Die schönste Antwort auf diese Frage liefert ein Mann, den du vielleicht aus „Shark Tank“ kennst, der US-Version von „2 Minuten, 2 Millionen“: Mark Cuban, Unternehmer und langjähriger Besitzer eines NBA-Basketballteams.
1999 verkaufte Cuban seine Internetfirma Broadcast.com an Yahoo – für 5,7 Milliarden Dollar. Der Haken: Er bekam kein Bargeld, sondern Yahoo-Aktien. Und er durfte sie ein halbes Jahr lang nicht verkaufen. Sein ganzes Vermögen hing also an einer einzigen, völlig überhitzten Aktie.
Cuban schaute sich um, sah lauter Firmen, die nur Geld verbrannten, und ahnte: Das kann nicht halten. Also baute er eine Art Versicherung um seine Aktien – ein Konstrukt, das nach unten absicherte und im Gegenzug einen Teil der möglichen Gewinne nach oben abgab. Kostenpunkt: praktisch null.
Eine Zeit lang sah er damit aus wie ein Narr. Yahoo stieg weiter, und Cuban hatte seinen Gewinn freiwillig gedeckelt. „Zu früh“, sagten die anderen. Einige seiner Freunde, die ebenfalls Yahoo-Aktien hielten, machten nicht mit – und verloren später viel Geld.
Denn dann kam der Crash. Yahoo stürzte ab, von über 200 Dollar auf rund 13. Wer einfach gehalten hatte, verlor rund 86 Prozent. Cuban dagegen war geschützt und behielt über eine Milliarde – das Fundament für alles, was danach kam, inklusive seines Basketballteams.
Sein Satz dazu ist legendär: Schweine werden fett, gierige Schweine werden geschlachtet. Man muss nicht den letzten Cent mitnehmen.
Und jetzt das Entscheidende: Cuban ist nicht in Panik geflohen. Er ist investiert geblieben – aber abgesichert. Das ist der Unterschied zwischen Panik und Plan.