Der technische Grund: Ein ehrlicher Vergleich muss Produkte berechnen, die auf den ersten Blick nicht vergleichbar sind. Derselbe ETF verhält sich in einem Depot völlig anders als in einer Fondspolizze – andere Kosten, andere Besteuerung, andere Regeln bei der Entnahme. Dazu kommt, dass die Kostenstrukturen in Österreich weder klar ersichtlich noch standardisiert sind. Ein automatisierter Vergleich war deshalb lange schlicht unmöglich.
Wir haben in jahrelanger Kleinarbeit tausende Seiten Verträge und Bedingungen analysiert und in ein eigens dafür programmiertes System eingespielt, wo sie mit Fondsdaten kombiniert werden. Daraus entstand eine Datenbank mit über 50.000 Produkt-Kombinationen. Mit einem Taschenrechner am Küchentisch ist das nicht zu leisten, auch nicht mit dreißig Jahren Berufserfahrung.
Der wirtschaftliche Grund: Der Großteil der Finanzberatung in Österreich wird über Provisionen bezahlt. Diese Provision ist Teil der Produktkosten – wer berät, verdient also am Abschluss. Ein vollständiger Marktvergleich würde regelmäßig Produkte nach vorne bringen, die weniger oder gar keine Provision zahlen. Das ist kein Vorwurf an einzelne Beraterinnen und Berater, sondern eine Frage des Geschäftsmodells: Wer vom Verkauf lebt, hat kein wirtschaftliches Interesse daran, den Vergleich zu Ende zu rechnen.
Wie dramatisch die Auswirkungen sind, erkennt man erst, wenn man den Vergleich grafisch sieht. Deshalb haben wir den fynup Vergleichsrechner gebaut.