Kostenfalle? Fünf Insider-Infos zu beliebten Geldanlagen in Österreich
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- Worum geht es überhaupt? Die Zillmerung in einfach
- 1. Nicht die Methode kostet dich – die Höhe der Provision tut es
- 2. Der Beweis aus der Praxis: Nach 13,5 Jahren haben viele genug
- 3. Der blinde Fleck: Was in der Auszahlungsphase mit deinem Geld passiert
- 4. Wenn ein Gerichts-Sachverständiger die Provisions-Logik kippt
- 5. Sogar der Anbieter sagt: Aktives Management muss nicht teuer sein
- Was du daraus mitnehmen kannst
Ein Fachmagazin nimmt die Kosten unter die Lupe
Kürzlich ist im Magazin „FONDS exklusiv“ ein lesenswerter Artikel zu den Kosten von Lebensversicherungen erschienen: „Kosten unter der Lupe“. Die Redaktion lässt beide Seiten zu Wort kommen – Kritiker wie Verteidiger des bestehenden Systems. Das ist gute Arbeit, und genau deshalb lohnt sich der zweite Blick.
Zur Transparenz vorweg: fynup kommt in diesem Artikel selbst vor. Wolfgang Staudinger, einer der fynup-Gründer, wird darin zitiert. Uns geht es hier aber nicht um Eigenlob, sondern um etwas, das auffällt, wenn man den Text mit dem Wissen liest, wie Geldanlage rechnerisch funktioniert: An mehreren Stellen sagen Branchenvertreter Dinge, die das alte Modell stärker infrage stellen, als es auf den ersten Blick wirkt.
Wir haben fünf dieser Stellen herausgegriffen. Vorher kurz das Grundsätzliche.
Worum geht es überhaupt? Die Zillmerung in einfach
„Zillmerung“ klingt kompliziert, ist aber schnell erklärt: Bei diesem Verfahren werden die Abschlusskosten eines Vertrags gleich zu Beginn verrechnet – in Österreich meist über die ersten fünf Jahre. Der Effekt: In den ersten Jahren arbeitet ein Teil deiner Beiträge nicht für deinen Vermögensaufbau. Sichtbar wird das erst beim Blick auf den Rückkaufswert.
Wichtig: Das Verfahren selbst ist nicht das Problem. Es ist eine Technik – nicht gut, nicht böse. Der wunde Punkt ist die Höhe der Kosten, die hier nach vorne gezogen werden. Genau darum geht es im ersten Punkt.
Was ein kritischer Blick offenbart
Der Artikel bemüht sich erkennbar um Ausgewogenheit – „beide Modelle haben ihre Berechtigung“, heißt es sinngemäß. Und gerade darin liegt die eigentliche Erkenntnis: Selbst mit dem besten Willen zur Fairness lassen sich die konkreten Vorteile der teuren, provisionsfinanzierten Variante kaum noch in Zahlen ausdrücken. Verteidigt wird sie heute vor allem über Vertrauen und über das Gefühl, gut betreut zu sein.
Das sagt viel über ein System, das bei den Kosten den Bogen über die Jahre so weit überspannt hat, dass die handfesten Argumente dünn geworden sind. Mit dieser Erkenntnis liest man die folgenden fünf Stellen anders.
1. Nicht die Methode kostet dich – die Höhe der Provision tut es
Der spannendste Gedanke im Artikel kommt von Wolfgang Staudinger – und er ist subtiler als die Schlagzeile „Die Zillmerung sollte der Vergangenheit angehören“. Denn die eigentliche Frage ist nicht, ob Abschlusskosten auf fünf Jahre verteilt werden oder nicht, sondern wie hoch die Provisionen überhaupt sind.
Sein Punkt: Bei einem Anlageprodukt mit Provision ist über Jahrzehnte nur die Kostenseite fix vereinbart. Was der Berater im Gegenzug tatsächlich leistet, bleibt offen. Du zahlst also etwas Festes für etwas Unbestimmtes – über 20, 30 Jahre.
Dabei gibt es mit der Doppel-Nettopolizze längst eine völlig provisionsfreie Alternative. Weder aus dem Produkt noch aus den Fonds (Kick-Backs) gibt es Rückvergütungen, es fließt von Anfang an deutlich mehr der einbezahlten Gelder in die Veranlagung – und das wirkt sich langfristig äußerst positiv für die Anleger:innen aus.
Dafür bezahlt man für die Beratung direkt ein Honorar – sichtbar und transparent. Und wenn es so digitalisiert ist wie bei fynup, auch noch extrem günstig, wie der Gesamtkostenvergleich offenbart.
2. Der Beweis aus der Praxis: Nach 13,5 Jahren haben viele genug
Hier wird es konkret. Der Artikel verweist auf Zahlen der Versicherungs-Beschwerdestelle im Sozialministerium: Polizzen werden im Schnitt 13,5 Jahre gehalten. Die Zahl steht im Text – nur wird sie nicht zu Ende gerechnet.
Wir tun das mal.
Was nach 13 Jahren wirklich auf deinem Konto steht
Gezillmerte Verträge mit hohen Provisionen (in Rot) kommen oft erst nach rund 13 Jahren überhaupt ins nominelle Plus – also bis zu dem Punkt, an dem du wieder so viel herausbekämst, wie du eingezahlt hast.
Es liegt nahe, dass viele Menschen genau so lange durchhalten: Sie wollen nicht mit Verlust aussteigen und warten, bis der Verlust ausgeglichen ist. Und dann, kaum sind sie bei null, haben viele genug.
Das Bittere daran: Bei null zu sein fühlt sich nach 13 Jahren wie Stillstand an – und ist es auch. Ein konsequent kostengünstiger Vertrag hätte in derselben Zeit längst echten Gewinn aufgebaut – hier in Blau fast 6.000 Euro.
3. Der blinde Fleck: Was in der Auszahlungsphase mit deinem Geld passiert
Die meisten rechnen ihre Altersvorsorge so: Bis zum Pensionsantritt wird angespart, dann wird das gesamte Kapital ausbezahlt – fertig. Genau hier steckt ein Denkfehler.
Denn die wenigsten brauchen ihr Geld auf einen Schlag. Man möchte sein Erspartes ja möglichst lange genießen. Wer diese Genussphase mitdenkt, investiert bleibt und nur entnimmt, was er gerade will oder braucht, verlängert seinen Anlagehorizont enorm – und kann über viele Jahre deutlich mehr herausholen.
Wolfgang Staudinger bringt im Artikel den Grund auf den Punkt, warum gerade eine Gruppe das nicht ignorieren darf: „Klienten ab 50 Jahren haben nicht mehr so viel Zeit.“ Wer später startet, kann die Auszahlungsphase nicht dem Zufall überlassen – sie ist sein wichtigster Hebel.
Wie stark dieser Hebel wirkt, zeigen wir in einem eigenen Artikel: Mit 50 zu alt für Pensionsvorsorge? Wie die Genussphase alles ändert. Der fynup-Rechner ist übrigens einer der wenigen, der diese Phase überhaupt mitberechnet.
4. Wenn ein Gerichts-Sachverständiger die Provisions-Logik kippt
Ein häufiges Argument für Provisionen lautet: Sie sichern die laufende Beratung. Dem widerspricht im Artikel ausgerechnet jemand, der zur Objektivität verpflichtet ist – Markus Reindl, gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Lebensversicherungen. Seine nüchterne Beobachtung: Den Vermittler sieht man nach Abschluss häufig nie wieder. Eine laufende Vergütung sollte die Motivation, sich wirklich zu kümmern, eher erhöhen.
Dass dieser Einwand von einem unabhängigen Sachverständigen kommt, gibt ihm besonderes Gewicht.
Fairerweise nennt Reindl auch klare Pluspunkte der Versicherung – und die unterschlagen wir nicht: Fondsgebundene Lebensversicherungen haben einen echten Steuervorteil (KESt-freie Erträge), und nur eine Versicherung kann eine lebenslange Rente garantiert auszahlen.
Nur: Genau dieser Steuervorteil gilt auch für die Doppel-Nettopolizze. Du musst für ihn also keine Provision bezahlen. Er ist kein Argument für teure Verträge – er wird nur gern als eines verkauft.
5. Sogar der Anbieter sagt: Aktives Management muss nicht teuer sein
Der vielleicht deutlichste Hinweis auf ein Umdenken kommt von der Produktseite selbst. Maria Wagner, bei Standard Life für die Produktentwicklung zuständig, nennt im Artikel die „Clean Share Classes“ – bei uns kurz: Clean-Shares – ausdrücklich als Weg zu einer schlanken Kostenstruktur. Und sie sagt, dass ungezillmerte Tarife zunehmend angeboten werden, in Deutschland wie in Österreich.
Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert.
Erstens: Wer Clean-Shares kauft, tut das, um sich auf der Fondsebene die Provisionen zu sparen. Dann aber ist es nur konsequent, sich diese Provisionen auch in der Polizze selbst zu sparen – denn Clean-Shares werden durchaus auch in provisionsbehafteten Verträgen angeboten. Die Kosten auf der einen Ebene sauber herauszunehmen und sie auf der anderen wieder hineinzupacken, wäre unlogisch. Zu Ende gedacht führt der Weg deshalb klar zur Doppel-Nettopolizze, die auf beiden Ebenen provisionsfrei ist. (Was Clean-Shares genau sind, erklären wir hier.)
Zweitens: Es ist ein Signal, dass aktives Management wieder interessanter wird. Jahrelang galt der ETF vielen als die einzige vernünftige Antwort – zu Recht ein guter, günstiger Baustein. Doch immer mehr Anlegerinnen und Anleger erkennen, dass auch reine Indexlösungen ihre Tücken haben, etwa wenn ein Markt teuer bewertet ist. (Mehr dazu: 3 Anzeichen, dass dein ETF gerade viel zu teuer einkauft.) Aktives Management als Beimischung gewinnt damit an Bedeutung – und es muss nicht teuer sein, wie zum Beispiel durch Clean-Shares in der Doppel-Nettopolizze besonders kostengünstig möglich.
Der eigentliche Befund: Es sind nicht mehr nur die Honorarberater, die so argumentieren. Die Branche selbst beginnt, in diese Richtung zu denken.
Was du daraus mitnehmen kannst
Am Ende bleibt ein klares Bild:
- Vermeide Provisionen. Sie sind intransparent und die Beratung wirkt scheinbar gratis – tatsächlich ist sie extrem teuer. Die Vorteile lassen sich, wie der Artikel zeigt, kaum noch argumentieren.
- Vermeide die Zillmerung. Sie führt dazu, dass dir in den ersten Jahren hohe Abschlusskosten abgezogen werden – du bist jahrelang im Minus, obwohl du brav einzahlst.
- Setz auf transparentes Honorar. Durch die Digitalisierung bei fynup ist Honorarberatung kein Luxus für wenige mehr, sondern leistbar für alle.
Der Artikel endet mit einem Satz, dem wir zustimmen: Kein Produkt ist pauschal das beste – Kosten, Zeithorizont, Flexibilität und Beratungsmodell müssen zusammenpassen.
Genau deshalb macht der fynup-Rechner die Auswirkungen der Zahlen sichtbar, statt sie im Kleingedruckten zu verstecken.
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