Steuer-Vorteile bei Lebensversicherungen

Lebensversicherungen haben in Österreich einen riesigen Steuervorteil, von dem du beim Vorsorgen ordentlich profitieren kannst. Achte aber auf bestimmte Regelungen, damit du deinen Steuervorteil nicht wieder verlierst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Steuervorteile nutzen = mehr Gewinn beim gleichen Risiko
  • Gewinne von 27,5 % KESt befreit
  • Nur 4 % Versicherungssteuer auf die Einzahlung
  • Auf Nachversteuerung bei Einmalzahlungen achten
  • Wann Sparpläne als Einmalzahlung umqualifiziert werden

Vorteil gegenüber Wertpapier-Depots

Keine KESt bei Veranlagungen in Lebensversicherungen
Unsplash
Die freudige Überraschung: Keine Kapitalertragssteuer

Ob klassisches Depot bei der Hausbank oder günstige Online-Version: Bei Wertpapier-Depots sind alle Erträge mit 27,5 % KESt besteuert. Mehr als ein Viertel deiner Gewinne frisst die Steuer.

Hier liegt einer der größten Vorteile von Lebensversicherungen als Produktmantel für Fonds: Es fallen tatsächlich nur 4 % Versicherungssteuer auf die Einzahlungen an, sämtliche Gewinne sind steuerfrei!

Damit sie auch steuerfrei bleiben, musst du bestimmte Konstellationen vermeiden, die zu einer Nachversteuerung führen können. Die genauen Regeln kannst du im § 6 VersStG sowie im § 27 EStG ausführlich nachlesen, daher hier in aller Kürze eine

vereinfachte Zusammenstellung

1. Einmalzahlung

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Keine lfd. Zahlung
  • € 50.000,00 Einmalzahlung

Diese Gewinn-Verlust-Grafik zeigt 2 mal denselben Fonds

  • in Blau in einer Fondsgebundenen Lebensversicherung (Fondspolizze)
  • in Rot in einem Online-Wertpapier-Depot

Der Steuervorteil der Fondspolizze steigert sich bei positiven Renditen von Jahr zu Jahr und führt langfristig zum doppelten Gewinn.

Info: In den Berechnungen von fynup wird die nachstehend beschriebene 7 % Strafsteuer in der Rückkaufwert-Berechnung immer berücksichtigt, deshalb siehst du in der fynup Grafik einen leichten Knick zwischen dem 14. und dem 15. Jahr.


Nutze zum Steuervorteil auch Kostenvorteile!

Die große Gewinn-Differenz in der Grafik oben entstehet aus der Kombination von Kosten- und Steuervorteil. Die Fondspolizze in Blau ist besonders günstig, weil doppelt Provisionsfrei:

  1. aktiv gemanagte Fonds in Clean-Share Klassen (Provisionsfrei)
  2. keine Provisionen für Berater (1 % Vermittlungsgebühr für fynup ist eingerechnet)

Bei üblichen Fondspolizzen verringert sich der Gewinn durch doppelte Provisionen (in Fonds und in der Produkthülle) deutlich. Rechne daher immer genau nach und verlasse dich nicht nur auf den Steuervorteil!

Wann kann es bei Einmalerlägen zur Nachversteuerung kommen?

Eine Nachversteuerung kann nur bei Einmalerlägen (Einmalzahlungen) entstehen und auch nur dann wenn du innerhalb bestimmter Fristen mehr als 25 % der Einzahlungen entnimmst. Die Frist ist abhängig vom Alter bei der Antragsstellung:

  • Bist du jünger als 50 Jahre beträgt die Frist 15 Jahre
  • Bist du bereits 50 Jahre oder älter reduziert sich diese Fist auf 10 Jahre

Das Alter hat auch manchmal Vorteile ...:)

Achtung bei Zuzahlungen: Übersteigt die Summe aller Zuzahlungen den Betrag der ersten Einmalzahlung, beginnt die Frist für die Strafsteuer von neuem! Achte vor allem bei häufigeren, kleineren Zuzahlungen darauf, denn da kann man schon mal den Überblick verlieren.

Wie hoch kann die Nachversteuerung sein?

fynup Steuern bei Lebensversicherungen 1
Unsplash
Spaßverderber: Zusätzliche Steuern

Die Nachversteuerung der Versicherungssteuer beträgt 7 % der geleisteten Prämien. In diesem Fall zahlst du also mit der 4 %igen Versicherungssteuer, welche zu Beginn verrechnet wurden in Summe 11% Versicherungssteuer auf die Prämien.

Theoretisch kann auch eine Einkommensteuer (§ 27 EStG) ausgelöst werden. Solche Fälle sind uns jedoch bisher nicht bekannt. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass wir kein Steuerberater sind und empfehlen steuerliche Fragen mit einem Steuerberater zu klären.

2. Sparplan

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • Keine Einmalzahlung

Diese Gewinn-Verlust-Grafik zeigt wieder 2 mal denselben Fonds

  • in Blau in einer Fondsgebundenen Lebensversicherung (Fondspolizze)
  • in Rot in einem Online-Wertpapier-Depot

Der Steuervorteil der Fondspolizze entwickelt sich bei Sparplänen erst nach einigen Jahren, steigert sich bei positiven Renditen von Jahr zu Jahr und erhöht langfristig den Gewinn enorm.

Wann kann es bei Sparplänen zu einer Nachversteuerung kommen?

Bei einem Sparplan (regelmäßige Zahlungen über die Laufzeit) gibt es grundsätzlich keine Nachversteuerung!

Es gibt aber bestimmte Konstellationen, in denen Sparpläne steuerlich in einen Einmalerlag „umqualifiziert“ werden und somit die steuerlichen Regeln eines Einmalerlages gelten, welche oben beschrieben wurden.

Beachte daher diese nachfolgend genannten Punkte:

1. Prämienzahlungs-Dauer abweichend von der Vertrags-Dauer

Einige wenige Versicherungen vertreten die Rechtsmeinung, dass ein Sparplan von vornherein steuerlich als Einmalerlag zu bewerten ist, wenn die Prämienzahlungsdauer von der Vertragsdauer abweicht. Diese für uns wenig nachvollziehbare Rechtsmeinung sollte jedoch beachtet werden, da der Gesetzestext offensichtlich diesen Interpretationsspielraum zulässt.

Wir lösen diese Situation, indem wir Verträge empfehlen, bei denen die Vertrags-Dauer mit der Prämienzahl-Dauer ident ist, da du im nachhinein die Prämienzahlung ohnehin jederzeit stoppen kannst und die nachträgliche Änderung nach 3 Jahren (siehe Punkt 4) Vertragslaufzeit zu keiner steuerlichen Umqualifizierung führt.

Diese Vorgehensweise ist aber nur bei provisionsfreien Fondspolizzen und Verträgen bei denen Kosten NICHT auf Prämiensummen berechnet werden zu empfehlen, da nur dann keine Kosten-Nachteile entstehen. Die von uns vorgeschlagenen Fondspolizzen erfüllen diese Voraussetzungen.

Damit ist es auch möglich, dass du dir die maximale Laufzeit (85. / 90. Lj.) sicherst, wodurch du die steuerlichen Vorteile von Fondspolizzen optimal nutzen kannst. Siehe dazu die 5. Erkenntnis Genussphase.

2. Zuzahlungen bei Antragstellung bekannt

Wenn du einen Sparplan mit einer Einmalzahlung (Zuzahlung) beantragst, wird der gesamte Vertrag als Einmalerlag geführt. Es gelten die steuerlichen Regeln des Einmalerlags.  

Wenn du zum Zeitpunkt deiner Antragstellung schon fix weißt, dass du in deinen Sparplan eine Zuzahlung tätigen wirst, kann der gesamte Vertrag auch als Quasi-Einmalerlag umqualifiziert werden. Wie diese Absicht bzw. deine Gedanken bewiesen werden sollen bleibt jedoch fraglich. Spielst du mit diesem Gedanken, achte bei Vorgesprächen oder Anfragen darauf, dass du keine fixe Absicht kommunizierst.

Es kann auch besser sein, die Einmalzahlung und den Sparplan in zwei Verträge zu trennen – damit schafft man klare Verhältnisse. Bei Einmalzahlungen (Zuzahlungen) ab 60.000 Euro können sogar Kostenvorteile mit getrennten Verträgen entstehen. Frage im Zweifel einfach bei uns an, 30 Minuten Beratung sind gratis.

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3. Zuzahlungen höher als die Prämien-Summe

Übersteigt die Summe aller Zuzahlungen die Summe aller geplanten laufenden Zahlungen, wird eine Nachversteuerung ausgelöst.

Ein Beispiel: Bei einem 100-Euro-Sparplan beträgt die Prämiensumme bei einer Laufzeit von 30 Jahren 36.000 Euro. Du dürftest also insgesamt nicht mehr als 36.000 Euro zusätzlich einzahlen.

Prämien-Erhöhungen dürfen ebenfalls den Wert der ursprünglich zu Vertragsbeginn vereinbarten Prämiensumme nicht übersteigen. Vorsicht: Prämienerhöhungen und Zuzahlungen werden addiert, auch hier gilt die ursprüngliche Prämiensumme als Maximalwert.

Prämien-Indexierungen bleiben bei der Nachversteuerung unberücksichtigt. Selbst wenn etwa sehr hohe Prämienanpassungen vereinbart werden, die die ursprüngliche Prämiensumme übersteigen würden, hat dies keine steuerlichen Auswirkungen.

4. Änderungen der Prämien in den ersten 3 Jahren

Die folgenden Fälle betreffen nur die ersten 3 Jahre. Hast du zu Beginn 3 Jahre lang die Prämien konstant bezahlt, kannst du danach ohne steuerliche Konsequenzen deine Zahlungen beliebig reduzieren oder aussetzen.

  • Prämienreduktion nicht über 50 %: Beispiel: Mit einem Sparplan über 100 Euro, darfst du in den ersten 3 Jahren bis zu maximal 50 Euro reduzieren. Vorsicht bei zwischenzeitlichen Prämien-Erhöhungen: Wenn du die Prämie etwa nach einem Jahr auf 150 Euro erhöhst, gilt diese Prämie als Bezugspunkt, d.h. du solltest dann nicht weiter, als auf 75 Euro reduzieren.
  • Prämienerhöhung nicht mehr als das Doppelte: Beispiel: Mit einem Sparplan über 100 Euro, darfst du in den ersten 3 Jahren bis zu maximal 200 Euro erhöhen.
  • Prämienfreistellung nicht länger als 1 Jahr.

In Summe empfehlen wir die laufende Prämie in der Höhe zu wählen, welche du mit Sicherheit in den ersten 3 Jahren konstant halten kannst. Damit vermeidest du eine Strafsteuer, falls du in den ersten 15 Jahren einen Rückkauf machen musst.

Unser Tipp:

  • Vor einer Zuzahlung oder vor einer Teil-Entnahme, bzw. einem Rückkauf immer schriftlich anfragen.
  • Im Zweifelsfall Zuzahlungen lieber in einen eigenständigen Vertrag investieren.
  • Mehr wertvolles Basis-Finanz-Wissen für alle findest du in den 7 Erkenntnissen.
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Informationen in diesem Artikel sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.

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