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Finanzprodukte optimieren und 60.000 Euro* sparen!

Viele Finanzverträge kosten heimlich ein Vermögen – durch hohe Gebühren und schlechte Produktqualität. Mit dem fynup Geldanlage-Check weißt du in 15 Minuten, wo du Geld verlierst.

Im kostenlosen Live-Webinar lernst du, wie du Struktur, Qualität und Kosten deiner Produkte verstehst – und welche konkreten Schritte deine Situation sofort verbessern.

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Überblick der relevanten Produktgruppen in Österreich

Geldwertbasierte Produkte (zinsabhängig)

  • Banksparen, Bausparen, Sparbücher, Festgeld, variabel verzinste Gelder
  • Klassische Lebens- und Rentenversicherungen
  • Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (seit 2002, viele Altverträge noch aktiv)
  • Gemeinsames Merkmal: Investieren überwiegend in Geldwerte, stark zinsabhängig
  • Kernproblem: Inflation übersteigt derzeit die Zinsen → realer Kaufkraftverlust nach Kosten und Steuern

Sachwertbasierte Produkte (ohne zwingenden Bank-/Versicherungsbedarf)

  • Edelmetalle (Gold, Silber): direkt erwerbbar z.B. über Münze Österreich oder Philoro
  • Immobilien: als Direktinvestition, Vorsorgewohnung, Fonds oder Bauherrnmodell

Kapitalmarktbasierte Produkte (langfristig attraktivste Optionen)

Inflation als zentrales Risiko

  • Kumulierter Kaufkraftverlust der letzten 6 Jahre: ca. 30%
  • Wer 100.000 Euro vor 6 Jahren am Sparbuch hatte, besitzt heute real nur noch ca. 70.000 Euro
  • Nominale Zahl bleibt gleich → Inflation wird oft nicht wahrgenommen
  • Künftige Inflation eher bei 3% als bei 2% erwartet

Historischer Vergleich: 10.000 Euro Einmalanlage über 50 Jahre

  • Sparbuch: nominaler Gewinn ca. 11.000 Euro, aber Inflation ca. 30.000 Euro → realer Verlust ca. 20.000 Euro
  • Anleihenfonds (z.B. Erste Bond Combi-Rent): Inflationsausgleich über gesamten Zeitraum, in den letzten 20 Jahren jedoch kaum mehr möglich
  • Globaler Aktienfonds (kosten- und steuereffizient in Doppelnettopolizze): Gewinn ca. 1,2 Millionen Euro bei durchschnittlich über 11% Rendite p.a.

Kostenoptimierung bei nettopolizze">Fondspolizze

Rechenbeispiel: 300 Euro Monatssparplan, 30 Jahre, 7% Marktrendite

  • Durchschnittliches Provisionsprodukt: ca. 100.000 Euro Gewinn
  • Doppelnettopolizze (provisionsfreies, kosten- und steueroptimiertes Produkt): ca. 165.000 Euro Gewinn
  • Differenz: ca. 60.000 bis 65.000 Euro

Faustregel für Einsparungspotenzial

  • Pro 100 Euro Monatssparplan und 30 Jahren Laufzeit bei 7% Rendite: ca. 20.000 Euro Mehrertrag
  • Gleiches gilt für einen Einmalerlag von 10.000 Euro

Steuervorteil der nettopolizze">Fondspolizze gegenüber dem Wertpapierdepot

  • nettopolizze">Fondspolizze: 4% Eingangssteuer auf Prämien, alle Gewinne steuerfrei
  • Wertpapierdepot: 27,5% Kapitalertragsteuer (KESt) auf Gewinne

Rechenbeispiel Entnahmephase: 300 Euro Sparrate, 30 Jahre, 7% Rendite, danach 1.580 Euro monatliche Entnahme

  • Online-Depot: Kapital nach ca. 24 Jahren Entnahme aufgebraucht
  • Doppelnettopolizze: Kapital bleibt dauerhaft erhalten trotz monatlicher Entnahme
  • Differenz: ca. 300.000 Euro

nettopolizze vs. Doppelnettopolizze

Zwei Provisionsebenen

  • Ebene 1: Provision an den Vermittler (Berater/Makler)
  • Ebene 2: Provision aus den investierten Fonds an den Anbieter oder Vermittler

Definitionen

  • nettopolizze: keine Provision an den Vermittler, jedoch können aus aktivn Fonds weiterhin Fondsprovisionen anfallen
  • Doppelnettopolizze: beide Provisionsebenen entfallen vollständig

Konkretes Kostenbeispiel: Comgest Growth Global (aktiver Fonds)

  • Bei ÖBV: laufende Kosten 2,21% p.a.
  • Bei Standard Life: laufende Kosten 1,11% p.a.
  • Differenz von 1,1% p.a. ergibt über 30 Jahre einen Unterschied von ca. 45.000 Euro
  • Ursache: Fondsgesellschaften erheben bei manchen Anbietern höhere Gebühren und geben die Differenz als Provision weiter

Empfehlung bei reiner ETF-Nutzung

  • Bei ausschließlicher ETF-Investition sind nettopolizze und Doppelnettopolizze in der Kostenstruktur vergleichbar
  • Dennoch empfohlen: Doppelnettopolizze wählen, um Flexibilität für aktivs Management offenzuhalten

Klassische Lebensversicherung und Zukunftsvorsorge

Bewertung auf Basis geprüfter Produkte

  • Monatssparplan 100 Euro, 30 Jahre → 36.000 Euro eingezahlt
  • Notwendiger Mindestgewinn zum Ausgleich von Inflation, Kosten und Steuern: ca. 20.000 Euro
  • Die meisten geprüften Produkte liegen knapp über oder unter dieser Verlustgrenze
  • Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge zeigt oft noch schlechtere Ergebnisse

Handlungsoptionen bei bestehenden Verträgen

  • Prämienfreistellung
  • Kündigung
  • Prämienreduktion
  • Konkrete Empfehlung nur auf Basis vollständiger Finanzanalyse möglich (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Verbindlichkeiten, Ziele)

Aktives Management vs. passive ETFs

Aktuelle Markteinschätzung

  • Deutliche Anzeichen einer Überhitzung an den Aktienmärkten
  • Vergleich mit Dotcom-Blase 2000: damals Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 10x, heute z.B. SpaceX mit ca. 100x
  • Beispiel Deutsche Telekom: Kurs 2000 bei ca. 88 Euro, danach -90%, bis heute kein Ausgleich für Käufer am Höchststand

Empfehlung zur Portfoliostruktur

  • Nicht 100% passive ETFs, sondern gezielte Selektion
  • Empfohlene Mischung: ca. 50% aktivs Management, 50% passive ETFs
  • Aktive Fonds ermöglichen Ausschluss überbewerteter Einzeltitel (z.B. Nvidia, Broadcom, Palantir, SpaceX)
  • Flexibilität zur Umschichtung zwischen aktivm und passivem Management sollte im Produkt vorhanden sein

Produktprüfung und Beratungsangebote bei fynup

Selbstprüfung über fynup-Portal

  • Produktsuche mit 9 Produktgruppen inkl. Renditeerwartung, Risiko, Kosten, Vor- und Nachteilen
  • KI-Prüfung: PDF-Upload (Polizze, Depotauszug) oder manuelle Eingabe von Gesellschaft und Produkt
  • Bewertungsscore mit Detailanalyse zu Stärken, Schwächen und Handlungsoptionen
  • Produktvergleich und Lösungsvorschläge über die Funktion „Lösung"

Beratungspakete

  • QuickCheck: kostenlose Erstberatung (einmalig)
  • FlexCheck: für kurze Einzelfragen
  • Komplettpaket: vollständige Produktprüfung
  • Mentoring-Paket: intensivere Begleitung mit Finanzplan, ca. 3 Sitzungen inkl. Hausaufgaben
  • Betreuungspaket Doppelnettopolizze: ab 5 Euro/Monat, inkl. Markt-, Fonds- und Produktmonitoring, jährliches Live-Webinar, einfache Vertragsänderungen

Honorarberatung als Grundprinzip

  • Keine Provisionen aus Produkten
  • Vollständige Unabhängigkeit vom Produktverkauf
  • Interessenskonflikte wie bei Banken, Versicherungsberatern oder Private Banking werden vermieden

Verpasse keine Details

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Transkript zum Nachlesen und Suchen

Herzlich willkommen zum heutigen Webinar von fynup mit dem Titel „Finanzprodukte optimieren und 60.000 Euro sparen". Wie das ohne Qualitätsverlust und ohne Risikoerhöhung möglich ist, besprechen wir heute. Das Thema lautet: Finanzprodukte optimieren und 60.000 Euro sparen. Wie das möglich ist, schauen wir uns in den nächsten 50 Minuten an. Das Webinar ist in drei Teile gegliedert: erstens, wie du die Grundstruktur eines Finanzproduktes verstehst; zweitens, wie du die Qualität und Kosten misst und optimierst; und drittens, welche konkreten Schritte deine Situation sofort verbessern. Wir wollen schnell ins Handeln kommen. Wir haben heute einen guten Querschnitt durch alle Produktgruppen. Am Ende des Webinars gehen wir auf ein besonders interessantes Thema ein: den Unterschied zwischen einer Nettopolizze und einer DoppelNettopolizze, der zunehmend an Relevanz gewinnt. Bevor wir beginnen, noch kurz der Haftungshinweis: Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Gewinne zu. Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, jedoch ersetzen Webinare keine individuelle Anlageberatung. Als Honorarberater stehen wir gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Geldanlagen bergen Risiken.

Schauen wir uns die acht relevantesten Produktgruppen an, die in Österreich hauptsächlich gekauft – oder besser gesagt verkauft – werden. In Österreich besteht leider die Situation eines Verkäufermarktes. Die meisten Konsumentinnen und Konsumenten kümmern sich zu wenig um ihr eigenes Erspartes. Dadurch kommt man früher oder später mit einer Bank, einem Versicherungsberater oder einem Vermögensberater in Kontakt, der ein Produkt empfiehlt und verkauft, ohne dass Kunden in der Regel selbstbewusste Entscheidungen treffen. Man verlässt sich auf den Berater und kauft das Produkt in der Annahme, dass es im besten Interesse des Konsumenten ist. Dass diese Produkte häufig optimierungsbedürftig sind und wie ihr das selbst prüfen könnt, schauen wir uns heute an. Ihr müsst uns dabei genauso wenig Vorschussvertrauen entgegenbringen wie jedem anderen, denn das lässt sich anhand harter Fakten prüfen.

Bevor wir in die einzelnen Produkte einsteigen, hier ein Überblick der acht relevanten Produktgruppen. Auf der linken Seite finden wir Banksparen, Bausparen – in Österreich aufgrund der Prämienförderung sehr beliebt –, Sparbücher, Festgeld und variabel verzinste Gelder. Ebenfalls sehr verbreitet ist die klassische Lebens- oder Rentenversicherung zur Altersvorsorge. Seit 2002 gibt es zudem die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge. Diese verliert zwar zunehmend an Bedeutung, jedoch existieren noch immer sehr viele Verträge in Österreich mit einem hohen veranlagten Volumen. Wer ein solches Produkt besitzt, sollte es sich genau ansehen. Was haben die Produkte auf der linken Seite gemeinsam? Sie investieren überwiegend in sogenannte Geldwerte und sind damit stark von den Zinsen abhängig. Der Gegenspieler der Zinsen ist die Inflation. Da die Inflation derzeit in der Regel höher ist als die Zinsen, verliert man mit diesen Produkten nach Abzug von Inflation, Kosten und Steuern real Geld. Dennoch liegt der größte Teil der Ersparnisse in diesen Produkten. Wie man solche Produkte prüfen kann, schauen wir uns im Folgenden an.

Darunter finden wir Immobilien und Edelmetalle, die etwas dunkler eingefärbt sind. Der Grund dafür ist, dass man für diese Produktgruppen keine Bank und keine Versicherung benötigt. Edelmetalle wie Gold oder Silber können direkt bei der Münze Österreich oder physisch erworben und sicher aufbewahrt werden. Immobilien können in Form von Fonds, über verschiedene rechtliche Modelle wie das Bauherrnmodell oder direkt zur Eigennutzung oder Vermietung als Vorsorgewohnungen erworben werden. Diese zwei Produktgruppen haben die Besonderheit, dass sie nicht zwingend eine Bank oder Versicherung erfordern. Die Produkte auf der linken Seite hingegen – Bank-, Bauspar- und Versicherungsprodukte – können ausschließlich bei Banken und Versicherungen erworben werden.

Rechts oben befinden sich die zwei aus heutiger Sicht und langfristig interessantesten Produktgruppen: fondsgebundene Lebensversicherungen, kurz Nettopolizze">Fondspolizzen, bei denen Fonds und ETFs über eine Versicherungshülle erworben werden, sowie Wertpapierdepots, bei denen Fonds und ETFs direkt gehalten werden. Wertpapierdepots können bei Online-Brokern wie Flatex, Trade Republic, Easy Bank oder Dadat sowie bei der Hausbank oder anderen Banken geführt werden. In diesen zwei Produktgruppen ist man sehr flexibel und kann in verschiedene Anlageklassen investieren, darunter Anleihen, Aktien oder Geldmarktfonds.

Damit haben wir einen Überblick über die Produktgruppen. Wir beginnen mit der linken Seite, also den Produkten, die in Geldwerte investieren. Für diese bieten wir einen Schnellcheck an. Auf unserer Website findet ihr im Footer unter „Produktsuche" eine Übersicht von neun Produktgruppen – nicht acht, da wir die fondsgebundene Lebensversicherung in eine Variante mit Provision und eine DoppelNettopolizze beziehungsweise Nettopolizze ohne Provision unterteilt haben, da diese unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Dort findet ihr Kurzinformationen, Details, Renditeerwartungen, Risikobewertungen, Zeithorizonte, Kosten sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Produktgruppen. Das ist eine Möglichkeit, Produkte selbst zu analysieren: Welche Produkte habe ich oder wird mir angeboten? Zu welcher Produktgruppe gehört das? Hier erhalte ich einen ersten Überblick.

Wenn du ein konkretes Produkt hast oder angeboten bekommst, ist das eine Spezialität von fynup. Unser Ziel ist es, dass ihr eure Produkte selbstständig prüfen und die besten am Markt finden könnt. Dazu zeige ich wieder den Chart, den ich bereits in einem früheren Webinar gezeigt habe. Bezogen auf einen Monatssparplan von 300 Euro über 30 Jahre bei einer angenommenen Marktrendite von 7% würde ein durchschnittliches Provisionsprodukt einen Gewinn von 100.000 Euro ergeben, während eine DoppelNettopolizze – also ein provisionsfreies, kosten- und steueroptimiertes Produkt, wie wir es empfehlen und vermitteln – 165.000 Euro ergibt. Als Faustregel gilt: Pro 100 Euro Monatssparplan und 30 Jahren Laufzeit bei 7% Marktrendite kann man rund 20.000 Euro mehr Rendite erwarten, ebenso bei einem Einmalerlag von 10.000 Euro. Das sind Summen, über die es sich lohnt nachzudenken.

Ich möchte an dieser Stelle an alle appellieren – und alle, die heute dabei sind, haben die Zeichen der Zeit erkannt, dass man auf Kosten und Steuern achten muss. Bitte gebt das auch weiter, denn der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher, etwa 80 bis 90 Prozent, macht sich leider keine Gedanken darüber. Viele verbringen sehr viel Zeit mit der Auswahl des besten Fahrrads, der Küche oder eines Autos, aber ein durchschnittlicher Kunde bei uns hat einen Sparplan von 300 Euro im Monat – und dabei geht es um 60.000 Euro. Wenn man die Genussphase mitberücksichtigt, also die Zeit nach der Pensionierung, in der das angesparte Geld entnommen wird, geht es um noch mehr. Das Sparen endet nicht mit dem Pensionsantritt, sondern man spart einige Jahre, geht dann in Pension und möchte das Geld genießen – vielleicht sogar früher. Es geht also um sehr viel Geld, und deshalb ist es wichtig, die Geldanlage mit Strategie und Bewusstsein zu gestalten.

Was kann man auf unserer Website tun? Ihr findet diese Seite bei fynup.at unter „Prüfen" – das ist sehr neu und wurde kürzlich überarbeitet. Dort könnt ihr verschiedene Versicherungsgesellschaften auswählen. Als Beispiel habe ich die Donauversicherung gewählt, die verschiedene Produkte anbietet, darunter fondsgebundene Lebensversicherungen, prämienbegünstigte Zukunftsvorsorgen und klassische Lebensversicherungen. Wenn ich eine klassische Lebensversicherung auswähle und auf „Schnellprüfung" klicke, erhalte ich eine Erstinformation. Das ist als solche zu betrachten. Für detailliertere Informationen bieten wir Honorarberatung an. Den QuickCheck kann jeder einmalig kostenlos buchen. Das ist eine Erstberatung, die wir gerne kostenfrei anbieten. Niemand soll die Katze im Sack kaufen müssen. Wir geben eine Einordnung der Situation und eine Empfehlung für die nächsten Schritte. Als Honorarberater verdienen wir keine Provisionen an Produkten und sind daher vom Produktverkauf unabhängig. Das ermöglicht es uns, nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten. Deshalb ist es sinnvoll, für eine Beratung etwas zu bezahlen und dafür langfristig sehr viel Geld zu sparen.

Was sieht man bei der Produktgruppe klassische Lebens- oder Rentenversicherung? Wir haben bereits hunderte solcher Produkte geprüft und sehen einen klaren Trend. Bei einem Monatssparplan von 100 Euro über 30 Jahre hätte man 36.000 Euro eingezahlt. Wir stellen alles in einer Gewinn-Verlust-Rechnung dar. Die graue Fläche zeigt, wie viel Gewinn hätte erwirtschaftet werden müssen, damit das Geld nach Abzug aller Kosten und Steuern real keinen Verlust erleidet – das wären knapp 20.000 Euro. Wird dieser Gewinn nicht erreicht, entstehen reale Verluste. Die meisten geprüften Produkte liegen knapp über oder unter dieser Linie. Ähnliches gilt für die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge, die oft noch unbefriedigendere Ergebnisse zeigt.

Wie geht man damit um? Hier empfiehlt sich eine persönliche Beratung, da die Handlungsempfehlung von der individuellen Situation abhängt. Im Webinar können wir nur Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, keine konkreten Empfehlungen geben. Solche Verträge können prämienfrei gestellt, gekündigt oder die Prämien können reduziert werden. Welche Option sinnvoll ist, lässt sich nur auf Basis eines vollständigen Bildes der Finanzsituation beurteilen: Einnahmen, Ausgaben, monatlicher Überschuss, Vermögen, Verbindlichkeiten, bestehende Produkte und Finanzziele. Passen die Produkte zu den Zielen? In der Praxis ist das häufig nicht der Fall. Wichtig ist: Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge und der klassischen Lebensversicherung ist aufgrund der aktuellen Situation – geringe Zinsen, hohe Inflation, die auch künftig eher bei 3% als bei 2% liegen dürfte – wenig Hoffnung, den Geldwert real zu erhalten.

Wir haben mehrere hundert Produkte von verschiedenen Anbietern erfasst. Wenn ein Produkt nicht in der Liste aufscheint, bitte eine E-Mail an office@fynup.at senden und die Unterlagen übermitteln. Wir pflegen das Produkt ein, sofern wir die notwendigen Informationen zu den Kostenstrukturen erhalten. Der nächste Schritt wäre dann eine persönliche Beratung. Unter „Beratung buchen" stehen verschiedene Pakete zur Verfügung: der kostenlose QuickCheck als Erstberatung, der FlexCheck für kurze Fragen, das häufig gewählte Komplettpaket zur Produktprüfung sowie das Mentoring-Paket für eine intensivere Begleitung mit Finanzplan. Das Mentoring umfasst in der Regel drei Sitzungen mit Hausaufgaben und weiterführenden Materialien zur Vorbereitung. Durch die digitale Finanzberatung wird das Ganze kostengünstig, überschaubar und qualitativ hochwertig.

Der erste Schritt, den ich heute mitgeben möchte: Rechne bei Geldanlagen immer mit der Inflation, insbesondere bei langfristigen Anlagen. In den letzten sechs Jahren haben wir kumuliert 30% des Geldwertes durch Inflation verloren. Diese Grafik des ORF deckt sich vollständig mit unseren Berechnungen. Wer in diesem Zeitraum nicht durch Zinsen entschädigt wurde, hat real 30% seines Ersparten verloren. Wer vor sechs Jahren – also über die Laufzeit eines Bausparers – 100.000 Euro hatte, besitzt heute real nur noch 70.000 Euro. Leider erkennen viele Menschen diesen Inflation nicht, weil die nominale Zahl auf dem Sparbuch unverändert bleibt, während alles andere teurer geworden ist: Wohnen, Betriebskosten, Treibstoff, Lebensmittel. Der Inflation ist ein entscheidender Faktor, insbesondere beim langfristigen Sparen.

Wie kann man dem Inflation entgegenwirken? Betrachten wir eine Einmalzahlung von 10.000 Euro über die letzten 50 Jahre. Am Sparbuch hätte man einen nominalen Gewinn von rund 11.000 Euro erzielt, jedoch hätte die Inflation 30.000 Euro abgerieben, was einem realen Verlust von 20.000 Euro entspricht. Mit einem Anleihenfonds – als Beispiel der Erste Bond Combi-Rent, der seit 50 Jahren existiert – hätte man den Inflation über den gesamten Zeitraum ausgeglichen. In den letzten 20 Jahren wäre das jedoch nicht mehr gelungen. Die Situation hat sich verändert: Früher konnte man mit Anleihen den Inflation gut ausgleichen, in den letzten 10 bis 20 Jahren ist das kaum mehr möglich, und auch die künftige Erwartungshaltung ist verhalten.

Mit Aktien hingegen konnte der Inflation bei Weitem ausgeglichen werden. Bei einem Inflation von 30.000 Euro hätte ein globaler Aktienfonds, kosten- und steuereffizient in einer DoppelNettopolizze gehalten, einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro erzielt. Warum macht das nicht jeder? Weil man die Schwankungen aushalten muss. Aktienfonds entwickeln sich nicht linear, sondern es gibt starke Aufwärtsphasen und lange Rückgänge. Von 2000 bis 2003 verlor der globale Aktienmarkt vom Höchststand 50%, erholte sich bis 2007 und verlor dann in der Finanzkrise erneut 50%. Das ist schmerzhaft, und nicht alle halten das durch. Wer solche Schwankungen langfristig aushält und langfristig investiert und entnimmt, für den werden diese Wertschwankungen zunehmend bedeutungslos. Entscheidend ist die durchschnittliche Rendite. Im betrachteten Zeitraum wurden über 11% erzielt. Wir rechnen für die Zukunft konservativ mit 7%, was jedoch ausreicht, um den Inflation gut auszugleichen.

Wenn man sich für Aktien und Aktienfonds oder ETFs entscheidet, ist beim Einstieg Vorsicht geboten. Das ist ein Thema für die individuelle Beratung, da es stark auf die persönliche Situation ankommt. Es macht einen Unterschied, ob man bereits 50.000 bis 100.000 Euro in Wertpapiere investiert hat und diese nur kosten- und steuereffizienter umschichten möchte, oder ob man bisher alles am Sparbuch hatte und nun erstmals in Aktien investieren möchte. Wir sehen derzeit klare Anzeichen einer Überhitzung an den Aktienmärkten und einer möglichen Korrektur. Niemand kann das mit Sicherheit vorhersagen, und wir betonen stets, dass wir keine Glaskugel besitzen. Dennoch deuten die Zeichen eindeutig auf eine gewisse Überhitzung hin. Unsere Empfehlung ist daher, selektiver vorzugehen: nicht alles in passive ETFs und nicht alles in den breiten Markt zu investieren, sondern gezielt Unternehmen, Sektoren oder aktive Fondsmanager auszuwählen. Wir haben Fondsmanager, die in Amerika nicht in 500 Unternehmen wie der S&P 500 investieren, sondern die 30 interessantesten Unternehmen auswählen. Dazu gibt es bereits ein Webinar von uns: „ETFs – Risiken erkennen, Chancen nutzen". Wir empfehlen ETFs, aber nicht zu 100%. Wer möchte, kann das tun, sollte jedoch darauf achten, Produkte zu wählen, die die Flexibilität bieten, den ETF-Anteil bei Bedarf kurzfristig zu reduzieren und später wieder zu erhöhen.

Ich möchte an dieser Stelle eine Wiederholung aus einem der letzten Webinare einbringen. Im Jahr 2000 gab es eine absolute Übertreibung an den Börsen, die sogenannte Dotcom-Blase. Viele Internetunternehmen gingen an die Börse, von denen viele heute nicht mehr existieren. Einige wenige haben ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt. Ein bekanntes Beispiel ist Sun Microsystems, das damals stark gestiegen und dann um 90% gefallen ist. Der ehemalige CEO Scott McNealy sagte dazu sinngemäß: Das Unternehmen wurde an der Spitze mit dem Zehnfachen des Umsatzes bewertet. Das bedeutet, man hätte zehn Jahre lang 100% des Umsatzes als Dividenden ausschütten müssen – ohne Kosten, ohne Forschung, ohne Steuern, ohne Mitarbeitergehälter –, um den Kaufpreis zu rechtfertigen. Man dürfe sich daher nicht wundern, wenn man 90% des Wertes verliert. Im Nachhinein ist das natürlich leicht zu erkennen. Die Frage ist, ob es heute wieder Anzeichen für eine solche Phase gibt. Ich meine: ja. SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, ist vor wenigen Wochen mit einer Kurs-Umsatz-Bewertung von nahezu 100 an die Börse gegangen – ein Vielfaches der damaligen Bewertungen. Auch OpenAI und Anthropic planen Börsengänge. Das sind möglicherweise sehr interessante Unternehmen mit langfristig guten Geschäftsmodellen. Die Frage ist jedoch, ob der Preis, den man heute dafür bezahlt, gerechtfertigt ist.

Das zeige ich anhand des Beispiels der Deutschen Telekom. Ich war selbst dabei: Ich habe 1997 und 1998 mit der Finanzberatung begonnen. Der Kurs der Deutschen Telekom explodierte im Jahr 2000 auf nahezu 88 Euro pro Aktie, fiel dann um 90%. Das Unternehmen existiert nach wie vor, schüttet heute eine Dividende von 3% aus, und wer 2010 oder 2011 eingestiegen ist, hat seinen Einsatz mehr als verdoppelt. Die Deutsche Telekom wird voraussichtlich noch viele Jahrzehnte am Markt sein und gute Gewinne ermöglichen – aber nicht für jene, die im Jahr 2000 nahe dem Höchststand gekauft haben. Diese haben bis heute, 26 Jahre später, keine Freude mit dieser Aktie gehabt, und die meisten haben sie zwischenzeitlich mit Verlust verkauft. Es ist immer eine Frage des Preises. Dafür gibt es Strategien: selektiver vorgehen, nicht den breiten Markt kaufen, sondern mit aktivem Fondsmanagement gezielt auswählen. Apple, Alphabet und Amazon können gekauft werden, während Unternehmen wie SpaceX, Nvidia, Broadcom oder Palantir, die möglicherweise überteuert sind, gemieden werden. Wir sehen in unseren Beratungen, dass Konsumentinnen und Konsumenten stark von ETF-Inhalten beeinflusst werden. ETFs sind gut, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann es sinnvoll sein, zumindest einen gewissen Anteil in aktives Management umzuschichten.

Welche Möglichkeit hat man als Konsument? Man wird mit Informationen überflutet. Die Frage ist, wie diese Informationen zur persönlichen Situation passen. Das ist die Aufgabe individueller Beratung. Diese Beratung darf jedoch nicht so viel kosten wie üblich. Bei Banken, Versicherungsberatern, Vermögensberatern, Private Banking und Family Offices werden Beratungsleistungen nicht direkt als Honorar verrechnet, sondern über teure Produkte finanziert. Daraus entsteht fast unvermeidlich ein Interessenskonflikt. Deshalb haben wir unser System auf Honorarberatung aufgebaut, um wirklich produktunabhängig beraten zu können. Der entscheidende Punkt ist immer das Produkt: Ist es teuer, nützt die beste Beratung nichts. Zunehmend wichtig wird auch die laufende Betreuung. Kunden, die vor vier oder fünf Jahren investiert haben, erleben Veränderungen in ihrer persönlichen Situation, an den Märkten und in der Informationslage. Als digitaler Finanzberater stehen wir jederzeit für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung und versuchen, so viel wie möglich über digitale Wege abzubilden, um die Kosten gering zu halten. Unser Betreuungsangebot umfasst unter anderem ein Paket für 5 Euro im Monat für die Betreuung von DoppelNettopolizze, inklusive Markt-, Fonds- und Produktmonitoring, einem Live-Webinar bei Bedarf oder einmal jährlich sowie einfachen Vertragsänderungen.

In der persönlichen Finanzberatung ist es wichtig, auch andere Anlageklassen zu berücksichtigen. Neben Aktien kann es durchaus sinnvoll sein, Gold beizumischen, da sich Gold unterschiedlich zu Aktien verhält. In den letzten Jahren ist Gold stark gestiegen. Dazu gibt es einen informativen Artikel mit Podcast und Video zum Thema „Gold – der Spiegel unseres Geldes". Als Honorarberater muss man keine teuren Goldprodukte verkaufen, sondern kann einfach empfehlen, Gold physisch zu erwerben, etwa über die Münze Österreich oder Philoro, ohne dass dabei kostenintensive Produkte notwendig sind. Immobilien haben im Vergleich weniger gut abgeschnitten, sind jedoch ein eigener Bereich. Für individuelle Fragen dazu gibt es einen Artikel zum Thema Kaufen versus Mieten sowie die Möglichkeit, in einer Beratung die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken durchzurechnen.

Damit wurden die sechs Produktgruppen – Edelmetalle, Gold, Immobilien und die vier weiteren Kategorien – grob überblickt. In den verbleibenden 20 Minuten konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die Nettopolizze">Fondspolizzen und das Wertpapierdepots, da hier die besten Möglichkeiten zur mittel- und langfristigen Vorsorge liegen: das Wertpapierdepots für mittelfristige und die Nettopolizze">Fondspolizzen für längerfristige Anlageziele, aufgrund des Steuervorteils.

Der Vorteil der Nettopolizze">Fondspolizzen besteht darin, dass auf Gewinne keine Kapitalertragsteuer anfällt. Es wird lediglich eine Eingangssteuer von 4% auf die Prämien erhoben, während alle Gewinne steuerfrei sind. Beim Wertpapierdepots besteht zwar mehr Flexibilität, jedoch fällt eine Kapitalertragsteuer von 27,5% auf die Gewinne an. Je nach individueller Situation sollte geprüft werden, welches Produkt am besten geeignet ist. Empfehlenswert ist es, beide Produkte zu nutzen, da sie unterschiedlichen Zielen dienen. Im Bereich Wertpapierdepots ist geplant, voraussichtlich ab September eine eigene Depotlösung als klares Pendant zu passive ETFs anzubieten.

Zur Veranschaulichung folgt eine Produktprüfung am Beispiel von Flatex. Gibt man etwa „Flatdex" ein, erhält man sofort eine grafische Darstellung. Ein ETF im Flatex-Depot ist grundsätzlich sehr kostengünstig, jedoch wird bei der Entnahme die Steuer relevant. In einem Beispiel mit 300 Euro monatlicher Sparrate über 30 Jahre bei 7% Marktrendite und einer anschließenden monatlichen Entnahme von 1.580 Euro ab dem 31. Jahr zeigt sich Folgendes: Nach 30 Jahren wurden 108.000 Euro eingezahlt. Während der Entnahmephase sinkt das eingezahlte Kapital schrittweise auf null, danach handelt es sich um eine reine Effektivbetrachtung. Durch den Steuervorteil der Doppelnetto-Polizze bleibt das Kapital dauerhaft erhalten, obwohl monatlich 1.580 Euro entnommen werden. Bei einem Online-Depot hingegen ist das Kapital nach 24 Jahren Entnahme aufgebraucht. Der Unterschied beträgt in diesem Szenario knapp 300.000 Euro. Das verbleibende Kapital in der Doppelnetto-Polizze kann an Kinder oder Enkel übertragen oder für höhere Entnahmen genutzt werden.

Diese Berechnungen sind im Portal unter dem jeweiligen Produkt einsehbar. Es stehen zwei Prüfmöglichkeiten zur Verfügung: die KI-Prüfung im fynup-Portal sowie die persönliche Beratung. Bei der Online-Beratung werden die Unterlagen eingeschickt, ein Termin gebucht und die Situation besprochen. Empfohlen wird, das kostenlose Erstgespräch, den sogenannten Quick-Check, zu nutzen. Die anschließende kostenpflichtige Beratung rechnet sich angesichts des entstehenden Mehrwerts.

Bei der KI-Prüfung kann ein PDF, etwa ein Depotauszug oder eine Polizze von Anbietern wie Generali, Wiener Städtische oder Unica, hochgeladen werden, woraufhin das System die relevanten Daten ausliest. Alternativ kann die Gesellschaft und das Produkt manuell eingegeben werden, zum Beispiel Generali mit dem Produkt Lifeplan. Nach Eingabe der Fondsgewichtung, der monatlichen Zahlung, einer Einmalzahlung und des Zeitraums liefert die KI eine erste Bewertung. Eine Bewertung von 45 zeigt beispielsweise deutlichen Handlungsbedarf aufgrund extrem hoher Abschlusskosten, schlechter Kostenstruktur, mangelnder Steuereffizienz sowie einer teuren und unflexiblen Polizze. Über die Detailansicht erhält man eine genaue Aufstellung der Stärken und Schwächen sowie einen konkreten Produktvergleich. Über die Funktion „Lösung" werden mögliche Handlungsoptionen beschrieben. Es wird jedoch empfohlen, vor konkreten Maßnahmen stets das Gespräch mit einem Experten zu suchen, da alle Ergebnisse KI-generiert sind.

Digitale Finanzberatung bedeutet in diesem Verständnis, so viel wie möglich mit Technologie zu lösen, dabei aber stets einen persönlichen Ansprechpartner bereitzustellen. Diese Kombination aus digitaler und persönlicher Betreuung macht die Beratung kosteneffizienter, qualitativ hochwertiger, flexibler und bequemer. Individuelle Fragen können dabei auch an Fynn, den digitalen Beratungsassistenten, gestellt werden. Dieser Bereich wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Ein wichtiger Aspekt bei der Produktprüfung ist folgender: Nettopolizze">Fondspolizzen sind zwar steuereffizienter, jedoch weisen viele Produkte erhebliche Kostennachteile auf. Am Beispiel eines Produkts der Wiener Städtischen zeigt sich eine typische Differenz von 60.000 bis 65.000 Euro nach 30 Jahren. Bei einem monatlichen Sparplan von 300 Euro und 7% Rendite ergibt sich mit einem Provisionsprodukt ein Gewinn von rund 100.000 Euro, während provisionsfrei 165.000 Euro möglich sind. Für individuellere Berechnungen mit unterschiedlichen Renditen, Laufzeiten, Prämien und Fonds steht der fynup-Rechner im Portal zur Verfügung.

Nun zum Unterschied zwischen Nettopolizze und DoppelNettopolizze, der zuletzt häufig nachgefragt wurde: Es gibt zwei Provisionsebenen. Bei einer Nettopolizze werden keine Provisionen an den Vermittler gezahlt, jedoch können aus den investierten Fonds Provisionen anfallen, sofern es sich nicht um ETFs handelt. Bei einer DoppelNettopolizze entfallen beide Provisionsebenen. Vergleicht man beispielsweise Standard Life, Helvetia und ÖBV bei reiner ETF-Investition, sind die Ergebnisse aller drei Anbieter sehr ähnlich. Sobald jedoch aktive Fonds beigemischt werden, entstehen erhebliche Unterschiede. Am Beispiel des Comgest Growth Global zeigt sich, dass derselbe Fonds bei der ÖBV mit laufenden Kosten von 2,21% pro Jahr und bei der Standard Life mit 1,11% pro Jahr angeboten wird. Diese Differenz von 1,1% ergibt über 30 Jahre einen Unterschied von rund 45.000 Euro. Der Grund liegt darin, dass Fondsgesellschaften bei bestimmten Anbietern höhere Gebühren erheben und die Differenz als Provision weitergeben, die manche Gesellschaften einbehalten und andere an den Vermittler weiterreichen.

Auch wer ausschließlich in ETFs investieren möchte, sollte sich die Flexibilität für aktives Management offenhalten. Es macht keinen Unterschied, ob man heute eine DoppelNettopolizze bei Standard Life oder eine Nettopolizze bei einem anderen Anbieter abschließt – ETFs können in beiden Fällen zu 100% investiert werden. Der Vorteil liegt darin, die Option für aktives Management zu behalten. Die Zeichen deuten darauf hin, dass aktives Management künftig wieder an Bedeutung gewinnen könnte. Aktuell wird ein starker Trend Richtung ETFs beobachtet, ähnlich wie vor 10 bis 15 Jahren die Empfehlung lautete, in kostengünstige ETFs zu investieren. Die grundsätzliche Empfehlung lautet 50% aktives Management und 50% passive ETFs als ausgewogene Mischung. Wer 100% ETFs bevorzugt, sollte sich dennoch die Option für aktives Management offenhalten, da sich dies in den nächsten 5 bis 10 Jahren auszahlen dürfte – zumal solche Produkte für Laufzeiten von mindestens 10 Jahren ausgelegt sind.

Zur Zusammenfassung: Es ist tatsächlich möglich, mit einem 300-Euro-Sparplan allein durch Optimierung von Kosten und Steuern sowie durch Qualitätssteigerung über 30 Jahre 60.000 Euro zu sparen. Das sollte Anreiz genug sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und nicht das erstbeste angebotene Produkt zu wählen. Das Ziel ist es, in Österreich aus einem Verkäufermarkt einen Käufermarkt mit informierten Konsumentinnen und Konsumenten zu machen, die selbstbewusste Entscheidungen auf Basis von Preis und Leistung treffen.

Folgende Punkte sind dabei entscheidend: Du solltest die Grundstruktur deines Produktes verstehen – hast du Mitspracherecht bei der Veranlagung? Bist du zinsabhängig? Wie verhält sich das Produkt zur Inflation? Diese Problematik betrifft klassische Lebensversicherungen, prämiengeförderte Zukunftsvorsorgen, Bausparprodukte und Banksparprodukte. Entscheidest du dich für ETFs und Fonds mit Aktienanteil, sind Qualität und Kosten ausschlaggebend. Kosten lassen sich am besten messen und sind daher ein zentrales Bewertungskriterium. Auch die Qualität kann klar bewertet werden. Es werden konkrete Schritte aufgezeigt, wie du deine individuelle Situation verbessern kannst – durch Handlungsoptionen für einzelne Produkte, Lösungsmöglichkeiten oder eine Gesamtanalyse mit Finanzkonzept und Strategie, die langfristig höhere Renditen erwarten lässt.

Das nächste Webinar widmet sich dem Thema „Bankrun – die stille Gefahr". Dabei wird auf die Griechenland-Krise und den Zusammenbruch der Silicon Valley Bank eingegangen sowie auf die Frage, was passiert, wenn viele Menschen gleichzeitig in Panik geraten. Das Geldsystem ist stark angespannt, die Staatsschulden steigen – Geld nicht zu investieren ist daher keine Lösung, da auch auf dieser Seite Gefahren lauern. Das Webinar findet in etwa vier bis fünf Wochen statt.

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Informationen in diesem Webinar sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.
Wolfgang Staudinger

Autor: Wolfgang Staudinger

Co‐Founder & CEO
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