Diese Fehler solltest du beim Vorsorgen vermeiden

In diesem Artikel erfährst du, welche gängigen Fehler du beim Vorsorgen vermeiden solltest. Vor allem in Zeiten hoher Inflation haben Konsument*innen mit den üblich hohen Gesamtkosten kaum eine Chance um den realen Wert des Ersparten zu erhalten.

Unbemerkte Gefahren

  1. Erschreckende IST-Situation: 50 % Rendite-Verlust
  2. Die Ursache: Undurchsichtige Provisions-Kaskade
  3. Brandbeschleuniger Inflation
  4. Die Lösung: Digitalisierte Honorar-Beratung

1. Erschreckende IST-Situation: 50 % Rendite-Verlust

fynup 50 Prozent Renditeverlust
fynup
Die Hälfte bleibt bei der Finanz-Industrie

fynup hat in einer großen Kosten-Studie über 50.000 Vorsorge-Kombinationen analysiert und festgestellt, dass 50 % der am Markt erwirtschafteten Rendite bei der Finanz-Industrie hängen bleiben und nur 50 % bei Konsument*innen ankommen.

2. Die Ursache: Undurchsichtige Provisions-Kaskade

Jetzt wird es etwas kompliziert – und genau das ist das Problem: Die Provisions-Kaskade auf zwei Ebenen ist nicht einfach zu durchschauen. Denn aus typischen Vorsorge-Produkten werden zweimal Provisionen bezahlt:

  1. Provisions-Ebene: Fonds-Kosten (Kick-Backs) an Produkt
  2. Provisions-Ebene: Produkt-Kosten (Provision) an Berater


Konsument*innen wissen in der Regel, dass Berater bzw. Beratungs-Unternehmen, wie Banken und Versicherungen, von Finanzprodukten Provisionen erhalten. Jedoch sind die Höhe und deren Auswirkungen niemandem bewusst. Und so gut wie niemand weiß von Provisionszahlungen (Kick-Backs) der ersten Ebene (Fonds an Produkt) oder kennt gar deren Auswirkungen. Es ist aber entscheidend mit allen Kosten zu rechnen um das Beste zu finden, deshalb rechnen wir All-in.

Konsument*innen erhalten zwar vor dem Abschluss Angebote, Antragsunterlagen und Bedingungen. Diese Unterlagen sind aber meist an die 100 Seiten lang, wodurch diese Informationsflut von den wenigsten verarbeitet, geschweige denn richtig interpretiert werden kann. Es ist fast unmöglich die wesentlichen Abschnitte zu finden, hat man sie gefunden muss man sie auch noch verstehen und richtig interpretieren.


„Ich habe in den 30 Jahren meiner beruflichen Tätigkeit keinen einzigen Menschen gefunden, der das gesamte Ausmaß des Kosten-Abriebs überblickt hat. Hingegen haben erstaunlich viele gute Kenntnisse über Teilbereiche. Diese Erkenntnis war übrigens der Auslöser für die Gründung von fynup.“ — fynup CEO Wolfgang Staudinger


Heute können die Vergleichs- und Vorsorge-Rechner von fynup auf Knopfdruck die Auswirkungen von unzähligen Seiten AGBs und Verträgen grafisch verständlich darstellen – es wird quasi das Kleingedruckte ausgerechnet.


Weitere Informationen dazu:

  • Gute und schlechte Kick-Backs (Provision von Fonds an Produkt)
  • Mehr sehen mit All-in (inkl. Erklär-Video)

Ein Bild sagt mehr als 100 Seiten

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Die Gewinn-Verlust-Grafik zeigt den Verlauf eines Sparplans mit gezillmerten Abschlusskosten bei einer Marktrendite-Annahme von 6 % (links oben) und macht die Auswirkungen deutlich:

  1. Von 6 % Marktrendite kommen nur 2,9 % bei Konsument*innen an (Anzeige wenn Cursor rechts am Laufzeit-Ende) Damit kommen vom Brutto nur 50 % Netto an, die Hälfte der Rendite geht an Kosten verloren.
  2. Die Verrechnung der Abschlusskosten von der Summe aller geplanten Prämien in den ersten 5 Jahren (Zillmerung) verursacht enorme Anfangs-Verluste: Trotz 6 % Marktrendite entsteht im 5. Jahr ein Verlust von über 4.000 Euro. Das entspricht 45 % der bisherigen Prämien von 9.000 Euro (Tipp: Bewege den Cursor auf das 5. Jahr).
  3. Die nominelle Gewinnzone (Nulllinie) wird erst nach 15 Jahren erreicht, die reale Gewinnzone (oberhalb der grauen Fläche) bei nur 2 % Inflations-Annahme erst nach 22 Jahren.


Je geringer die Rendite-Erwartung und je früher Teilentnahmen getätigt werden, desto negativer wirken sich gezillmerte Abschlusskosten aus. Weitere Informationen dazu:

Laufende Provision besser, aber auch zu teuer

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Diese Grafik zeigt denselben Fonds in Fonds-Polizzen mit unterschiedlichen Kosten-Strukturen:

  • Gelb: Ungezillmerten Abschlusskosten (Kosten über die Laufzeit verteilt)
  • Rot: Gezillmerte Abschlusskosten (Erklärung siehe Grafik oben)

Bei Vorsorgen mit laufender Kostenverteilung (ungezillmert - gelb) entsteht zu Beginn kein großer Verlust, da aber in der Regel die laufenden Kosten (Provisionen) höher sind (wie in diesem Fall) nähern sich die beiden Linien mit zunehmender Laufzeit an.

Auch beim Fonds-Sparen im Bankdepot 50% Rendite-Verlust

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Diese Grafik zeigt die Entwicklung desselben Mischfonds wie zuvor, diesmal aber in Wertpapier-Depots:

  • Gelb: Online-Broker ohne Beratung und Betreuung
  • Rot: Bank-Depot mit Provision für Beratung und Betreuung

Beim Fondssparen im Depot beträgt der Rendite-Verlust also ebenso über 50 %!


Die Depot-Gebühren haben geringe Auswirkungen auf den Rendite-Verlust, wie dieser Vergleich zeigt. Für den Rendite-Verlust hauptverantwortlich sind

  1. Die Fonds-Kosten (hier 1,9 %) aus denen bis zu 50% als Provisionen (Kick-Backs) an Banken vergütet werden. Von Konsument*innen werden diese Kosten nicht wahrgenommen, aber bezahlt.
  2. Die Steuer (27,5 % KESt auf die Gewinne) verursacht in diesem Beispiel einen Rendite-Verlust von ca. 1 %.


„fynup existiert, da die Gesetzgebung in AT im Vergleich zu Nachbarländern im Mittelalter stecken geblieben ist, es gibt kaum steuerliche Anreize für Kapitalinvestments, wenig Transparenz und keine Digitalisierung.“ — Chuck auf Trustpilot am 08.04.2021 (Bewertung eines Österreichers nach seiner Rückkehr von einem 10 Jährigen Auslandsaufenthalt in England)

Drei Mängel verursacht durch Provisionen

Es gibt drei Mängel im Vertrieb der 3. Säule der Altersvorsorge, die unmittelbar mit der Provisions-Beratung zusammenhängen:

  1. 50 % der am Markt erwirtschafteten Rendite bleibt bei der Finanzindustrie hängen und kommt bei Konsument*innen nicht an. (Diese Produkte liegen genau im Schnitt der fynup-Studie. Im Chart links oben sieht man 6 % Markt-Rendite, wenn man mit dem Cursor ans Laufzeit-Ende fährt, sieht man rund 3 % Netto-Rendite) Die Differenz sind die Kosten. Mit derart hohen Kosten wird der Realwert-Erhalt so gut wie unmöglich, speziell in Zeiten hoher Inflation.
  2. Bei Lebensversicherungs-Produkten werden überwiegend – wie im Chart in rot – in den ersten 5 Jahren bis zu 50 % der Prämie für Abschlusskosten (Provisionen für den Vertrieb) abgezogen. Das schwächt die Rendite-Chancen und verursacht Interessens-Konflikte in der Finanzberatung.
  3. Beim Vertragsabschluss eingerechnete Provisionen sind über die gesamte Vertragslaufzeit fixiert und können von Konsument*innen auch dann nicht gekündigt werden, wenn eine unzureichende oder keine Betreuung gewährleistet wird.

Mit derart hohen Kosten wird es schwierig, mit der dritten Säule der Altersvorsorge, die Probleme der ersten Säule auszugleichen. Vor allem in Hinblick auf die aktuell hohe Inflation.

3. Brandbeschleuniger Inflation

CHART
  • Laufzeit 20 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Diese Grafik zeigt die historische Netto-Entwicklung nach Abzug aller Kosten und Steuern der letzten 20 Jahre des meistverkauften Mischfonds in Fondspolizzen (Carmignac Patrimoine, FR0010135103):

  • Gelb: ungezillmerte Fondspolizze (Abschlusskosten auf die Laufzeit verteilt)
  • Rot: gezillmerte Fondspolizze (Abschlusskosten zu Beginn verrechnet)


Was sehen wir?

  • Den rapiden Anstieg der Inflation Seit Mitte 2021 (graue Fläche).
  • Beide Kostenmodelle konnten den Inflationsverlust der letzten 20 Jahre nicht ausgleichen, obwohl die Inflation bis Mitte 2021 unter 2 % lag.
  • Mit einer gezillmerten Fondspolizze (rot) waren die Gewinne durchgehend im grauen Bereich (Realwertverlust) und deutlich hinter der ungezillmerten Fondspolizze (gelb).
  • Von den an den Märkten erwirtschaftete Rendite (siehe links oben) kam bei Kosnument*innen nur mehr ein Bruchteil davon an. Grund des mageren Netto-Ergebnisses sind also nicht die Märkte, sondern ausschließlich hohe Gesamt-Kosten.

Hat ja keiner gesehen

„Wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt geschwommen ist.”

Dieses Zitat des US-Investors Warren Buffett beschreibt die aktuelle Situation sehr gut. Die Kosten des Finanz-Vertriebs waren immer schon fragwürdig hoch. Hohe Inflation und geringe Zinsen machen jetzt ein lang bestehendes Problem deutlich sichtbar.

Die große Gefahr ist, dass sich Konsument*innen von der privaten Vorsorge abwenden, wenn ihr Sparverhalten nicht belohnt wird.

4. Die Lösung: Digitalisierte Honorar-Beratung

Nehmen wir an, jemand will für die eigene Altersvorsorge 150 Euro ansparen, das Beratungsgespräch dazu hat 2 Stunden gedauert. Wie viel ist diese Beratung wert?

Honorar vs. Provision

Preisvergleich Honorar vs. Provision
fynup

Hier eine Gegenüberstellung der Kosten für einen 150 Euro Monats-Sparplan mit 10.000 Euro Zuzahlung und einer Laufzeit von 35 Jahren. Gleicher Fonds. Gleiches Produkt.


  • Honorar: 300 Euro einmalig für die Vermittlung inkl. Antrags-Abwicklung und 30 Minuten Beratung; Laufende Betreuung über die Laufzeit € 49 p.a.
  • Provision: 5 % der Prämien, 0,5 % vom Depotwert bei 7 % Marktrendite
  • Kosten vs. Ergebnis: Durch den Zinseszins-Effekt wächst die Kosten-Differenz von rund 16.000 Euro auf eine Ergebnis-Differenz von rund 40.000 Euro an.

Kosten-Reduktion auf 3 Ebenen möglich

fynup 50 Prozent Renditeverlust 22 2  1
fynup
Weniger Rendite-Verlust. Mehr Gewinn.

Werden die Kosten auf allen 3 Ebenen optimiert, kann der Rendite-Verlust auf bis zu 10% reduziert werden.

  1. Fonds-Kosten ohne Provision: ETFs, Indexfonds und aktiv gemanagte Clean-Shares sind provisionsfrei oder von gemanagten Retail-Fondsklassen werden die Provisionen (Kick-Backs) an Konsument*innen weitergegeben.
  2. Produkt-Kosten ohne Provision: Neben der Provision ist natürlich auch auf die Gesamt-Kosten des Produktes und auf weitere Eigenschaften, wie die Flexibilität oder die Fondsauswahl zu achten. Anstatt der Provision verrechnen Berater ein transparentes Honorar, damit bekommt die Beratung einen Preis.
  3. Steuern: Bei Vorsorgen ab 15 Jahren wirkt sich der Steuervorteil von Fondspolizzen gegenüber Wertpapierdepots sehr positiv aus. Die Gewinne sind steuerfrei (statt 27,5 % KESt), es sind lediglich 4 % Versicherungssteuer auf die Prämien zu leisten.

Provisionsfrei zum doppelten Gewinn

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Mit geringeren Kosten ist eine Verdoppelung des Gewinnes möglich:

  • Blau: Fondspolizze Provisionsfrei (inkl. € 300 Vermittlungs-Honorar) mit provisionsfreien Fonds (50% ETFs, 50% Clean-Shares)
  • Gelb: Fondspolizze mit Provision über die gesamte Laufzeit verteilt (ungezillmert) mit einem Mischfonds
  • Rot: Fondspolizze mit Provision zu Beginn (Zillmerung) mit einem Mischfonds

Willst du weniger Kosten und mehr Gewinn?

Hier erfährst du alles, was du für deine Altersvorsorge wissen musst. Damit dir immer mehr bleibt.

Informationen in diesem Artikel sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.

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