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Warum verändert Thomas von Finanzfluss derzeit sein Portfolio von 70-30 auf 50-30-20? Warum hat der ETF-Papst schlechthin im deutschsprachigen Raum, Gerd Kommer, bereits vor einigen Jahren einen eigenen Index aufgelegt, wo er den traditionellen Weg des marktkapitalisierten Investierens verlassen hat? Braut sich etwas zusammen am ETF-Markt? Gibt es bestimmte Risiken? Welche Chancen kannst du nutzen? Das und mehr schauen wir uns in diesem Video an. Viel Spaß!
Servus, ich bin Wolfgang von fynup. Heute schauen wir uns an, welche Risiken es bei ETFs gibt, welche Chancen sich für dich ergeben und wie du sie nutzen kannst. Und das Ganze zeige ich dir anhand unseres brandneuen Pro-Rechners, wo du Berechnungen selbstständig machen kannst, wie du es bis jetzt noch nicht kennst. Ich bin gespannt, was du dazu sagst, und freue mich, wenn du uns dazu ein Feedback gibst.
Aber bevor wir in den Pro-Rechner schauen, betrachten wir die Fakten. ETFs gibt es seit vielen Jahren, und es wird eine große Party gefeiert. Die Frage lautet: Ist die Party bald vorbei, oder gibt es bestimmte Risiken? Alle reden vom Klumpenrisiko. Was ist damit gemeint? Wenn man marktkapitalisiert investiert, hat man derzeit zu 63% in amerikanische Unternehmen investiert. Davon sind 37% im Technologiebereich. Das heißt, viele sehen ein Klumpenrisiko in der Region USA. Zudem haben wir, weil in den USA sehr viele Technologieunternehmen sind, hier abgebildet der S&P 500, also die 500 größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung in den USA, haben wir 45% der Unternehmen, die im Technologiebereich gewichtet sind. Ganze 38% ist der Anteil von den Magnificent 8. Ich weiß, die meisten kennen die Magnificent 7. Mit Broadcom ist aber ein achter Spieler ins Boot gekommen, der maßgeblich dazu beiträgt, und deswegen kann man hier ruhig von 8 sprechen. Dazu aber später mehr.
Wir schauen uns zuerst einmal das Klumpenrisiko nach Regionen an. Was ist damit gemeint, oder was könnte damit gemeint sein, und wie ist das Ganze zu interpretieren? Wir haben hier die Regionengewichtung im Zeitraffer. Die Quelle ist von Finanzfluss. Das heißt, wir beobachten Finanzfluss immer wieder, und ich kann jedem nur empfehlen, bei Finanzfluss bekommt man sehr valide, sehr gute Informationen. Wir selbst sind begeisterte Konsumenten dieser Informationen. Aber man kann immer noch einen Schritt weiter gehen.
Schauen wir uns diese Grafik kurz an. Die USA haben eine zunehmende Gewichtung in der globalen Regionenverteilung. Wir sind momentan eben bei knapp oder über 60%. Was man in dieser Grafik aber auch sieht, ist, dass Amerika bereits in den Jahren kurz vor 2000 und auch 1980 bereits in etwa dieselbe marktkapitalisierte Größe hatte. Das heißt, es ist kein ganz brandneues Phänomen. Was die Grafik aber zeigt, ist, dass die Schwellenländer zunehmen. Schwellenländer sind speziell der asiatische Raum rund um China und Indien und Co. Die sind gewachsen mittlerweile auf 22 Prozent. Man sieht hier in der blauen Fläche, dass Europa leider an Bedeutung verliert. Derzeit nur mehr nach Marktkapitalisierung 11%. Und man sieht hier in der orangen Fläche ein interessantes Phänomen. Und zwar, dass 1988 in etwa Japan eine Marktkapitalisierung, eine globale Marktkapitalisierung von 41% hatte. Und die ist momentan zurückgeschrumpft auf ca. 6%. Graue Fläche sind sonstige. Das heißt, das ist einmal die Entwicklung gewichtet nach Regionen.
Eines muss man dazu auch beachten: Der Ansatzpunkt von Gerd Kommer und der trägt auch bei der Portfolioveränderung von Finanzfluss bei, dass die Marktkapitalisierung von der Größe nach Bruttoinlandsprodukt, also nach der Wirtschaftsleistung, klar abweicht. Die USA haben ein Bruttoinlandsprodukt gemessen am globalen Bruttoinlandsprodukt von 29%, also knapp die Hälfte der Marktkapitalisierung. Emerging Markets haben 39%, hier noch Marktkapitalisierung 22%, also deutlich höheres Bruttoinlandsprodukt. Und Europa hat sogar 23%, mehr als das Doppelte im Verhältnis zur Marktkapitalisierung. Das heißt, wir haben hier ein starkes Ungleichgewicht von Marktkapitalisierung zu Bruttoinlandsprodukt, und das hat zum Beispiel Gerd Kommer bewogen, seine Allokation dahingehend zu verändern, dass er sagt, 50% gewichtet nach Marktkapitalisierung, 50% nach Bruttoinlandsprodukt, und dadurch verschieben sich natürlich die Regionen. Wie das im Detail aussieht, das schauen wir uns dann gleich später an.
An der Stelle möchte ich auf zwei Sachen hinweisen. Wir haben zum einen keine unbedeutende Anzahl an nicht börsennotierten Unternehmen. In dieser Statistik der Marktkapitalisierung finden sich natürlich nur börsennotierte Unternehmen. Bei der Berechnung des Bruttoinlandsproduktes spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen an der Börse gelistet ist oder nicht. Und wir haben speziell in Europa mehrere mittelgroße und große Unternehmen, die nicht an der Börse gelistet sind. Und dadurch kann schon ein kleines Ungleichgewicht entstehen. Die Unternehmen sind zum Beispiel Aldi, bei uns in Österreich als Hofer bekannt, Ikea, Bosch, Spar, Rewe, Red Bull, ein prominentes Beispiel in Österreich. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Zweites Phänomen: Wir haben einige Nicht-US-Unternehmen, die trotzdem an der US-Börse gelistet sind und somit der Marktkapitalisierung in den USA zugeordnet wird. Bekannt sind vielleicht Biontech. Seit Corona kennt man das Unternehmen. Spotify aus Schweden oder auch Linde. Dadurch gibt es verschiedene Verfälschungen. Ein dritter wichtiger Punkt, den habe ich hier gar nicht hingeschrieben, aber der ist natürlich sehr, sehr relevant und wichtig. Bei der Betrachtung der Marktkapitalisierung muss man natürlich auch berücksichtigen, dass ja die Unternehmen global tätig sind und Umsätze in der ganzen Welt generieren. Apple wird in Europa gekauft, Amazon wird in Europa gekauft oder auf der ganzen Welt. Microsoft-Produkte werden auf der ganzen Welt genutzt. Das heißt, nur weil ein Unternehmen in den USA sitzt, ist es nicht von der USA abhängig, sondern es ist immer relevant, wo verdient das Unternehmen Geld, und es spielt eigentlich keine Rolle, ob Microsoft und Apple und Amazon in Amerika sitzen oder sonst wo. Entscheidend ist eigentlich, ist das Unternehmen gesund, macht das Unternehmen Gewinne und entwickelt sich das Unternehmen entsprechend, wenn ich bei dem Unternehmen investiert bin.
Und jetzt schauen wir in unseren brandneuen Pro-Rechner, wo wir der neuen Allokation von Finanzfluss ein bisschen genauer auf den Zahn fühlen. Und es ist schon sehr relevant, was Finanzfluss hier von sich gibt. Finanzfluss hat bereits 1,6 Millionen Abonnenten, und die Videos werden sehr, sehr häufig angeschaut. Und deswegen ist es schon sehr relevant, was hier gemacht wird. Und da schauen wir jetzt genauer rein. Im fynup Pro Rechner, der jedem Empfinderportal derzeit kostenfrei zur Verfügung steht, kann man verschiedene Produktkombinationen selbstständig eingeben. Ich habe hier dreimal das FlatEx Online Depot eingegeben und ich kann diesem Depot verschiedene ETFs oder Fonds zuordnen und bekomme dann dadurch eine Aufstellung. Wir haben hier in Rot das FlatEx Online Depot. Gibt es im Prinzip nur ein Produkt. Bei manchen Anbietern haben wir mehrere Produkte. Und hier sehen wir den iShares MSCI All-ACWI, also All Country World Index, der im Prinzip die gesamte Welt abbildet. Und hier sehen wir, wie der Fonds allokiert ist. Das heißt, das ist natürlich ein Aktien-ETF. Der Management-Stil ist zu 100% passiv, und das ist hier interessant, wie ist denn dieser ETF allokiert? Wie ich vorhin schon gesagt habe, 64% sind in Nordamerika, 16% in Europa, in Asien 8%, in Japan 5%, Australien und Afrika spielen dann keine so große Rolle mehr. Das ist im Prinzip die Allokation des MSCI ACWI, der im Prinzip die... Gewichtet nach der Marktkapitalisierung der gesamten Welt mit über 2400 Unternehmen im Portfolio.
Und hier sehen wir das berühmte 70-30-Portfolio von Finanzfluss mit 70% Industrieländeranteil und 30% Schwellenländer, sogenannte Emerging Markets. Vielleicht kurz zur Einordnung, was gehört wohin? Zu den Industrieländern zählen im Prinzip die Regionen Nordamerika, Europa, Japan, Australien und zu den Emerging Markets hauptsächlich der asiatische Bereich Afrika, Südamerika. Nach der Marktkapitalisierung hier im MSCI All Country World Index ist derzeit die Verteilung 88 zu 12. Also 88% in Industrieländern, 12% in Schwellenländern. Das war vor 5 Jahren noch ein bisschen anders. Vor 5 Jahren war die Allokation ca. 18% Schwellenländer und 82% Industrieländer. Das hat sich zugunsten der Industrieländer entwickelt. Und hier Finanzfluss hat dieses 70-30 Portfolio meistens in den Mittelpunkt gestellt. Oder es wurde ja nicht empfohlen, das muss man natürlich klar und deutlich sagen, sondern es wurde im Prinzip gesagt, dass er das 70-30 Portfolio wählt. Mit diesem 70-30-Portfolio hat man natürlich auch 99% Aktienquote, 100% passiver Management-Stil. Und das ist jetzt interessant, die Regionenstreuung verschiebt sich dadurch, Amerika wird reduziert von 64% auf ca. 50%, Asien wird natürlich stark erhöht. Hier haben wir Asien von 8% eben auf 25%, Europa 13%, Japan wird reduziert und so weiter.
Und jetzt meint eben Thomas von Finanzfluss, er hat seinen eigenen Allokation verändert und zwar dahingehend 50% in MSCI World, 30% in MSCI Emerging Markets, das ist gleich geblieben und neu dazugekommen sind 20% Eurostocks. Das heißt speziell Unternehmen in Europa werden beigemischt. Und weil der MSCI World ja auch schon Europa im Portfolio hat, ist natürlich Europa in diesem Portfolio übergewichtet, weil es im MSCI World vorkommt und noch zusätzlich im MSCI Europe Stocks. Und die Gesamtallokation schaut jetzt so aus: in Nordamerika ca. 37%, in Europa ca. 30%, Asien ca. 25% und Rest der Welt. Das heißt, eine deutliche Verschiebung gegenüber der reinen Marktkapitalisierung, wo er ja Nordamerika schon reduziert hat, wird hier weiter reduziert. Hier gibt es offensichtlich eine gewisse Erwartungshaltung für die Zukunft.
Wir können uns hier im Pro-Rechner oder du kannst dir im Pro-Rechner jetzt genau auch anschauen, wie hat sich denn dieses Portfolio in der Vergangenheit tatsächlich entwickelt. Und hier sehen wir schon etwas Interessantes. Wir können zurückblicken auf elf Jahre und elf Monate. So lange gibt es den jüngsten hier gewählten ETF. Und man sieht hier in der roten Linie, dass der MSCI All Country World Index die höchste Performance gebracht hat. Das heißt, die Rendite vor Abzug der Kosten war irgendwo bei 11%. Nach Abzug aller Kosten und Steuern bin ich bei 8,63%. An dieser Stelle muss ich vielleicht erklären, warum gibt es hier diese Abweichung. Wir haben hier den fynup Pro Rechner eine All-In-Berechnung. Das heißt, wir berechnen die Kosten der ETFs, hier zum Beispiel 0,2%, dann die Depotkosten bei Flatdecks quasi zu vernachlässigen, könnte aber bei anderen Depots wesentlich höher sein. Und die in Österreich übliche Kapitalertragssteuer mit 27,5%. Wobei wir hier auch Ausschüttungen und ausschüttungsgleiche Erträge, wo man ja die Kapitalertragssteuer während der Laufzeit abführen muss, auch zu einem gewissen Teil berücksichtigt haben. Und das ist auch das Besondere bei dem Rechner. Diese steuerlichen Gegebenheiten kannst du hier individuell einstellen. Wenn du hier auf Einstellungen gehst, kannst du hier sagen, KEStartabzug oder unterschiedliche jährliche KEStabführung. Wir haben hier gesagt, ein Viertel der KESt wird jährlich abgezogen und 45% bei Verkauf und so rechnet sich das durch. Das ist aber im Prinzip ein Detail und nicht Thema dieses Webinars. Diejenigen, die sich für dieses Thema der Rechner intensiver interessieren, gibt es weitere Videos. Bei fynup einfach mal wieder kurz vorbeischauen oder Kanal abonnieren, wenn du das Video auf YouTube siehst.
Zurück zum Thema. Das heißt, hier sehen wir, der MSCI All Country World Index hat die höchste Performance gebracht. Wir haben hier gerechnet 100.000 Euro Einmalzahlung vor 11 Jahren und 11 Monaten. Nach Abzug aller Kosten und Steuern wären netto übergeblieben. Ich kann da die anderen Graphen ausblenden. Wären netto übergeblieben 8,63%. Mit dem 70-30-Portfolio von Finanzfluss hat er in der Vergangenheit den MSCI All Country World Index nicht geschlagen. Da hat er doch um 0,5%, 0,6% geringere Rendite erreicht. Und das neue Portfolio mit dem übergewichteten Europa-Anteil hätte in der Vergangenheit schlecht abgeschnitten. Das heißt, es gibt eine gewisse Erwartungshaltung für die Zukunft. Es ist eine gewisse Wette für die Zukunft, dass hier die Neuallokation in der Zukunft höhere Erträge bringt. Hätte man das offensichtlich nicht gemacht. Ein kleiner Zusatz zum Rechner. Man kann auch die historische Inflation einblenden. Die graue Fläche zeigt hier an der Stelle, welcher Gewinn wäre notwendig gewesen in den letzten Jahren, um den Inflation auszugleichen. Eine kleine Randnotiz.
Was ich jetzt aber an der Stelle noch zeigen möchte, ist Folgendes. Der Finanzfluss geht mit seiner Neuallokation also nur macht nur eine Veränderung nach Regionen, keine oder kaum eine Veränderung nach Branchenstreuung. Das heißt, wir haben auch hier die Branchenstreuung mit diesen jeweiligen Mixes aus ETFs und der MSCI All Country World Index investiert zum Beispiel zu 34% in Unternehmen, die im IT-Telekom-Bereich beheimatet sind, 15,9% Finanzen, Konsumgüter 13% und so weiter. Das ist beim 70-30-Portfolio ähnlich. Hier ist auch der IT-Telekom-Sektor gleich. Finanzen ist sehr ähnlich. Das heißt, wir haben hier diese zwei Branchen sind 50 Prozent. Dann kommen Konsumgüter. Industrie und so weiter. Und auch bei dem neuen 50-30-20-Portfolio ist die Allokation ähnlich. Der IT-Bereich wird ein bisschen reduziert. Der Finanzbereich wird sogar ein bisschen erhöht. Konsumgüter werden dann in etwa gleich. Komischerweise oder interessanterweise, sagen wir so, wird kaum über eine Veränderung der Allokation in den Branchen gesprochen, sondern hauptsächlich in den Regionen. Wir meinen, dass die Branchenallokation genauso maßgeblich ist wie die Regionenallokation. Man sieht hier, die Branchen sind sehr ähnlich. Letzten Endes wird es aber... ausschlaggebend sein für die zukünftige Performance, welche Unternehmen sind dann wie gewichtet, weil letzten Endes ja die Rendite von den Unternehmen kommt.
Jetzt schauen wir uns an der Stelle noch kurz an Gerd Kommer Index. Das heißt, ihr seht hier an der Stelle wieder den MSCI All Country World Index. In der Mitte jetzt den neuen Gerd Kommer Multifaktor Equity. Und in blau wieder dieses 50-30-20-Portfolio von Finanzfluss. Wir schauen uns hier wieder die Regionenstreuung an. Wir wissen, dass der MSCI All-Country-World-Index ca. bei 64% Nordamerika-Anteil ist. Durch die Gewichtung vom Gerd Kommer mit 50% Marktkapitalisierung, 50% Bruttoinlandsprodukt, ergibt sich ein Nordamerika-Anteil ca. von 48%. Europa ist übergewichtet, aufgrund dessen, wie ich vorher schon gesagt habe, weil in Europa das Bruttoinlandsprodukt stärker ist. Asien hat ein größeres Gewicht, Japan usw. Also Gerd Kammer ist mit seinem ETF wesentlich mehr in Amerika. Ähnlich wie dem 70-30-Portfolio von Finanzfluss. Finanzfluss, wie gesagt, hat nur ca. 36% in Nordamerika und hat Europa noch stärker übergewichtet. Schauen wir uns wieder die Branchen an. Auch bei den Branchen ist der Gerd Kammer im IT-Bereich wesentlich geringer. Zum MSCI World 34% versus 28%. Finanzsektor ist deutlich größer, fast 20%. Hier nur 15,9%, hier 18,7%. Der Industriesektor spielt hier dann eine Rolle und so weiter. Ihr könnt euch das alles gerne genauer anschauen in den Beschreibungen, wenn du dieses Video auf YouTube siehst. Geben wir den Link zu diesem Rechner oder zu dieser konkreten Berechnung, wo du direkt das selber anschauen kannst und auch individuelle Einstellungen vornehmen kannst.
Jetzt schauen wir uns noch an, wie haben sich die Fonds in der Vergangenheit entwickelt. Den Gerd Kommer Indexfonds gibt es erst seit 2023, deswegen hier im Vergleich ein relativ kurzer Vergleichszeitraum. Und man sieht auch in dem Grafen, dass der MSCI All Country World Index, der rein passive marktkapitalisierte, auf Marktkapitalisierung basierende ETF die Nase vorn hat, aber in diesem kurzen Zeitraum durchaus das 50-30-20-Portfolio von Finanzfluss nahekommt und der Gerd-Kommer-Index ein bisschen abgeschlagen ist. Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, der Vergleichszeitraum ist viel zu kurz, um hier wirklich aussagekräftig etwas zu sagen. Gespannt in die Zukunft blicken, welche Strategie tatsächlich sich wie entwickelt. Grundsätzlich kann man natürlich schon sagen, dass es eine deutliche Abweichung ist vom rein passive Investment, sowohl von Gerd Kommer als auch von Finanzfluss. Und eines muss man auch sagen, dass diese Abweichung hauptsächlich länderbasierend ist und weniger branchenbasierend und schon gar nicht unternehmensbasierend.
Der Gerd-Kammer-Multifaktor-Index, hier nochmal genau der Factsheet, also man kann bei fynup auch wirklich ins Detail gehen und du kannst mit Klick vorne im Rechner direkt, kommst hier zu dem Fonds-Factsheet, dann sieht man direkt diese Performance des ETFs ohne Kosten der Depotstelle, ohne steuerlichen Abzug. Man sieht hier die Kosten genau, man sieht hier nochmal die Allokation des Fonds an sich. Und man sieht hier die Top Ten Titel. Und das ist eine Besonderheit vom Gerd Kommer Index. Er hat verschiedene Faktoren noch zusätzlich dabei. Also nicht nur die Unterscheidung Marktkapitalisiert gewichtet und Bruttoinlandsprodukt 50-50, sondern er hat noch viele andere Faktoren. Auf die ich jetzt nicht unbedingt eingehen möchte. Da gibt es ein super Video auf Finanzfluss, wo eben der Gerd-Kommer-Index genau analysiert wird. Auch diesen Link geben wir euch in die Beschreibung beziehungsweise bei fynup findet ihr es hier in dem jeweiligen Artikel. Und die Besonderheit, auf die ich hier eingehen möchte, ist, dass Gerd Kommer die Positionen noch der Größe hin beschränkt. Die Positionen sollten maximal ein Prozent des GesamtPortfolios betragen. Drei Positionen sind derzeit über ein Prozent. Das ergibt sich im Prinzip aufgrund dieser Marktveränderungen, kann sich das ergeben. Aber langfristig das Ziel ist es, oder so sagt es der Index, die Position sollte nicht größer als 1% sein. Durch diese Größenbeschränkung wird sich natürlich auch die Performance entsprechend verändern, weil beim MSCI All Country World Index haben wir zum Beispiel die Technologieunternehmen, die wesentlich stärker gewichtet sind. Wichtig möchte ich festhalten, sowohl Finanzfluss als auch Gerd Kommer treffen keine individuelle Entscheidung Apple rein, Microsoft raus. Sondern hier wird wirklich nach klaren Kriterien bemessen. Amerika, Branchen, Größe, dann gibt es noch ein paar Faktoren beim Gerd Kammer, aber keine Einzeltitelauswahl, wie es wir bei aktiv gemenschten Fonds kennen.
Jetzt schauen wir uns eben an, gibt es ein Klumpenrisiko nach Unternehmen, von dem ja auch sehr häufig gesprochen wird. Das heißt, wir haben hier folgende Situation. Ich habe vorhin schon gezeigt, dass in Amerika die großen Unternehmen, die zehn größten Unternehmen, einen sehr großen Anteil im Index ausmachen. Man sieht hier den S&P 500. Die zehn größten Unternehmen des jeweiligen Landes machen 36 Prozent aus. Das heißt, von 500 Unternehmen haben ein Drittel, mehr als ein Drittel, sind zehn Unternehmen verantwortlich. Das ist schon eine große Konzentration. Wenn man den USA Total Market sogar hernimmt, da sind 3.700 Unternehmen in diesem Index drinnen, sind trotzdem verantwortlich für die Performance der... Zehn größten Unternehmen haben dann einen Anteil von 31 Prozent. Da sieht man schon, wie konzentriert es ist, wenn wir hören, wir haben einen breiten Index von 2000, 3000 Unternehmen, ist es trotzdem immer wieder so, dass letzten Endes eine kleine Zahl an Unternehmen maßgeblich ist für die Performance des jeweiligen ETFs. Und das ist keine Besonderheit von den USA. Deswegen habe ich da auch andere Länder. Die Quelle ist von Vanguard. Dänemark konzentrieren sich über 83 Prozent des dänischen Index, werden von zehn Unternehmen entschieden. In Italien 67, in Deutschland 58, in Frankreich 55. Das heißt... USA hat hier eine geringere Konzentration als die meisten europäischen Länder. Auch in Österreich sind die zehn größten Unternehmen fast 70 Prozent des Index. Also hier haben wir noch stärkere Konzentrationen. Und an der Stelle möchte ich auf diesen Herr-Findal-Index hinweisen oder auch bekannt als Hirschmann-Index, wo es eben auf wissenschaftlicher Basis errechnet wird, welchen Effekt haben wirklich diese breite streuung? Beim MSCI All Country World Index, der ca. 1700 Titel hat? Im Index, haben wir eine effektive Aktienanzahl, die entscheidend ist für die Performance von 100 Unternehmen. Also nicht 1700 Unternehmen entscheiden, wie sich deine Performance entwickelt, sondern im Wesentlichen die 100 größten. Und die Top 10 betragen hier fast 20%. Beim FUZI All World Index ist es so, dass wir 4000 Aktien im Index haben und hier beschränkt sich aber im Prinzip das Wesentliche auf 180 Unternehmen. Das sollte man vielleicht auch immer wieder berücksichtigen, wenn man sagt, man investiert breit gestreut in viele tausend Unternehmen, dass es letzten Endes doch auf 100, 150 Unternehmen ankommt. Was aber grundsätzlich auch in Ordnung ist, aktiv gemanagte Fonds konzentrieren sich sehr häufig auf 20, 30 Unternehmen und das ist auch total in Ordnung, wenn es gut gemanagt ist.
Schauen wir uns kurz den MSCI All Country World Index an, die Top 10 Titel, also da nochmal wie investiert wird, habe ich vorher schon gesagt. Hier ist es eben so, dass Nvidia eben fast 5% hat, Apple 4,13%, Alphabet 3,4%, also durchgängig amerikanische. Technologieunternehmen, Amazon, Broadcom, wie ich gesagt habe, das ist der Neuzugang bei dem Magnificent 8 und dann geht es mit anderen Unternehmen auf anderen Ländern und Regionen weiter. Der FUZI All World Index, schauen wir auch kurz rein, wie schaut es da aus, wie vorhin schon gesagt, sehr ähnlich, habe ich natürlich genau dieselben Kandidaten vorne, weil ja der Index sehr, sehr ähnlich. Konstruiert ist. Alles marktkapitalisiert passiert global. Und jetzt schauen wir uns kurz an die Historie der Top Seven. Die Top Seven deswegen, weil das war zu einer Zeit, wo die Magnificent Seven interessant waren. Und da sieht man auch etwas Interessantes. Wir haben hier Zeitverläufe von Jahr 2000 bis 2024 und wir schauen uns an, welche Unternehmen in welchen Branchen waren in Amerika. Prägend für den S&P 500. Und hier sieht man, im Jahr 2000 war zum Beispiel General Electric die größte Position mit 3,2%. Dann ist ExxonMobil mit 2%, Pfizer, Cisco, Citigroup, Walmart, Microsoft. Das heißt, wenig Technologie, sehr gut durchmischt. Industriebranchen, IT-Branchen, unterschiedliche Branchen. Und die sieben Großen haben 14% des Index ausgemacht. Im Jahr 2010 war ExxonMobil vorn, dann ist Apple schon dazugekommen, Microsoft, General Electric, IBM, Chevron und Procter & Gamble. Das heißt 12%, hier ist sogar ein bisschen zurückgegangen die Konzentration. Im Jahr 2000 ist dann die Konzentration stark gestiegen auf 20%. Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Facebook, Tesla. Berkshire von Warren Buffett. Das heißt, hier haben wir schon fast nur mehr IT-Unternehmen. Im Jahr 2024 dann eben 6,7%. Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Alphabet, Meta, Tesla. Das sind jetzt die Magnificent 7, Broadcom ist dazugekommen und die haben jetzt in Summe schon über 30% Anteil am S&P 500. Das heißt, man sieht schon eine starke Konzentration hin zur Technologie. Und es wird konzentrierter, immer mehr Kapital bildet sich, bindet sich bei weniger Unternehmen. Und auch das ist kein Amerika-Phänomen, das ist die aktuelle Aufteilung, das sind eben die Magnificent Eight, die eben jetzt schon über 30 Prozent ausmachen, dass wir auch den aktuellen Bezug haben. Und das veranlasst viele, hier ein Risiko zu sehen. Und wenn man die Medien beobachtet, dann hört man auch immer wieder, dass bekannte Gesichter hier doch für Aufregung sorgen. Ihr seht hier Michael Burry, bekannt aus dem sehr spannenden, empfehlenswerten Film The Big Short, Peter Thiel, Warren Buffett. Drei einflussreiche Persönlichkeiten, deren Meinung gefragt ist. Was machen die drei? Michael Burry shortet NVIDIA und Palantir, das heißt, er setzt hier stark auf fallende Kurse, hat sogar seinen Hedgefonds. Geschlossen und verkauft und investiert in Fannie Mae und Freddie Mac. Das sind die zwei Unternehmen, die 2007 im Zuge der Immobilienkrise, der Finanzkrise in Amerika quasi gerettet haben werden müssen und jetzt wieder wahrscheinlich bald an die Börse zurückkommen. Hier sieht er Potenzial, Wachstumspotenzial. NVIDIA, Palantir, glaubt er, haben die beste Zeit hinter sich. Peter Thiel verkauft alle NVIDIA Aktien, der hat vorher 40% seines Vermögens in NVIDIA Aktien gehabt und verkauft 75% von Tesla und kauft aber dafür im Gegenzug Apple und um 25 Millionen. Microsoft. Warren Buffett verkauft einen Teil seiner Apple-Aktie, ist aber immer noch die größte Position in seinem Portfolio, hat 30% seines Vermögens in Cash derzeit und kauft um 4,3 Milliarden Alphabet. Das heißt, er hat jetzt sehr stark bei Alphabet. Das war schon im letzten Jahr, im dritten oder vierten Quartal 2025. Das heißt, was man damit sagen möchte, es könnte sein, dass es sehr viel selektiver wird hier am Markt und ein ETF kann einfach diese selektive Auswahl bei den Einzeltiteln nicht liefern. Das können halt Einzelaktien machen oder Fonds, die aktiv gemanagt sind.
Ich habe hier als Beispiel den Amundi US Equity Fundamental Fund. Was hat der gemacht? Dieser Fonds ist so aufgestellt, dass der im IT-Bereich, also der Fonds hat auch 41% IT und Konsumgüter. Das heißt, wenn man sich nur die Branchen anschaut oder die Regionen, dann ist kein so großer Unterschied. Wenn man aber auf die Einzeltitelauswahl reinschaut, dann sieht man einen sehr großen Unterschied. Und hier hat man eine klare Zweiteilung. Das heißt, das Fondsmanagement sieht wie Warren Buffett oder die vorher genannten Peter Thiel oder Michael Burry, eher keine interessante Investmentchance derzeit bei NVIDIA, Broadcom, Tesla. Die sind sehr hoch bewertet. Teilweise vielleicht die Unternehmen, die gewinnen nicht so. Interessant, unterschiedlich. Auf alle Fälle wird hier selektiver investiert. Schon in IT, schon in Amerika, aber in Unternehmen, die ein alteingesessenes, gut funktionierendes Geschäftsmodell haben, wie Amazon, wie Apple, wie Microsoft. Oder Alphabet, das sind einfach Unternehmen, die sind vielleicht anders zu bewerten wie eine NVIDIA, Broadcom oder Tesla. Und das möchte ich einfach nur sagen, da könnte schon etwas daherkommen, dass man mit breit gestreuten ETF diese Einzeltitelselektion so eben nicht hat. Und das bietet wiederum halt nur ein aktiv gemanagter Fonds. Oder wenn man selber Einzeltitelauswahl betreibt, ist ja nicht immer so einfach. Ich weiß, dass hier gleich die Stimmen kommen werden, ja, aber die aktiv gemanagten Fonds schlagen ja die passive ETFs nie. Das ist richtig. Ich möchte aber dabei zu Bedenken geben, dass es eine Kostenfrage ist. Wir haben das Problem oder die Situation, dass aktiv gemanagte Fonds immer Provisionen bezahlen an die jeweilige Depotbank. Auch an Flatdex oder andere Depotbanken. Das heißt, ein normaler Fonds verrechnet in der Regel nicht laufende Kosten wie hier von 0,86, sondern oft um einen Prozentpunkt höher. Diese höheren Kosten sind aber einzig und allein Vertriebsprovisionen, die an die Bank oder an die Versicherung bezahlt werden. Man kann solche Fonds kaufen in sogenannten Clean-Share-Tranchen, wo die Provisionen nicht verrechnet werden. Diese Fonds kann man aber in der Regel oft nur kaufen ab einem Volumen von 5 Millionen Euro. Deswegen ist es für normale Retail-Kunden, also normale Privatkunden, nicht möglich. Wir haben Möglichkeiten, auch diese Retail-Tranchen zuzugreifen, speziell in Doppel-Netto-Polizzen. Und wir finden das als sehr interessantes Investment. Hier noch einmal, die Retail-Tranche kostet 0,86%. Und wenn man weiter runter scrollt, dann sieht man hier dieselben Fonds, dieselbe Management, dieselben Aktien mit teilweise Kosten 2,91 und üblich sind 1,94%. Das heißt, wenn man diesen Fonds bei einer Online-Bank kauft, hat man in der Regel 1,94% Kosten. Wir können die CleanShare-Tranche auch ab 100 Euro sparplanen oder ab 10.000 Euro einmal investieren. Kaufen für euch oder ihr könnt es über uns so günstig kaufen, alles provisionsfrei in einer Doppelnetto-Polizze. Und dieser Amundi-Fund hat zum Beispiel den S&P 500 in der Vergangenheit outperformt. Das ist ein wichtiges Beurteilungskriterium, eins natürlich. Und das zweite wichtige Beurteilungskriterium ist natürlich, dass ich diese selektive Aktienauswahl hier in dem Fonds abbilden kann. Und das schafft weder eine ETF noch eine Allokation, wie es Finanzfluss macht mit dem 50-20-30-Portfolio oder Gerd Kommer. Der hat diese selektive Einzeltitelauswahl nicht. Da gibt es die Möglichkeit so nicht. Und hier möchte ich nur auf eine Vanguard-Welle zurückgreifen, wo man sieht, welche Chance haben aktiv gemanagte Fonds, einen passive Index zu schlagen? Und da sieht man, das hängt zusammen mit den Kosten. Hat ein Fonds drei Prozent Kosten, dann sieht man hier die grünen Punkte und diese Linie da wäre maßgeblich, die Null-Prozent-Linie. Das heißt, schaffen aktiv gemanagte Fonds mit drei Prozent Kosten, den Index zu schlagen, da gibt es einige wenige Ausreißer. Die zu finden ist fast unmöglich und ich würde nicht darauf setzen, dass es langfristig hält. Bei 2% bewegen sich die meisten Aktienfonds in den Retail-Tranchen. Auch hier sind die meisten Fonds unter Wasser. Das kennt ihr wahrscheinlich sicher schon aus gewissen Studien, wo man sagt, nur 10% aller Fonds schlagen den Index usw. Bei 1% Kosten... ist die Verteilung schon sehr viel attraktiver.
Mit diesem Kostensatz von 1% und weniger haben wir Differenzkosten zu einem ETF von 0,8% oder 0,7%, manchmal sogar weniger. Hier finden wir tatsächlich mehrere aktiv gemanagte Fonds, die den ETF schlagen und somit eine Überrendite möglich machen. Wir haben dazu in Zusammenarbeit mit dem Finanzmathematischen Institut der Johannes Kepler Universität eine eigene fynup Ratio entwickelt, die es uns ermöglicht, aus dem Universum von zigtausend Fonds diejenigen zu identifizieren, die das Potenzial haben, den Index zu schlagen. Zudem haben wir die Möglichkeit, auf Clean-Share-Fondstranchen zuzugreifen, also provisionsfrei. Man sieht auch hier in der roten Linie, dass es auch ETFs nicht gelingt, mit zunehmenden Kosten den eigenen Index zu schlagen. Das ist klar, denn wenn ich dasselbe mache wie der Index und dabei Kosten von 0,2% oder 0,3% verrechne, wird es natürlich schwer, den eigenen Index zu schlagen.
Jetzt kommen wir zum Schluss. Zum Abschluss schauen wir uns noch an, wie sich dieses Portfolio, das wir sehr häufig empfehlen, im Verhältnis zum MSCI All Country World Index schlägt, mit dem ich vorher Finanzfluss und Gerd Kommer verglichen habe. In Rot sehen wir wieder den iShares MSCI World mit dieser Aufteilung und hier eine Doppel-Nettopolizze von der Standard Life mit einem AktienPortfolio, das zu 50% aus passive Indexfonds von Vanguard besteht. Wir haben 46% in Vanguard Global Stock und 4% in Vanguard Japan Stock. Zusätzlich haben wir drei aktiv gemanagte Fonds in Clean-Share-Tranchen: einen Amundi Fund, einen Schroder für Asien und einen Sweet Needle für den europäischen Bereich, der in Klein- und Mittelunternehmen investiert, da speziell in Europa Klein- und Mittelunternehmen nachweislich bessere Renditen erbracht haben.
Die Regionenverteilung ist sehr ähnlich wie beim MSCI All Country World Index. Wir haben 61% in Nordamerika und 16% in Europa, also Europa ein bisschen übergewichtet. Marktkapitalisiert sind wir sehr nah am MSCI World. Auch von den Branchen sind wir sehr nah am MSCI World. Hier haben wir wieder Finanzen und Konsumgüter ein bisschen übergewichtet. Jetzt wird es interessant: Wie hat sich das Portfolio in der Vergangenheit geschlagen? Wir haben das Portfolio jetzt seit gut fünf Jahren. Rot ist wieder das MSCI World, also ACWI-Portfolio in einem Depot von Flatex.
In Österreich gibt es eine Besonderheit: Wenn wir Fonds und ETFs in einem Wertpapierdepot kaufen, müssen wir für die Gewinne 27,5% Kapitalertragssteuer zahlen. In Österreich haben wir jedoch die Möglichkeit, Kapitalertragssteuer frei zu investieren, wenn wir dieselben Fonds und ETFs in einer Versicherungshülle investieren. Dann bezahlt man in Österreich nur 4% Eingangsteuer und keine Kapitalertragssteuer. Diese unterschiedliche Besteuerung ist natürlich vorteilhaft für den Versicherungsmantel, für die Doppel-Nettopolizze, wie wir sie nennen, mit zunehmender Laufzeit und höherer Rendite. Das heißt, ihr seht hier folgendes in der blauen Linie: die Nettoentwicklung nach Abzug aller Kosten und Steuern. In Rot seht ihr das MSCI All Country World Index bei Flatex. Und in Blau unser Portfolio, unser ausgewogenes Portfolio in einer Doppelnetto-Polizze. Bei einem Investment von 100.000 Euro, investiert 2011, hätte man heute im MSCI World bei Flatex 261.000 Euro Gewinn und in der Doppelnetto-Polizze 452.000 Euro, fast 200.000 Euro mehr bei quasi gleichem Risiko, weil beide, wie ich vorher gezeigt habe, in Aktien investieren, beide eine sehr ähnliche Regionenstreuung und Branchenstreuung haben.
Wenn ich da jetzt wieder raufgehe, schauen wir uns noch an, warum dieses blaue Portfolio in der Doppelnetto-Polizze interessanter ist. Wir haben durch diese Clean Shares und das aktiv Investieren, 50% aktivs Investieren und 50% passiv, eine höhere Rendite von 2% erzielen können. Zusätzlich zahlen wir keine Gewinnsteuern auf die Erträge, sondern lediglich eine 4% Eingangsteuer von den 100.000 Euro. Alle Gewinne sind für die Zukunft. Man muss auf ein paar Details achten. Dazu mehr Informationen zur Doppel-Nettopolizze. Was heißt Doppel-Nettopolizze? Ich bezahle aus zwei Ebenen keine Provisionen. Erste Ebene: Aus Fonds oder ETFs fließen keine Provisionen an Banken oder Versicherungen. Wichtig, zweite Ebene: keine Provisionen vom Produktanbieter an irgendwelche Vermittler. Wir sind Vermögensberater, wir sind digitaler Finanzberater, aber wir arbeiten provisionsfrei. Wir verrechnen für unsere Dienstleistung Honorar, das ist transparent und nachvollziehbar. Und weil wir keine Provisionen haben, ist das zweite Netto aus dem Vertrag an sich, keine Provisionen aus dem Fonds, keine Provisionen aus dem Produkt. Solche Doppel-Nettopolizzen kann man leider nicht online kaufen bei Flat-Tax Trade Republic. Die bieten das leider nicht, sondern dort hat man eine Depot-Lösung mit Kapitalertragssteuer. Leider ist es noch nicht möglich, bei einer Standard Life direkt einen Vertrag abzuschließen. Man muss immer zu einem Vermögensberater gehen, und die meisten Vermögensberater verrechnen sehr hohe Provisionen, wenn sie solche Verträge vermitteln, und damit wird in der Regel der gesamte Steuervorteil zunichte gemacht. Wichtig ist, wenn man sich für die Kapitalertragssteuerfreiheit entscheidet, dann sollte man unbedingt auch auf die Kosten achten, provisionsfrei investieren, und diese Möglichkeit bieten wir. Bei uns fynup kann man das alles online selbstständig machen, und wir unterstützen euch auch gerne mit einem persönlichen Online-Beratungsgespräch. 30 Minuten sind kostenfrei, ihr könnt es also gerne auch jederzeit nutzen ohne Risiko.
Jetzt fassen wir das Ganze nochmal kurz zusammen. Gibt es bei ETF ein Klumpenrisiko nach Regionen, nach Branchen oder nach Einzeltiteln? Ich hoffe, ich habe euch heute das gut auftröseln können. Wir haben die Situation, dass es eine sehr starke Konzentration in den USA gibt. Wir haben die Situation, dass es eine sehr starke Konzentration in Technologie gibt. Wir wissen, dass ein Gerd Kommer darauf reagiert. Wir wissen, dass Finanzfluss mit seinem 50-30-20-Portfolio darauf reagiert. Beide reagieren aber hauptsächlich in der Veränderung nach Regionengewichtung, weniger nach Branchengewichtung. Der Finanzfluss reagiert gar nicht nach Einzeltitelgewichtung. Gerd Kommer nach einem systematischen Vorgang, indem er jede Position mit 1% im Portfolio maximiert. Wenn man selektiver investieren möchte, dann geht es mit einem aktivn Management, das bei den meisten der Community-Mitglieder von Finanzfluss und Gerd Kommer gut geprüft ist, dass man das nicht machen soll. Ich bin der Meinung, man sollte sich das sehr wohl anschauen, aktiv gemanagte, aktivs Management mit anzudenken als Beimischung in das Portfolio. Bei einem aktivn Management muss man aber sehr gut darauf aufpassen, welche Kosten verursacht das. Und wir bei fynup bieten eben das Angebot, Clean-Share-Tranchen zu kaufen oder auch in Kürze eine Wertpapierdepotlösung zu haben, die aktiv gemanagt ist und wo ich meine, dass wir die auch sehr interessant gestalten. Also dabei bleiben lohnt sich, wenn du das Video auf YouTube siehst. Abonniere den Kanal, wenn es dir gefallen hat. Wir werden in Zukunft viele weitere derartige Videos hochladen und euch mit Informationen versorgen. Unser Ziel ist es, euch zu befähigen, selbstbewusste Entscheidungen zu treffen, provisionsfreie Produkte kaufen zu können. Und ihr habt bei uns jederzeit die Unterstützung durch Menschen wie ich und meine Kolleginnen, euch zu unterstützen mit einer persönlichen Finanzberatung. Wir haben auch KI im Einsatz. Ihr könnt auch unseren KI-Beratungsassistenten Finn nutzen. Schaut vorbei auf fynup.at, zum Beispiel im fynup-Portal. Findet ihr unter Service den Pro-Rechner und hier könnt ihr eure individuellen Berechnungen machen. Ihr findet viel Wissensinformationen und ich denke, so können wir euch gut unterstützen, bei eurem Ziel, das Investment besser zu machen, transparenter zu gestalten und so, dass es euren Ansprüchen entspricht. Ich danke euch für die Aufmerksamkeit, freue mich, wenn wir uns bald wieder hören und sehen und wünsche euch einen schönen Tag. Servus.