschied zwischen eigentlicher Veranlagung (z.B. dem Fonds) und der Produkthülle (etwa einem Wertpapier-Depot) eine Rolle. So müssen Produktanbieter von Fondspolizzen die Veranlagungskosten nicht anführen. Bezahlen musst du trotzdem immer alle Kosten. Das führt oft zu bösen Überraschungen, denn seriöse Vergleiche sind so unmöglich.

Nur fynup rechnet immer mit allen Kosten aus Veranlagung und Produkthülle. Möglich machen das unser selbst entwickelter Rechenkern und eine unglaublich aufwändige Recherche aller notwendigen Kostenpunkte. Manche Details sind so gut platziert, dass fast man mit der Lupe suchen muss.

Wie sehr sich dieser Aufwand jetzt für dich lohnt, zeigt der folgende Vergleich.

Gleiches Risiko + mehr Gewinn = Die Art der Produkthülle.

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  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Hier siehst du dreimal den gleichen Fonds in je einer unterschiedlichen Produkthülle. Die Kurven unterscheiden sich nicht nur im Verlauf (beim gelben Produkt bist du z.B. zu Beginn lang im Minus), auch die Endergebnisse unterscheiden sich signifikant. Fast 20.000 Euro mehr Gewinn am Ende - nur durch die Wahl der passenden Produkthülle.

Rot: Ein Online-Wertpapier-Depot mit günstigen Depotkosten, keine Weitergabe der Fondskosten-Rückerstattung (Kick-Back) an Investor, Steuernachteil durch 27,5% KEST.

Gelb: Eine durchschnittliche gezillmerte Fondspolizze, wie sie hauptsächlich verkauft wird. Durch die so genannte Zillmerung trifft dich zu Beginn eine hohe Abschlusskosten-Belastung. Erst nach 13 Jahren wir der Break-even erreicht, trotz 7% Brutto-Rendite ist man also 12 Jahre im Verlust. Zumindest profitierst du langfristig vom Steuervorteil (keine KEST).

Blau: Diese Fondsgebundene Lebensversicherung ist ungezillmert, hat keine so genannte Zillmerung. Du profitierst von allen drei Vorteilen:

  1. Geringe und fair über die Laufzeit verteilte Kosten
  2. Weitergabe der Kick-Backs oder günstige Fonds-Tranchen mit ähnlichem Effekt
  3. Steuervorteil (keine KEST)


Wichtig dabei: Unterschiedliche Parameter, wie Fondswahl, Risikoprofil, Einzahlungshöhe, etc. führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Jeder Einzelfall muss daher individuell berechnet werden.

Fondspolizze: So wie früher, mit Berater oder Online.

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Die Art der Produkthülle macht einen riesigen Unterschied, aber selbst innerhalb einer Produktgruppe, gibt es extreme Kosten-Unterschiede, die sich schnell und deutlich im Ergebnis auswirken. Hier am Beispiel verschiedener Fondsgebundener Lebensversicherungen (Fondspolizzen) verdeutlicht - wieder mit dem gleichen Fonds.

Rot: eine Fondspolizze mit Zillmerung, wie sie jahrzehntelang verkauft wurde und noch immer wird. Die hohen Abschlusskosten bringen dich zu Beginn deutlich ins Minus.

Gelb: eine kostengünstige, ungezillmerte Fondspolizze, wie sie nur Faire Berater vermitteln. Nie viel im Minus und in dem Beispiel 16.000 Euro mehr Gewinn.

Blau: die günstigste Fondspolizze, provisionsfrei ohne Beratung direkt online über fynup. Für alle, die keinen Berater brauchen oder wollen. Und dafür lieber über 30.000 Euro mehr Gewinn haben.

Extreme Unterschiede auch bei Wertpapier-Depots

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Der Gesamtkosten-Vergleich von fynup findet immer die jeweils günstigste Produkthülle, nicht nur bei Fondspolizzen. Es kann auch gut sein, dass ein Wertpapier-Depot für deinen Fall besser passt. Doch auch dann lohnt sich der genaue Vergleich – online allein ist nicht automatisch am günstigsten.

Rot: ein klassisches Wertpapier-Depot vom Berater oder der Hausbank.

Gelb: ein übliches Online-Depot. Zwar günstiger, aber auch hier zahlst du Kosten über Kick-Backs und Tranchenwahl.

Blau: die günstigste Variante, provisionsfrei ohne Beratung, direkt über fynup. Mit Rückerstattung der Kick-Backs und knapp 50% mehr Gewinn.

Fazit der 6. Erkenntnis

  • Gleicher Fonds. Gleiches Risiko. Mehr Ertrag.
  • Wahl der Produkthülle ist entscheidend
  • Spart Kosten und Steuern
  • Auch in einer Produktgruppe enorme Unterschiede
  • Wenn Fondspolizze: immer ungezillmert (Faire Kostenverteilung)
  • Brauchst du einen Berater?
  • Online mit fynup zusätzlich Kosten sparen
  • Immer nach eigenen Kriterien ausrechnen lassen

7. Beste Qualität kaufen

7. Erkenntnis: Beste Qualität kaufen
fynup
Auf wissenschaftlicher Basis mit modernster Technik

Jeder verspricht dir das Beste für dich herausgesucht zu haben. Die Frage ist, aus welcher Welt? Aus seiner kleinen Welt mit ein paar Produkten eines Unternehmens? Die wieder nur eine bestimmte Fondsauswahl zulassen?

Oder schöpfst du wirklich aus dem ganzen Universum? Zumindest solltest du das ganze Universum kennen, denn nur dann kannst du wirklich vergleichen.

Wähle aus dem ganzen Universum

Auswahl aus dem ganzen Fonds Universum
fynup
Lass dich nicht mit einer Auswahl aus einer kleinen Welt abspeisen

Das Fonds-Universum ist unüberschaubar groß. In Österreich stehen mittlerweile über 30.000 Fonds zur Auswahl. Welche sind die Besten? Und welche passen zusammen?


Künstliche Intelligenz statt Bauchgefühl

Einzelfonds-Auswahl durch Wissenschaft und Technik. Unsere Empfehlungen basieren auf dem fynup-ratio, einer Qualitätsbewertung von fynup, welche in Kooperation mit dem Finanzmathematischen Institut der Johannes Kepler Universität Linz entwickelt wurde. Mit künstlicher Intelligenz (KI) werden Informationen, die in technischen Daten vorhanden sind, optimal für die Auswahl genützt.


Besser, als üblich.

Wie sehr sich der Einsatz dieser neuronalen Netzwerktechniken lohnt, lässt sich sogar mathematisch nachweisen. Prognosefehler werden gegenüber der „naiven” Fondswahl um 35 % verbessert.

Zusammenfassung der 7 Erkenntnisse

7 Erkenntnisse am Weg zur erfolgreichen Geldanlage
fynup
Jeder Fall ist anders, doch die Eckpunkte sind gleich.

Egal wo du kaufst, egal was du kaufst: Diese 7 Erkenntnisse helfen dir bei jeder Spar- oder Veranlagungswahl. Du hast gelernt, worauf du wirklich achten musst. Und gesehen, wie sehr es sich lohnt, jeden einzelnen Fall genau auszurechnen und nachzurechnen.

Du kannst jetzt selbst bewusst entscheiden und musst nicht mehr alles glauben, was dir der nette Berater deiner Bank oder Versicherung verspricht. Verlass dich auf die Fakten, statt auf ein Bauchgefühl. Denn schließlich ist es dein Geld.

Provisionsfrei + direkt + online

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Inflation
Kosten
Fondspolizze
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Neugierig, wie deine Veranlagung aussieht?

Die fynup Grafik zeigt dir genau, wie sich deine Kombination aus Veranlagung und Produkthülle entwickelt hat, wieviel sie wert ist und berechnet deine Aussichten.

Über den Autor

Wolfgang Staudinger

Wolfgang Staudinger

CEO fynup GmbH
Der leidenschaftliche Läufer weiß, wie wichtig Durchhaltevermögen ist. Das braucht man auch, wenn man alte Strukturen kritisch hinterfragt. Im Finanz- und Versicherungssektor blickt er seit mehr als 27 Jahren hinter die schönen Fassaden. Mit dem erklärten Ziel, faire Alternativen aufzuzeigen. Gepaart mit seinem umfassenden Detailwissen bei Veranlagungsprodukten macht ihn das zu einem gefragten Speaker bei Fach- und Publikumsvorträgen. Obwohl oder vielleicht gerade weil er mit seiner Offenheit vielen in der Branche davonläuft.

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