So investierst du jetzt einmalig mit Strategie

Wie investiere ich 100.000 Euro in Aktienfonds oder ETFs jetzt richtig? Geld sicher anlegen ist angesichts hoher Inflation und geringer Zinsen seit 2022 nicht einfacher geworden. Wir geben konkrete Handlungsempfehlungen, die du sofort umsetzen kannst.

Hier findest du diese Antworten

  1. Inflation, Anlageklassen und Kosten
  2. Einstieg mit klarer Strategie
  3. Ausstieg über Genussphase
  4. Geplante Vermögens-Weitergabe 
  5. Zusammenfassung und Handlungs-Empfehlung

Anforderung und Fragestellung

fynup einmalerlag 1
Unsplash
Bei Einmal-Zahlungen entscheidend: Die richtige Strategie

Wir erhalten in letzter Zeit vermehrt Anfragen wie diese:

„Ich bin 50 Jahre, habe ein Vermögen von € 100.000 angespart und möchte diesen Betrag angesichts der hohen Inflation für meine Altersvorsorge so veranlagen, dass dabei zumindest der reale Wert des Geldes erhalten bleibt. Ist der Zeitpunkt für den Einstieg jetzt gut und worauf sollte ich achten?“

In diesem Artikel beantworten wir diese Frage, geben konkrete Handlungs-Vorschläge, welche für Geldbeträge ab € 10.000 gleichermaßen gelten und wobei es auch keine Rolle spielt, ob das bestehende Vermögen selbst angespart oder geerbt wurde. 

1. Inflation, Anlageklassen und Kosten-Steuer-Effizienz

Meistens erreichen uns diese Anfragen nachdem sich Konsument*innen bereits vorab informiert haben. Entweder wurden unsere Videos gesehen oder Artikel gelesen, die Serie Geldanlage 2022 beim VKI (Verein für Konsumenteninformation) gelesen oder Webinare beim Verbraucherschutzverein (VSV) gesehen.

Ebenso wissen unsere Leser*innen, wie entscheidend es ist, auf eine hohe Kosten-Steuer-Effizienz zu achten und damit Produkte mit Provisionen vermeiden sollten. Provisionsfreie Produkte mit Honorar-Beratung sind transparent, frei von Interessenskonflikten und durch die geschickte Digitalisierung von fynup jetzt für alle leistbar.  

Aufgrund dieser Vorkenntnisse können wir gleich direkt auf die Fragestellung eingehen, wodurch Zeit und Kosten gespart werden. 

2. Einstieg mit Strategie

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Keine lfd. Zahlung
  • € 100.000,00 Einmalzahlung

Die Gewinn-Verlust-Grafik zeigt:

  1. Der Aktienfonds (Blau) erzielte in diesem Zeitraum die mit Abstand höchsten Gewinne gegenüber Anleihefonds (Gelb) und täglich fälligen Sparbuch (Rot).
  2. Die Wert-Schwankungen waren beim Aktienfonds (Blau) sehr hoch. Vor allem im Zeitraum 2000 bis 2003 und 2007 bis 2009 waren die Kursverluste sehr hoch.

Risiko Einstiegs-Zeitpunkt: Strategie vs. Statistik

Da Aktien langfristig immer positive Renditen abwarfen, berechnen einige Statistiker in Wahrscheinlichkeits-Rechnungen, dass Einmalzahlungen sofort investiert werden sollten. Diese bei langfristig positiven Renditen „no-na“-Rechnung sollte aber mit Vorsicht betrachtet werden, da Kursverluste hohe emotionale "Schmerzen" verursachen.

Hätte man zum Beispiel im Jahr 2000 globale Aktienfonds gekauft, hätte es 14 Jahre gedauert, bis man Gewinne erwirtschaftet hätte. Hat man diesen langen Zeitraum durchgehalten, ist man in den letzten Jahren mit hohen Gewinnen belohnt worden.

14 Jahre im Verlust ist "nicht lustig", daher empfehlen wir eine Einstiegs-Strategie, auch wenn dadurch die Chance auf hohe Anfangsgewinne reduziert werden kann. 

Investieren mit Strategie

Wir betrachten drei Parameter:

  • Wo stehen die Kurse im Vergleich zu vor 10 Jahren?
  • Wann war der letzte Höchststand?
  • Um wie viel Prozent sind Kurse vom letzten Höchststand gefallen?


Darauf aufbauend können wir eine mögliche Einstiegs-Strategie festlegen:

Solange Kurse im Vergleich zu vor 10 Jahren um über 100% gestiegen sind, wird der einmalige Betrag über einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten investiert. Dieser Zeitraum verkürzt sich um den Zeitraum zum letzten Höchststand. Sollten die Kurse vom letzten Höchststand bereits um 30% gefallen sein, wird die Hälfte sofort investiert. Sollten die Kurse vom letzten Höchststand bereits um 50% gefallen sein, wird alles investiert.


Per 12/2022 resultiert folgende Strategie:

Die Aktienkurse sind, gemessen am Weltindex MSCI ACWI (IE00B6R52259), in den letzten 10 Jahren um über 200% gestiegen, der letzte Höchststand war vor einem Jahr (Ende 2021), die Kurse sind seitdem um rund 10% gefallen. Der einmalige Betrag wird über 24 Monate investiert. Sollten im Investitionszeitraum (24 Monate) jedoch die Kurse gegenüber dem letzten Höchststand um 30% fallen, wird die Hälfte der noch verbleibenden Investition vorgezogen. Fallen die Kurse um 50%, wird die gesamte Summe investiert.


Vereinbare eine Online-Beratung

Wenn du eine einmalige Investition in Aktienfonds oder Aktien-ETFs planst, empfehlen wir für die Festlegung deiner Einstiegs-Strategie eine persönliche Online-Beratung zu nutzen. Die ersten 30 Minuten sind bei fynup übrigens gratis.

Gestaltung bei Bank-Depots

In einem Bank-Depot ist diese Strategie sehr einfach umzusetzen, da es weder steuerliche noch vertragliche Einschränkungen gibt. Frage bei deinem Online-Depot, ob es automatisierte Angebote der Umschichtung gibt, das spart Zeit und sichert die konsequente Umsetzung.

Gestaltung bei Fondspolizzen

Bei Fondspolizzen besteht die Möglichkeit einer automatisierten Investition in die Ziel-Fonds, auch „Startmanagement“ genannt. Dabei überweist du die gesamte geplante Summe sofort (Vorteil für die steuerliche Bindefrist), dein Betrag wird zunächst in einem risikoarmen Fonds geparkt und über den von dir gewählten Zeitraum automatisch Monat für Monat in die Ziel-Fonds umgeschichtet. Manuelles eingreifen ist nur nötig, wenn die Kurse um 30% oder 50% fallen, wie oben beschrieben.

Tipp: Vereinbare mit deinem Honorar-Berater, dass du in diesen Fällen unterstützt wirst, damit bei der Durchführung keine Fehler passieren. Es gibt steuerliche und vertragliche Punkte zu beachten.

Warnung: Kaufe auf keinen Fall eine Fondspolizze mit Provision UND laufender Zahlung mit der Absicht nach 3 Jahren die Prämienzahlung zu stoppen, denn damit entstehen enorm hohe Kosten! 

3. Ausstieg über Genussphase

Um zu zeigen, wie wichtig geringe Kosten und Steuern bei der Vorsorge sind und welche Möglichkeiten sich damit für eine eventuelle Vermögens-Übergabe eröffnen, reisen wir 30 Jahre in die Vergangenheit und nehmen folgendes an: 

  • Zu Beginn der Grafik wäre unser Kunde 50 Jahre gewesen,
  • Er hätte € 100.000 in globale Aktienfonds investiert und
  • nach 15 Jahren (zum 65. Lj.) monatlich € 3.000 entnommen. 

Kosten-Steuer-Effizienz entscheidet wie lange das Vermögen reicht

CHART
  • Laufzeit 30 Jahre
  • Keine lfd. Zahlung
  • € 100.000,00 Einmalzahlung
  • Entnahme: € 3.000 monatlich ab 16. Jahr

Die Gewinn-Verlust-Grafik zeigt 3x denselben Fonds in unterschiedlichen Hüllen: 

  • Blau eine provisionsfreie Fondspolizze: Die Entnahmen der letzten 15 Jahre (in Summe € 540.000) wurden durch Gewinne kompensiert, das Kapital blieb erhalten.
  • Gelb eine Fondspolizze mit üblicher Provision: Das Vermögen hat sich durch die Entnahmen in etwa halbiert. Der Unterschied zu blau ergibt sich einzig durch höhere Kosten. Sowohl Fonds als auch die Steuer sind gleich.
  • Rot ein Online-Bankdepot: Das Vermögen war nach ca. 8 Jahren aufgebraucht. Hier wirken sich höhere Kosten des Fonds (Bei Online-Banken erhält die Bank Provisionen, sogenannte Kick-Backs aus dem Fonds) und die KESt besonders negativ, welche bei Entnahmen voll zum Tragen kommt. 

Diese Berechnung zeigt 3 Aspekte deutlich:

  1. Vorsorge ist eine Frage der Kosten-Steuer-Effizienz. Deutlich mehr Ertrag bei gleichem Risiko.
  2. Langfristig spielen Kurschwankungen eine untergeordnete Rolle, es zählt die durchschnittliche Rendite.
  3. In Vergleichsrechnungen haben die meisten nur die Spar-Phase im Blick. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass die gesamte Investitions-Phase, die Spar- UND Genuss-Phase, zu berechnen ist.
Damit ist die Investition in Aktienfonds und ETFs auch mit 50 plus noch sehr sinnvoll.

4. Geplante Vermögens-Weitergabe

Es ist auch besonders sinnvoll, bereits bei der Vertragsgestaltung eine mögliche Vermögens-Übergabe zu berücksichtigen. Verbrauchst du nicht dein gesamtes Kapital – wie oben in der blauen Linie – freuen sich deine Kinder oder Enkel auf ein „passives Einkommen“ (Einkommen ohne Arbeit). Damit kannst du den Lebensstandard deiner Kinder über deinen Tod hinaus absichern.  

Durch die Möglichkeiten der Vertragsgestaltung eignen sich Fondspolizzen optimal für die geplante Vermögensweitergabe. Du kannst den Vertrag z.B. wie folgt gestalten:

  • Du bist Versicherungsnehmer und hast damit alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag. Solange du lebst und Versicherungsnehmer bleibst, verfügst du alleine über das Vermögen und kannst damit machen, was du willst. 
  • Dein Kind wird aber bereits als versicherte Person eingetragen, womit der gesamte Vertrag jederzeit an dein Kind übertragen werden kann. Für den Fall eines plötzlichen Ablebens von dir, kannst du jetzt schon bestimmen, dass dein Kind als Versicherungsnehmer/in nachfolgen soll.
  • Solange dein Kind minderjährig ist, empfiehlt sich deine Frau bzw. deinen Mann oder eine andere Person bis zur Volljährigkeit des Kindes als Versicherungsnehmer-Nachfolger*in zu bestimmen. Beachte dabei, dass der/die nachfolgende Versicherungsnehmer*in über das Kapital frei verfügen kann. Es sollte daher eine Person sein, der du vertraust. Gleichzeitig kann das die optimale Lösung dafür sein, dass das Vermögen zunächst auf deine Frau bzw. deinen Mann übergeht und erst danach an dein Kind.
  • Im unwahrscheinlichen Fall eines früheren Ablebens der versicherten Person (Kind) wäre der Versicherungsnehmer (oder eine beliebig im Vertrag eingesetzte Person) bezugsberechtigt. Das Fondsvermögen wird direkt an die Bezugsberechtigte Person überweisen, der Vertrag endet.


Diese Vertragsgestaltung hat die großen Vorteile, dass

  • du über dein Vermögen verfügen kannst solange du willst.
  • bereits jetzt geregelt ist, wer im Fall deines Ablebens über das Vermögen verfügen soll (Kann bereits dein Kind sein, kann aber auch zunächst Gatte/Gattin sein und erst später das Kind). 
  • dieses Vermögen in deinem Ablebensfall nicht in der Verlassenschaft berücksichtigt werden muss.
  • du das Vermögen zu Lebzeiten jederzeit an dein Kind übergeben kannst. Anstatt eines Geldbetrages übergibst du den Vertrag mit dem jeweiligen Vermögen. Dein Kind kann nach der Übergabe entscheiden was damit passiert. Er/Sie kann jederzeit einen Teil entnehmen, zuzahlen oder das Vermögen einfach im Vertrag liegen lassen. Damit hat dein Kind bereits jetzt seine Altersvorsorge, eine finanzielle Sicherheit und Freiheit. 

5. Zusammenfassung:

  1. Mach dich mit den Themen Inflation und Anlageklassen vertraut und schau dir dazu unsere Beratungs-Videos zu den 7 Erkenntnissen zur selbst-bewussten Festlegung deiner Risiko-Ertrags-Bereitschaft an.
  2. Wählst du (überwiegend) Aktienfonds, lege dir eine Strategie für den Einstieg fest und bleib dieser Strategie treu. Das liest sich leicht, ist aber in der Praxis nicht einfach, weil man bei steigenden Kursen meint etwas zu versäumen und bei fallenden Kursen Hemmungen hat, nachzukaufen. 
  3. Nutze Kosten-Steuer-Effiziente Produkthüllen, weil es besonders in der Genussphase den entscheidenden Unterschied ausmacht. 
  4. Berücksichtige vor dem Vertrags-Abschluss die Vermögens-Weitergabe.
  5. Hol dir Unterstützung von einem Honorar-Berater und spare hohe Provisionen.  

Jetzt richtig in Aktienfonds oder ETFs investieren

Nutze die Vorteile einer provisionsfreien, steueroptimierten Fondspolizze. Schau dir die konkreten Vorschläge an.

PS: Dieses Know-how ist gefragt

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Wenn es um Berechnungen und Analysen von Finanz-Produkten geht, vertraut der VKI seit Jahren der Expertise von fynup. Kein Wunder: Nur fynup kann Gesamtkosten und Auswirkungen so umfassend, transparent und verständlich darstellen.

Bei der intensiven Zusammenarbeit mit dem Verein für Konsumenteninformation setzen wir vor allem auch auf Aufklärung. Daher basiert die Titelstory des KONSUMENT 2/2023 im Wesentlichen auf diesem fynup Artikel.

Informationen in diesem Artikel sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.

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