Wo bleibt dir mehr: Depot oder Polizze?

Im Webinar zeigt Wolfgang, warum die Wahl zwischen Depot und Polizze keine Frage des Geschmacks ist, sondern eine klare Rechnung: Kurzfristig schlägt das günstige Online-Depot die Polizze – doch langfristig und vor allem, wenn entnommen wird, kippt das Bild. Die 27,5 % KESt fressen das Vermögen auf, während die Doppel-Nettopolizze mit nur 4 % Versicherungssteuer den gepflanzten Baum stehen lässt und nur die Früchte erntet.

Kombiniert mit ETFs und Clean Shares – den drei Musketieren der Geldanlage – entstehen über Jahrzehnte sechsstellige Renditeunterschiede. Provisionspolizzen verspielen genau diesen Vorteil. Entscheidend ist nicht, was du einzahlst, sondern was am Ende bei dir ankommt.

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Kosten und Steuern

  • Doppel-Netto-Polizze:
    • Beispielrechnung:
      • Monatliche Einzahlung: 300 Euro (indexiert um 3% jährlich)
      • Einmalige Startzahlung: 7.000 Euro
      • Entnahme ab dem 21. Jahr: 1.000 Euro monatlich
      • Angenommene Marktrendite: 7%
      • Ergebnis: Nach 20 Jahren Gesamteinzahlung von 101.000 Euro, Gewinn von 88.000 Euro nach Abzug aller Kosten und Steuern.
    • Steuervorteil: Nur 4% Eingangssteuer auf eingezahlte Prämien, Gewinne sind steuerfrei.
  • Online-Wertpapier-Depot:
    • Beispielrechnung:
      • Bis zum 20. Jahr geringer Unterschied zur Doppel-Netto-Polizze.
      • Ergebnis: Nach 26 Jahren Entnahmephase ist das Kapital aufgebraucht.
    • Steuern: 27,5% Kapitalertragssteuer auf Gewinne.
  • Provisionspolizze:
    • Beispielrechnung:
      • Steuervorteil geht durch Provisionen verloren.
      • Ergebnis: Nachteil bis zum 37. Jahr, danach leichte Vorteile gegenüber dem Online-Depot, aber weit entfernt von der Doppel-Netto-Polizze.

Flexibilität

  • Fondauswahl und Wechsel:
    • Bankdepot: Größere Auswahl an Fonds, ETFs, Einzelaktien, Anleihen, Zertifikaten.
    • Doppel-Netto-Polizze: Zugang zu provisionsfreien, aktiv gemischten Fonds in Clean-Share-Tranchen.
  • Fondswechsel:
    • Bankdepot: Kosten und Kapitalertragssteuer fallen an.
    • Doppel-Netto-Polizze: Kosten- und steuerneutral, monatlicher Fondswechsel möglich.

Vertragliche Flexibilität

  • Prämienanpassung:
    • Erhöhung: Einmal im Monat möglich.
    • Reduktion/Beendigung: Jederzeit möglich.
    • Zuzahlungen: Ab 520 Euro bis maximal einer Million, jedoch maximal die vereinbarte Beitragssumme.
  • Entnahmen:
    • Frühestens: Einen Monat nach Vertragsabschluss.
    • Bis spätestens: Einen Monat vor Rentenbeginn, zwischen 500 und maximal einer Million einmal im Monat.

Steuerliche Konsequenzen

  • Einmalige Investition:
    • Nachversteuerungsfrist: 15 Jahre, reduziert auf 10 Jahre für Versicherungsnehmer ab 50 Jahren.
    • Empfehlung: Nur Gelder einmalig investieren, die die nächsten 10, 15 Jahre nicht benötigt werden.
  • Sparplan:
    • Prämenzahlungsdauer: Muss mit der Vertragsdauer identisch sein.
    • Zuzahlungen: Dürfen die Prämien-Summe nicht übersteigen.
    • Gleichmäßige Prämien: In den ersten drei Jahren empfohlen.

Wirtschaftliche Sinnhaftigkeit

  • Langfristige Geldanlagen: Doppel-Netto-Polizze schlägt provisionsfreies Online-Depot durch Steuervorteile und Clean Shares.
  • Zusätzliche Vorteile: Optionale Vermögensweitergabe oder Kindervorsorge.

Rechtliche Unterschiede

  • Nachversteuerung vermeiden:
    • Einmalige Investitionen: 10, 15 Jahre Frist.
    • Sparplan: Keine Nachversteuerung bei Einhaltung der Bedingungen.

Zusammenfassung

  • Doppel-Netto-Polizze: Vorteilhaft für langfristige Geldanlagen durch Steuervorteile und Flexibilität.
  • Online-Wertpapier-Depot: Kostensteuereffizienter für kurzfristige Geldanlagen.
  • Provisionspolizze: Nachteilhaft durch hohe Kosten und geringe Rendite.

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Transkript zum Nachlesen und Suchen

Herzlich willkommen zum heutigen Webinar "Wertpapier-Depot versus Polizze: Doppel-Netto-Polizze oder Provisionspolizze". Wir werden uns mehrere Anlageformen ansehen, sowohl auf der Depot-Ebene als auch mit und ohne Provision. Ich habe das Webinar in drei Teile gegliedert. Der erste Teil behandelt Kosten und Steuern, was für viele das Wichtigste ist. Ebenso wichtig ist der zweite Teil, die Flexibilität, denn bei der Geldanlage spielt die Flexibilität eine große Rolle, besonders bei langfristigen Anlagen. Schließlich geht es um rechtliche Unterschiede. Der obligatorische Haftungshinweis: Renditen der Vergangenheit sind keine Prognose für die Zukunft, und das Webinar ersetzt keine Beratung. Wir sind Honorarberater.

Bevor wir starten, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Wolfgang Staudinger. Ich bin Geschäftsführer und Mitgründer von fynup. Unser Ziel ist es, nicht nur gute Inhalte zum Thema Geldanlage leicht verständlich zur Verfügung zu stellen, sondern euch von der Information bis zum Abschluss und darüber hinaus in der Betreuung zu begleiten. Es gibt viele gute Informationen im Internet, aber oft wissen die Leute nicht, was sie konkret tun sollen. Bei uns ist der Weg durchgängig, von der Information bis zur individuellen Beratung, Finanzplanung, Umsetzung und Betreuung. Unsere Aufgabe ist es, das Ganze kostensteuereffizient und sehr transparent zu gestalten. Wir arbeiten auf Honorarbasis, und unseren Leistungen stehen konkrete Kosten gegenüber.

Wir zeigen hier einen Zeitraum von 50 Jahren mit einer monatlichen Einzahlung von 300 Euro für 20 Jahre. Diese Einzahlung wird mit 3% indexiert, um die Inflation auszugleichen. Diese jährliche Anpassung haben wir für 15 Jahre berechnet, zusammen mit einer einmaligen Startzahlung von 7.000 Euro und einer Entnahme ab dem 21. Jahr von 1.000 Euro monatlich. In der blauen Linie sehen wir die Entwicklung einer Doppel-Netto-Polizze mit einem Indexfonds, dem Vanguard Global Stock Fund zu 100%. Es handelt sich um eine Gewinn-Verlust-Grafik. Wenn man mit dem Cursor darüber fährt, sieht man in der Nulllinie nach 20 Jahren eine Gesamteinzahlung von 101.000 Euro. Durch die jährliche Erhöhung der 300 Euro um 3% zahlt man monatlich 454 Euro. Mit den 7.000 Euro und einer angenommenen Marktrendite von 7% ergibt sich ein Gewinn von 88.000 Euro nach Abzug aller Kosten und Steuern. Ab dem 21. Jahr, wenn man monatlich 1.000 Euro entnimmt, steigt die Linie weiter an. Das liegt daran, dass man die Einzahlungen und den Gewinn addieren muss, was knapp 190.000 Euro ergibt. Die Entnahmen werden aus der Nulllinie entnommen, und man sieht, dass die Linie bis zum Jahr 29 abgebaut wird. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Einzahlungen bereits wieder heraus, und die Linie bleibt gleich, obwohl man monatlich 1.000 Euro entnimmt. Das liegt daran, dass bei einem Vermögen von knapp 200.000 Euro und einer Rendite von 7% nach Kosten etwa 6% Netto übrig bleiben. Diese 6% von 200.000 Euro entsprechen den monatlichen Entnahmen von 1.000 Euro.

Es ist wichtig, bei Vergleichen der Geldanlage nicht nur die Sparphase, sondern auch die Genussphase zu berücksichtigen. Wenn man Geld entnimmt, ist es wichtig zu wissen, was passiert. Jeder spart hoffentlich für den Fall, dass er irgendwann einmal in den Genuss kommt und wieder Geld entnimmt. Deshalb ist es wichtig, auch die Genussphase mitzuberechnen. Wichtig ist, dass man den Baum pflanzt und nur die Früchte erntet, der Baum bleibt stehen. Man könnte das Kapital ewig verwenden oder sogar an Kinder oder Enkel weitergeben. Das ist das Thema, wenn man den ETF in einer provisionsfreien Netto-Polizze investiert.

Wenn man denselben ETF in einem Online-Wertpapier-Depot, zum Beispiel bei Flatdex, investiert, sieht man bis zum 20. Jahr einen relativ geringen Unterschied. Man hat einen Renditevorteil von etwa 10.000 Euro. Die Kurve schneidet sich erst nach dem 11. Jahr, dann liegt die blaue Linie vor der roten Linie. Für kurzfristige Geldanlagen, die man in 10, 12 oder 13 Jahren benötigt, ist ein Online-Depot, wenn man 100% in ETFs investiert, kostensteuereffizienter als eine Doppel-Netto-Polizze. Sobald man jedoch Geld entnimmt, muss man hohe Kapitalertragssteuer bezahlen, und durch die Entnahme und die Wirkung der Kapitalertragssteuer geht die Kurve sukzessive auseinander. Nach 26 Jahren Entnahmephase ist das Kapital aufgebraucht. Man kann also nicht davon leben.

Wichtig ist, dass nicht nur der Steuervorteil einer Doppel-Netto-Polizze gesehen wird, sondern auch die Kosten. Wenn man denselben ETF in einer steueroptimierten Fondspolizze investiert, bei der man Provisionen für die Vermittlung bezahlt, geht der gesamte Steuervorteil verloren. Das sieht man an der gelben Linie. Man hat sogar einen Nachteil bis zum 37. Jahr und dann leichte Vorteile gegenüber dem Online-Depot, aber man ist weit entfernt von der Doppel-Netto-Polizze.

Für all jene, die dieses Steuerthema noch nicht gehört haben: Der Unterschied in der Steuer liegt hauptsächlich daran, dass man in Österreich für Gewinne auf Kapitalerträge, wenn sie in einem Bankdepot liegen, 27,5% Kapitalertragssteuer bezahlt. Wenn man den Fonds in eine Netto-Polizze investiert, bezahlt man nur 4% Eingangssteuer auf die eingezahlten Prämien. Die gesamten Gewinne sind steuerfrei.

Wichtig ist auch, in die Vergangenheit zu schauen. Nicht nur Kosten sind entscheidend. Kosten sind der Parameter bei der Geldanlage, der am einfachsten und klarsten berechnet werden kann. Die Entwicklung der Zukunft wissen wir nicht, aber die Kosten kennen wir. Hier sehen wir die Entwicklung eines ETFs, den MSCI All Country World Index, global investiert, seit 2011 bis 2026. Wenn der ETF in einem Online-Depot war, zum Beispiel bei Flatex, das sehr günstig ist, haben wir die Möglichkeit, in der Doppel-Netto-Polizze eine zusätzliche Rendite zu erwirtschaften, indem wir aktives Management beimischen. Wir haben hier eine Mischung aus 50% passivem Investment mit den Vanguard Global Stock und Vanguard Japan Stock und 50% aktivem Management mit dem Amundi für Amerika, Schroder für Asien und Sweet Needle für kleinere Unternehmen in Europa. Mit dieser Mischung aus diesen fünf Fonds, 50% aktive, 50% passiv, ist es in der Vergangenheit gelungen, 13,8% am Markt vor Kosten Rendite zu erwirtschaften. Das sind circa 2% pro Jahr mehr als der MSCI All Country World Index. Nach Abzug aller Kosten und Steuern wäre das bei einer Einmalanlage von 100.000 Euro vor 15 Jahren ein Riesenunterschied gewesen: im Flatdex Online-Depot mit dem ETF 276.000 Euro Gewinn, in der Doppel-Netto-Polizze in Kombination mit Clean Shares und ETFs um knapp 200.000 Euro mehr.

Wir nennen deswegen die Kombination Doppel-Netto-Polizze mit ETFs und Clean Shares die drei Musketiere der Geldanlage, weil sie wirklich sehr stark sind und auch für Gerechtigkeit in der Geldanlage sorgen, in dem Sinn, dass der Großteil der Gelder bei euch ankommt. Was wir hauptsächlich in unseren Analysen immer wieder sehen, ist etwas wie hier die rote Linie. Wir haben hier einen Kunden, der uns ein Angebot von der Oberbank mit dem Drei-Banken-Nachhaltigkeitsfonds gegeben hat. Der Fonds hat am Markt eine Rendite von 11,5 Prozent erwirtschaftet. Er war knapp schlechter als der MSCI All Country World Index, nicht so gut wie die Kombination mit den Clean Shares, aber durch die ganzen Kosten und Steuern sind dann tatsächlich nur 160.000 Euro beim Kunden angekommen in den vergangenen 15 Jahren. Da sieht man schon, wie wichtig es ist, welches Produkt man wählt, welchen Fonds man wählt. Die Auswahl ist riesengroß und das ist im Prinzip dann unsere Aufgabe: die jeweiligen Ziele, die passenden Fonds und die jeweiligen Produkte zu finden. Wichtig bei der Sache ist, nicht nur auf die Kosten zu achten. Kosten und Steuern sind eine wichtige Sache, aber auch auf die Fondsqualität zu achten. Und die kann man natürlich nur anhand der Vergangenheit bemessen. Und man kann versuchen, in die Zukunft zu schauen.

An dieser Stelle möchte ich einen Hinweis geben auf unser Video, das wir im Zuge des letzten Webinars aufgezeichnet haben, mit dem Titel "ETFs Risiken erkennen und Chancen nutzen", weil man hier, glaube ich, schon auch klar sagen muss, dass vielleicht für die Zukunft mit einem reinen ETF-Investment gewisse Risiken am Horizont aufziehen, die man mit einer Beimischung von einem teilweise aktiven, selektiven Management abfedern kann. Und wenn man noch dazu weiß, dass man in der Vergangenheit höhere Renditen erwirtschaftet hat, dann hat man vielleicht beides. Das heißt, die Vergangenheit höhere Renditen, das können wir natürlich nicht sagen, ob das in der Zukunft auch gelingt, aber für die Zukunft erwarten wir uns eine höhere Stabilität aufgrund von unterschiedlichen Managementansätzen.

Wenn man in eine typische fondsgebundene Lebensversicherung mit Provision investiert, dann schaut die Rechnung einmal so aus, dass man die ersten fünf Jahre einmal mächtig in den Verlustbereich kommt. Deswegen ist es wichtig, dass man immer eine Gewinn-Verlust-Grafik macht. Wenn man nämlich nur eine reine Gewinnhochrechnung macht, dann erkennt man nie, wann ist man wirklich im Plus und wann ist man im Minus. Deswegen ist es so wichtig, immer mit Gewinn-Verlust-Grafiken zu arbeiten. Und was sehen wir hier? 6% Rendite an den Märkten vor Kosten erwirtschaftet. Nach 5 Jahren ist der Kunde im Verlust mit 3.700 Euro, obwohl er 150 Euro monatlich einzahlt. 150 Euro bedeutet nach fünf Jahren 9.000 Euro einbezahlt und circa 4.000 Euro sind weg. Wir haben da auch Verträge, wo die Hälfte sogar weg ist. Unter der Annahme von 6% Marktrendite dauert es dann 13, 14 Jahren, bis man überhaupt in den Gewinnbereich kommt. So, und jetzt der Sprung, warum werden diese Verträge nicht mit Kapitalertragssteuer besteuert? Weil der Großteil der Verträge genauso ausschaut, dass die Kunden hier eben im Minus sind, würde das Finanzamt mit diesen Verträgen viele Jahre gar nichts verdienen. Andersrum, weil ja 4% Versicherungssteuer von den Prämien abgeführt werden, hat man hier bereits Einnahmen im Finanzamt. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass derartige Verträge nicht das Ende sehen. Ein Großteil der Verträge wird genau in dem Zeitraum zwischen 5 und 10, 15 Jahre gekündigt. Das heißt, bei der Großteil derartiger Verträge kommt es leider Gottes nie zu gewinnen. Das ist ja das große Problem, das wir in Österreich haben und ein Mitgrund, warum wir fynup gegründet haben, um genau dieses System zu beenden. Weil meiner Meinung nach ist es Mittelalter und sollte es in Österreich so nicht mehr geben.

Das war der Teil Kosten und Steuern, Depot versus Polizze. Das ist aber auch ein Teil der Flexibilität, den man hier im Vergleich Depot versus Polizze mitnehmen soll. Und zwar hier in dem Punkt Fondauswahl und Wechsel. Wenn man es jetzt einfach betrachtet von der Auswahl her, ich habe in einem Bankdepot natürlich eine wesentlich größere Auswahl an Fonds oder ETFs. Ich kann in einem Bankdepot in der Regel auch Einzelaktien kaufen, ich kann konkrete Anleihen kaufen, ich kann Zertifikate kaufen. Ich habe eine wesentlich größere Auswahl an Investmentmöglichkeiten im Bankdepot, egal ob es Online-Depot ist oder Hausbankdepot. Und in der Doppel-Netto-Polizze habe ich die Möglichkeit, zu sehr geringen Kosten provisionsfreie, aktive gemischte Fonds in Clean-Share-Tranchen zu kaufen, wie es normalerweise nur institutionelle Anleger kaufen können ab 5 Millionen Euro. Man erspart sich damit ca. 1% Renditevorteil, kann man dadurch erreichen. Und nur mit diesem 1% Renditevorteil ist auch aktives Management vertretbar.

Noch ein großer Unterschied zwischen Depot und Polizze beim Fondswechsel. Im Depot habe ich den Nachteil, dass Kosten anfallen beim Fondswechsel. Das ist gar nicht so das Schlimmste, sondern die Steuer macht es aus. Sobald man einen Fonds wechselt in einem Depot, wird die Kapitalertragssteuer auf Gewinne zu 100% fällig. Wenn man einen Fondswechsel macht in einer Doppel-Netto-Polizze, ist man kosten- und steuerneutral. Ich habe keine Kosten und ich habe keine Steuer. Das sind schon große Vorteile in der Flexibilität. Ich kann jederzeit meine Fonds wechseln. Einmal im Monat kann man Fonds wechseln. Und diese Wechsel sind kosten- und steuerneutral. Also ein großer Mehrwert für die Doppel-Netto-Polizze im Hinblick auf Flexibilität.

Und jetzt schauen wir uns konkret an, welche vertragliche Flexibilität hat man, welche steuerlichen Konsequenzen muss man aufpassen und wann ist eine Doppel-Netto-Polizze gegenüber einem Bankdepot wirtschaftlich sinnvoll. Wir sind hier im fynup-Portal. Das heißt, wenn man auf fynup.at ist, dann rechts raufklicken auf das fynup-Portal, muss man sich einmal kurz anmelden. Und dann ist man hier im Portal bei Services, Geld investieren. Kann man hier einfach die Parameter eingeben, zum Beispiel 300 Euro, 7.000 Euro einmalig. Das habe ich schon vorbefüllt, 45 Jahre. Gewinnorientiert habe ich einmal eingeben 100% Aktien, die optionalen Präferenzen habe ich mal ausgelassen. Auswertung starten und man kommt hier zu den Top 3 Doppel-Netto-Polizzen. Unsere Top-Empfehlung ist hier die Standard Life, weil sie meistens kostensteuertechnisch vorne liegt und weil sie auch noch ein paar zusätzliche Goodies hat, wie zum Beispiel Clean Shares, die die Merkur in der Qualität leider nicht anbietet. Aber schauen wir uns kurz an, was seht ihr hier? Ihr seht hier die konkreten Produktkosten. Und ganz wichtig, hier ist der Punkt Produktdetails und wenn man da draufklickt, dann sieht man die vertraglichen Möglichkeiten, wie ich es vorher angesprochen habe. Das heißt, wenn es darum geht, kann ich Prämien erhöhen? Ja, laut § 18 kann man Prämien erhöhen. Höchstens eine Beitragserhöhung pro Monat. Also einmal im Monat kann man eine Beitragserhöhung machen. Ich glaube, das sollte ausreichen. Kann ich Prämien reduzieren oder kann ich Prämien generell beenden? Das heißt in der Versicherungssprache Prämienfreistellung. Ja, kann man machen. Auch § 32 hier angeführt, ist eine Beitragsfreistellung zum Ende eines Monats möglich. Wenn das Fondsvermögen zum Stichtag der Beitragsfreistellung mindestens 1.000 Euro beträgt, wäre das Fondsvermögen darunter, dann müsste man den Vertrag kündigen. Kann ich rückkaufen, heißt es. In der Versicherungssprache, eine Kündigung ist ein Rückkauf, kann man jederzeit mit Wirkung zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode, also wenn man monatlich einzahlt, kann man den Vertrag monatlich kündigen. Das heißt, ich kann jederzeit Prämien erhöhen, ich kann jederzeit Prämien reduzieren, ich kann den Vertrag jederzeit beenden. Ich kann Zuzahlungen machen, ich kann ab 520 Euro bis maximal einer Million, jedoch maximiert mit der vereinbarten Beitragssumme, ich komme noch gleich drauf, was das heißt, kann ich zuzahlen. Egal wie oft, einmal im Monat. Ich kann monatlich mindestens 520 Euro und in Summe maximal die Beitragssumme zuzahlen. Was ist die Beitragssumme? Die Beitragssumme errechnet sich aus dem monatlichen Beitrag mal Laufzeit. Weil eine Doppel-Netto-Polizze grundsätzlich sehr günstig ist, sollte man sich immer den maximal möglichen Rahmen sichern. Die Möglichkeit bei der Standard Life besteht, den Vertrag bis zum 85. Lebensjahr der versicherten Person abzuschließen. Das heißt, wenn heute eine 45-jährige Person beginnt, den Vertrag zu starten, dann empfehlen wir immer, bis zum 85. Lebensjahr die Vertragslaufzeit zu gestalten. Und auch die Prämienzahlung bis zum 85. Lebensjahr. Damit habe ich eine sehr hohe Prämien-Summe von 40 Jahren. 40 Jahren mal 3.600 Euro jährlich. Das heißt, man könnte bis zu 144.000 Euro in diesen Vertrag zuzahlen. In Summe mindestens pro Monat 520 Euro. Das heißt, man ist auch flexibel, was die Zuzahlung betrifft. Und ganz wichtig ist auch natürlich Entnahmen. Ich möchte ja den Vertrag nicht auf einmal rausnehmen, das Geld, sondern ich möchte vielleicht, wie ich es vorher gezeigt habe, den gepflanzten Baum, den ich habe, den möchte ich nur die Früchte ernten. Das heißt, ich möchte immer nur kleine Beträge entnehmen oder vielleicht einmal, zweimal im Jahr die Beträge so entnehmen, dass eben das Kapital nach Möglichkeit nicht weniger wird. Und das kann man auch machen, frühestens einen Monat nach Vertragsabschluss. Das heißt, man könnte vertraglich schon einen Monat, nachdem man gestartet hat, das zu entnehmen. Das ist wirtschaftlich absolut sinnlos, aber der Vertrag würde das zulassen. Bis spätestens einen Monat vor Rentenbeginn kann man eben zwischen 500 und maximal einer Million einmal im Monat entnehmen, wenn man so viel Kapital hat. Also pro Monat eine Million, glaube ich, ist ausreichend von der Größe her. Der Rückkaufwert muss hier eben nach einer Teilauszahlung 3.000 Euro betragen. Also ich glaube, da hat man sehr viel Spielraum und das Ganze ist sehr, sehr flexibel hier gestaltet. Wenn man sich dasselbe anschauen möchte bei unserem zweiten Anbieter derzeit, bei der Merkur Leben, hier draufklicken, Produktdetails und man sieht hier wieder die gesamten Auflistungen der vertraglichen Flexibilität. Es ist gut, wenn der Produktanbieter ein Kundenportal zur Verfügung stellt, weil dann könnt ihr sehr viel selber machen. Ich zeige euch kurz, wie das bei der Standard Life ausschaut, weil das für Bankdepot... Ist das vielleicht etwas Normales? Für Kunden, die bisher gewohnt sind, in eine Versicherungspolizze einzuzahlen, ist das eine Besonderheit, weil man normalerweise von Versicherungsgesellschaften nur einmal im Jahr eine Wertnachricht bekommt und zwischendurch weiß man in der Regel nicht, was wirklich passiert in dem Vertrag. Das ist bei der Standard Life wesentlich besser. Man geht rein, man sieht den Vertrag, alle Eckdaten zum Vertrag, man klickt auf Investment, man sieht hier ganz genau, das ist meistens zwei Banktage alt. Wie viel hat man wo investiert? Das heißt, es ist jeder Fonds hier beschrieben, wie viele Anteile von dem Fonds sind mir zugeordnet, wie hoch ist der Anteilspreis und daraus errechnet sich der aktuelle Fondswert. Was habe ich für einen Gesamtfondswert derzeit? Ich kann sogar reinschauen in die Investmenthistorie. Da sehe ich jede einzelne Buchungszeile, kann ich mir da anschauen. Also sehr, sehr transparent. Ich kann den Vertragsverlauf anschauen, wie hat sich das Ganze entwickelt. Ich kann mir anschauen, wie viele Beträge habe ich tatsächlich schon einbezahlt. 19.500 Euro wurden hier einbezahlt. Und ich habe vorher gesehen, knapp 25.000 Euro Fondsvermögen. Das heißt, man hat immer eine Gewinn-Verlust-Rechnung zur Kontrolle. Man kann Bezugsrechtsänderungen online machen. Man kann sogar das Investment selbstständig ändern. Man kann sich aussuchen, möchte ich nur das bestehende Fondsvermögen ändern oder auch die zukünftigen Beitragszahlungen ändern. Ich kann das unterschiedlich gestalten. Ich kann monatliche Beitragszahlungen anders investieren als das bestehende Fondsvermögen. Davon halten wir grundsätzlich nicht sehr viel, würden wir nicht empfehlen. Unser Ansatz ist, keep it simple. Macht es euch möglichst einfach. Wenn ich hier hinklicke, kann ich sagen, Änderungen zum 21.05. gehe auf Weiter und komme hier dann zu der Übersicht der Fonds. Und es ist sehr intuitiv. Ich kann zum Beispiel sagen, den Schroder möchte ich jetzt nur mehr 10% investieren, den Street Needle gar nicht mehr, dafür den Wenger zu 60% und den zu 20% und den von mir aus zu 10%. Dann habe ich in Summe wieder 100%. Ich kann weitere Fonds hinzufügen oder einen Fonds ganz abwählen, würde ich da auf Weiter klicken und bestätigen. ist es schon erledigt. Ich kann euch nur sagen, bei anderen Fondspolizze-Anbietern ist ein Fondwechsel ein Riesenprozedere, der sehr viel manuellen Aufwand verursacht und dadurch auch die Kosten entsprechend steigen. Deswegen ist es wichtig, auf einen Produktanbieter zu bauen, der ein gutes Kundenportal hat, damit ihr möglichst einfach euren Vertrag verwalten könnt. Wir unterstützen euch auch gerne mit unserem Betreuungspaket in der Doppel-Netto-Polizze zu 5 Euro im Monat, also sehr günstig, auch wenn man mehrere Verträge hat pro Versicherungsnehmer, 5 Euro im Monat. Da gibt es ein Fondsportfolio-Monitoring, das wir jetzt gerade dabei sind umzusetzen, ein Produktmonitoring, ein Marktmonitoring. Wir machen dann einmal im Jahr mindestens ein Betreuungswebinar. Und wir unterstützen euch bei Vertragsänderungen. Es kommt doch immer wieder vor, dass Kunden zu uns sagen, okay, ich möchte die Monatsprämie ändern, ich möchte eine Zuzahlung machen und ich hätte dazu eine kurze Frage und das ist dann in diesem Betreuungspaket dabei. Was wir zusätzlich anbieten als Honorarberater ist eine persönliche Beratung, egal vor dem Kauf, für das Definieren der Finanzziele, zum Definieren des Finanzplans. Aber natürlich auch dann später in der Betreuung. Wir bauen sehr viel auf künstliche Intelligenz. In unserem fynup-Portal hat man sehr viele Möglichkeiten, sich mit KI Fragen beantworten zu lassen. Wichtig ist aber, dass am Ende des Tages, bevor man auf Knöpfe drückt, vielleicht doch noch einmal mit einem Menschen, sollte man vielleicht noch einmal reden, damit man auch wirklich sicher gehen kann, dass man hier die richtigen Entscheidungen trifft.

Und dann haben wir noch den Punkt Nachversteuerung bei Lebensversicherungen vermeiden. Das ist jetzt der zweite Punkt, auf den man aufpassen muss bei dem Thema Flexibilität. Das heißt, der erste Punkt war, wie flexibel bin ich vertraglich? Vertraglich bin ich maximal flexibel, haben wir schon gehört. Jetzt gibt es den Punkt, worauf muss ich aufpassen bei dem Thema Steuern. Und da ist es so, wenn man einmalig investiert, hat man grundsätzlich, da gibt es auch ein Video dazu, wenn man einmalig investiert, hat man grundsätzlich eine Nachversteuerungsfrist von 15 Jahren, die sich reduziert auf 10 Jahre, wenn man beim Abschluss der Versicherungsnehmer und die versicherte Person bereits 50 Jahre oder älter ist. Wichtig, einmalige Investitionen in eine Doppel-Netto-Polizze wirklich nur dann abschließen, nur dann machen, wenn man das Geld wirklich diese 10, 15 Jahre nicht benötigt. Ansonsten ist die Empfehlung, ein Bankdepot, ein Online-Depot oder eine Alternative im Bankdepot-Bereich zu machen. Man könnte zwar grundsätzlich Teilentnahmen machen von bis zu 25 Prozent, davon raten wir aber ab, weil es da gewisse Graubereiche gibt und man sollte das, wie ich vorhin schon gesagt habe, möglichst einfach gestalten und wirklich nur Gelder einmalig investieren in eine Doppel-Netto-Polizze, die eben die nächsten 10, 15 Jahre nicht benötigt werden. Man kann bei einem Einmalerlag zuzahlen bis zum Doppelten der ursprünglichen Summe. Das heißt, wenn man startet Hausnummer mit 30.000 Euro, dann kann man in diesem Vertrag im Laufe der Zeit noch einmal 30.000 Euro zuzahlen, ohne dass sich diese Frist beeinträchtigt wird. Besser ist die Situation steuerlich bei einem Sparplan. Ein Sparplan kennt grundsätzlich keine Nachversteuerung, wenn man auf vier Punkte aufpasst, die wir uns hier ganz kurz anschauen. Der erste Punkt ist, die Prämenzahlungsdauer muss mit der Vertragsdauer ident sein. Das heißt, ich habe vorhin schon kurz gesagt, wenn wir Verträge machen und empfehlen für unsere Kunden, dann läuft der Vertrag bis zum 85. Lebensjahr der versicherten Person. Auch die Prämenzahlungsdauer sollte so lange laufen, damit man hier nicht in eine Nachversteuerungssituation reintappt. Das ist im Prinzip der Grund, warum wir das so lange machen. Wie wir vorher gesehen haben, vertraglich kann man ja sowieso jederzeit die Prämie reduzieren oder beenden. Man darf beim Sparplan zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine Absicht haben, eine Zuzahlung zu machen. Es ist auch wichtig, dass ihr das tatsächlich so handhabt. Wenn ihr bei uns bestellt einen 300-Euro-Sparplan mit 7.000 Euro Zuzahlung, dann wäre das rein steuerrechtlich ein Einmalerlag und könnte bei einem Verkauf in den ersten 15 Jahren zu einer Nachversteuerung führen. Also da bitte aufpassen. Ihr könnt einen Sparplan starten. Sobald ihr die Polizze habt, könnt ihr eine Zuzahlung machen und dann ist es nicht mehr als Einmalerlag zu qualifizieren. Der dritte Punkt ist, Zuzahlungen dürfen Prämien-Summe nicht übersteigen. Das habe ich vorher auch schon gesagt. Das heißt, die monatliche Zahlung mal zwölf Monate mal Vertragslaufzeit ergibt die Prämien-Summe und diese Summe darf nicht durch die Summe aller Zuzahlungen überstiegen werden. Und der letzte Punkt ist gleichmäßige Prämien in den ersten drei Jahren. Wir empfehlen grundsätzlich den Vertrag so aufzusetzen, dass man drei Jahre eine konstante Prämenzahlung leistet. Man könnte theoretisch die Prämie reduzieren bis zu 50 Prozent und die Prämie erhöhen bis zum Doppelten. Sogar auch noch Prämenfreistellung für bis zu einem Jahr. Aber ich empfehle es grundsätzlich nicht. Je ruhiger der Vertrag ist in den ersten drei Jahren, desto eindeutiger wird er als Sparplan qualifiziert. Man kann Zuzahlungen machen, nachdem man die Polizze erhalten hat. Und genau für solche Themen stehen wir natürlich auch gerne zur Verfügung. Wir haben immer 30 Minuten des Erstgesprächs. Es ist kostenfrei und meistens geht es dann genau um solche Themen. Wie lege ich den Vertrag richtig an, dass ich da optimal den Vertrag gestalte? Wenn ich jetzt die vertraglichen Flexibilität mir angeschaut habe, plus die steuerlichen Konsequenzen berücksichtigt habe, dann geht es im Prinzip nur mehr um die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit. Und wie vorher die Vergleichsrechnung schon gezeigt hat, ist es bei langfristigen Geldanlagen mit höherer Rendite schlagt einfach eine Doppel-Netto-Polizze immer ein provisionsfreies Online-Depot. durch die Steuer, aber auch durch den Vorteil der Clean Shares. Wenn man eine Polizze sehr langfristig investiert, hat man noch zusätzlich den Vorteil gegenüber einem Depot, man kann eine optionale Vermögensweitergabe machen oder auch in eine Kindervorsorge, für eine Kindervorsorge investieren. Da habe ich noch einen interessanten Chart zum Abschluss für euch. Wie wäre es in der Vergangenheit gewesen?

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Informationen in diesem Webinar sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.
Wolfgang Staudinger

Autor: Wolfgang Staudinger

Co‐Founder & CEO
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