Explodierende Staatsschulden: Ist dein Geld in Gefahr?

Die Staatsschulden steigen weltweit rasant – und mit ihnen die Unsicherheit für Sparer und Investoren. Doch was bedeutet das konkret für dein Geld? Und wie kannst du dich in einem zunehmend instabilen Finanzumfeld schützen?

Explodierende Staatsschulden: Ist dein Geld in Gefahr?

Webinar in voller Länge ansehen

Einfach einloggen und die komplette Webinar-Aufzeichnung kostenlos und jederzeit ansehen.

Teil 1: Wie bin ich von den Staatsschulden betroffen?

  • Direkte Betroffenheit: Jeder Bürger haftet für die Staatsschulden. In Österreich beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung etwa 57.000 Euro. Eine vierköpfige Familie trägt somit über 200.000 Euro Schulden.
  • Zinsdienst: Jeder Bürger leistet jährlich etwa 1.174 Euro Zinsen durch Steuerzahlungen. Für eine vierköpfige Familie bedeutet dies monatlich fast 400 Euro.
  • Indirekte Betroffenheit: Viele Finanzprodukte enthalten Staatsanleihen, wie Lebensversicherungen, Mitarbeitervorsorgekassen und direkte Anleihenkäufe über Bundesschatz.at.

Teil 2: Gefahren explodierender Staatsschulden

  • Anleihen: Staaten finanzieren sich durch Anleihen, die Zinsen zahlen und nach einer bestimmten Laufzeit zurückgezahlt werden.
  • Maastricht-Grenzen: Die Euro-Länder haben sich auf eine Verschuldungsgrenze von 60% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geeinigt. Aktuell liegt die Verschuldung in der Eurozone bei 90% des BIP.
  • USA: Die Staatsverschuldung der USA beträgt 122% des BIP, was 36 Billionen Dollar entspricht. Die Zinslast übersteigt bereits die Rüstungsausgaben.
  • Prognosen: Die Staatsverschuldung in Österreich könnte bis 2060 auf 148% des BIP steigen, wenn keine Reformen umgesetzt werden. Ohne Reformen könnte sie sogar 250% erreichen.
  • Vertrauensverlust: Ausländische Investoren reduzieren ihre Beteiligung an US-Staatsanleihen, was das Vertrauen in die Währung schwächt.
  • Gold als Indikator: Der Goldpreis steigt oft parallel zur Staatsverschuldung und kann als Indikator für die Stabilität einer Währung dienen.

Teil 3: Wie kann ich mich schützen?

  • Inflation: Die größte Gefahr durch steigende Staatsverschuldung ist die Inflation. In den letzten sechs Jahren betrug der Inflation in Österreich 29%.
  • Währungsreform: Eine potenzielle Währungsreform könnte ebenfalls eine Gefahr darstellen.
  • Geldwerte vs. Sachwerte: Geldwerte wie Bankeinlagen und Staatsanleihen sind stabil, verlieren aber durch Inflation an Wert. Sachwerte wie Aktien und Immobilien sind volatiler, bieten aber langfristig bessere Renditen.
  • Finanzplan: Ein guter Finanzplan beginnt mit einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und der Definition von kurz-, mittel- und langfristigen Zielen. Kurzfristig sollte man in Geldwerte investieren, mittelfristig in eine Mischung aus Geldwerten und Aktien, und langfristig in Aktien.

Wichtige Punkte

  • Staatsanleihen: Sind nicht so sicher, wie oft angenommen. Die steigende Staatsverschuldung und das Vertrauen in die Währung spielen eine entscheidende Rolle.
  • Gold: Kann als Indikator für die Stabilität einer Währung dienen. Der Goldpreis steigt oft parallel zur Staatsverschuldung.
  • Inflation: Ist die größte Gefahr durch steigende Staatsverschuldung. In den letzten sechs Jahren betrug der Inflation in Österreich 29%.
  • Finanzplan: Ein guter Finanzplan sollte eine Mischung aus Geldwerten und Sachwerten enthalten, um langfristig bessere Renditen zu erzielen.

Verpasse keine Details

Logge dich jetzt kostenlos ein und sieh dir das komplette Webinar im fynup-Portal in voller Länge an.

Transkript zum Nachlesen und Suchen

Herzlich willkommen zum heutigen Webinar mit dem Thema "Explodierende Staatsschulden – Ist unser Geld in Gefahr?" Wir haben heute ein sehr spannendes Thema: die explodierende Staatsverschuldung in den letzten Jahren und die Frage, ob damit unser Geld, dein Geld, in Gefahr ist. Ich habe das Webinar in drei Teile gegliedert. Teil 1: Wie bin ich von den Staatsschulden betroffen? Teil 2: Was sind die Gefahren explodierender Staatsschulden und was bedeutet das für mich? Und Teil 3: Wie kann ich mich schützen? Der obligatorische Haftungshinweis: Dieses Webinar ersetzt keine Beratung. Wir sind Honorarberater und bieten diese Dienstleistung sehr gerne an. Wichtig: Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die Zukunft zu.

Wie sind wir als Bürger von den Staatsschulden betroffen? Wir haben zwei Arten, wie wir als Bürgerinnen und Bürger von den Staatsschulden betroffen sind. Zum einen haften wir als Bürger natürlich für unsere Staatsschulden. Wir bürgen, deswegen sind wir die Bürger. Und ja, die Staatsschulden sind in den letzten Jahren doch ziemlich stark gestiegen. Jeder Einzelne von uns hat mittlerweile 57.000 Euro Staatsschulden. Also lasten auf jeden von uns 57.000 Euro Schulden vom Staat. Bei einer vierköpfigen Familie sind es über 200.000 Euro, wo wir pro Familie quasi für Staatsschulden einstehen müssen. Und durch die steigende Staatsverschuldung steigt auch unser Zinsdienst. Wir leisten bereits im Jahr 1.174 Euro Zinsen. Über unsere Steuerleistung, die wir ja bezahlen, geht quasi verloren durch Zinszahlungen an Dritte. Pro Jahr und pro Kopf. Wiederum für eine vierköpfige Familie bedeutet das, wir zahlen fast 400 Euro im Monat für Zinsen beim Staat. Indirekt natürlich über unsere Steuerzahlungen. Und das ist doch erheblich und das ist mal der Punkt 1, wie wir von Staatsschulden betroffen sind. Steigen die Staatsschulden, werden wir in Zukunft immer mehr davon betroffen sein.

Indirekt sind wir auch von den Staatsschulden betroffen, und zwar insofern, dass wir, jeder von uns, in der Regel Finanzprodukte hat, in denen sogenannte Staatsanleihen inkludiert sind. Das kann ein Versicherungsprodukt wie eine klassische Lebensversicherung oder eine prämiengeförderte Zukunftsvorsorge sein, in denen dann eben Staatsanleihen enthalten sind. Oder man kauft direkt über bundesschatz.at Staatsanleihen beim Bund. Und ganz wichtig, wenn jemand keine Bundesschatzscheine selber kauft und kein Versicherungs- oder Bankprodukt hat, wo Staatsanleihen drinstecken, dann hat wahrscheinlich jeder von uns eine Mitarbeitervorsorgekasse, das ist also eine Mitarbeitervorsorge bei einer Mitarbeitervorsorgekasse, die sogenannte Abfertigung neu, und in diesen Produkten stecken auch überwiegend Staatsanleihen. Geld am Start verborgt. Wie wir das feststellen, wie das ist, zeige ich euch heute. Ich habe heute ganz was Spezielles mitgebracht für euch, und zwar den relativ neuen fynup-Finanzplan, einmal in der ersten Excel-Version. So, ihr seht jetzt eine Excel. unseren Finanzplan. Wir werden dann am Schluss des Webinars noch intensiver darauf eingehen und zwar insofern, wie ich euch dann zeigen möchte, wie ihr eure Finanzgebahrung, euren Status Quo sehr einfach ermitteln könnt und eben auch Schlussfolgerungen daraus zieht. Bei unserem Finanzplan gibt man Einnahmen, Ausgaben und auch die Vermögenverbindlichkeiten ein. Wie gesagt, ich gehe dann am Schluss des Vortrages noch genauer darauf ein. Ich möchte euch hier nur zeigen, was... typischer Anleger bei uns im Prinzip so angibt, wie sein Vermögen aufgeteilt ist. Wir haben hier zum Beispiel Konto, Sparbuch, 100.000 Euro hat der Mann, 80.000 Euro die Partnerin, die haben 180.000 Euro am Bankkonto, Sparbuch oder Geldmarktfonds. Dann hat jeder eine Mitarbeitervorsorgekasse. Oder Geld bei der Mitarbeitervorsorgekasse eher 10.000 Euro, sie 7.000 Euro. Bei diesen Mitarbeitervorsorgekassenprodukten stecken 80% in etwa Anleihen drinnen, also wird ca. 80% in Anleihen investiert. Und die summieren wir hier in der Grafik eben auf. Ihr seht hier die Produkte, die mit einem Sternchen markiert sind. Hier werden überwiegend eben den Geldwerten zusammengefasst. Und innerhalb der Geldwerte hat man dann natürlich auch wieder einen erheblichen Anteil an Staatseinleihen. Und bei der Mitarbeitervorsorgekasse oder Lebensversicherung haben wir eine 20-prozentige Aktienquote berücksichtigt. Und dann hat man verschiedene Produkte und man glaubt, man ist vielleicht gut diversifiziert, weil die haben ein Sparbuch, Mitarbeitervorsorge, Bausparer, Garantieprodukte, also hier eine klassische Lebensversicherung. Und dann hat er auch noch einen Anleihenfonds und dann hat er noch 10.000 Euro in Aktien, ETFs und 7.000 in Gold. Das heißt, die haben ein Gesamtvermögen von 250.000 Euro und von den 250.000 Euro stecken 91% des Geldes in Geldwerte, also in Zinsprodukte. Und genau bei den Zinsprodukten ist man eben betroffen von den steigenden Staatsverschuldungen. Und wie man davon betroffen ist, das zeige ich euch jetzt in den nächsten Folien.

Was sind Anleihen? Vielleicht einmal ganz kurz zu dem Thema. Wir haben ja unterschiedlichen Wissensstand bei unseren Teilnehmerinnen bei den Webinaren von wirklich Experten, die wirklich schon sehr gut eingelesen sind, bis zum Einsteiger und Fortgeschrittenen, das heißt mit unterschiedlichem Wissensstand. Deswegen bitte ganz kurz, was sind Anleihen? Der Staat braucht Geld, um seine Staatsausgaben zu finanzieren, weil die Deckung durch die Steuereinnahmen nicht ausreicht. Das heißt, der Staat gibt permanent mehr Geld aus, als er einnimmt und deswegen braucht er Kredite. Das kann man sich so vorstellen, wie wenn man selber als Bürgerin oder Bürger ganz normal einen Kredit bei der Bank aufnimmt. Und wenn ein Staat eben Kredite aufnimmt, dann macht man das in Form von Anleihen. Das heißt, der Staat begibt eben Anleihen, zahlt dafür Zinsen und zahlt nach einer bestimmten Laufzeit das Geld wieder zurück. Und der Gläubiger, also die jeweiligen Bürgerinnen oder Bürger oder die Institutionen, die eben Lebensversicherungen anbieten oder Bausparer, wo halt überall Anleihen drinnen sind, die leihen für die bestimmte Zeit das Geld an den Schuldner, an die Republik Österreich. Ganz normales Kreditgeschäft. Die Laufzeiten sind unterschiedlich, kurzfristig und auch sehr langfristig. Das heißt, Österreich hat auch eine Staatsanleihe sogar mit 100 Jahren begeben. Das ist eine Ausnahme. Sehr häufig sind Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren üblich. Und dann zahlt man das im Prinzip wieder zurück und in der Zwischenzeit werden Zinsen bezahlt. Das ist im Prinzip ein ganz einfacher Kreislauf. Das heißt, Anleihen ist gleich wie Kredit, wo Sie einfach der Staat, es könnten auch Unternehmen an der Stelle sein, auch Unternehmen können Sie natürlich über Anleihen finanzieren und Staaten finanzieren sich über Anleihen. Und in Österreich gibt es eine Besonderheit und zwar den Bundesschatz AT. Hier kann man direkt dem Staat Geld borgen. Normalerweise funktioniert es indirekt über Produkte, über Bankprodukte oder über Versicherungsprodukte. Österreich hat hier auch die Möglichkeit geschaffen, direkt über Bundesschatz.at dem Staat Geld zu borgen. Und wenn man auf der Seite von Bundesschatz.at ist, dann liest man 100%ige Sicherheit für ihre gesamte Anlage, faire Fixverzinsung, grüne Direktveranlagung. Keine Gebühren, keine Kosten und einfacher Zugang über ID Austria. Dann gibt es verschiedene Zinssätze. Für einen Monat kann man das Geld hier erleihen, für zwölf Monate, für zehn Jahre oder für bestimmte sogar grüne Bundesschätze für sechs Monate oder für vier Jahre. Und da gibt es unterschiedliche Fixzinssätze. Wichtig an der Stelle für uns ist einfach einmal, dass grundsätzlich in der Finanz... gesagt werden kann, wenn man dem Staat Österreich oder einem ähnlichen Staat wie Deutschland, Frankreich mit guter Bonität grundsätzlich Geld verborgt, dann ist es risikolos. Es gilt sogar als mündelsichere Anlage. So viel die Theorie. Jetzt schauen wir uns das an, wie sicher sind denn Staatsanleihen wirklich? und wie schaut es aus mit der Entwicklung der Staatsverschuldung?

Wir haben, wie der Euro oder im Vorfeld der Euro-Einführung, hat es die Maastricht-Grenzen gegeben. Das heißt, man hat sich dazu geeinigt, also die Mitgliedsländer, die den Euro einführen wollten, haben sich darauf geeinigt, dass ein Staat nicht mehr als 60% gemessen am Bruttoinlandsprodukt verschuldet sein darf. Das ist die sogenannte 60% Maastricht-Grenze, das ist die rote Linie hier. Das heißt, damit eben die Währung, die gemeinsame Währung, nicht verwässert wird und nicht inflationiert wird oder nicht in Gefahr ist oder anders gesagt, dass wir eine stabile Währung haben, hat man sich diese Grenze auferlegt. Und hier sieht man, wie eben das verlauft. Im Euro-Raum sind wir im Prinzip schon vor 2000 schon über dieser Maastricht-Grenze gewesen, also alle Euro-Mitgliedstaaten gewichtet. Und wir haben derzeit eine tatsächliche Verschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt von 90 Prozent. Das sind 13,2 Billionen Euro Staatsverschuldung der Euro-Länder. Mit dem Wert 13 Billionen kann man meistens wenig anfangen, weil das ist so viel, das kann man im Kopf gar nicht mehr fassen. Aber ich lasse es mir einfach mal so stehen. Deutschland ist hier noch besser unterwegs mit 63% des Bruttoinlandsproduktes und 2,7 Billionen Staatsverschuldung. Österreich hat hier 83% in etwa, das heißt wir sind ein bisschen unter dem Euroschnitt. Und man sieht die schwarze Linie, auch USA, die haben 122% Staatsverschuldung und bereits 36 Billionen Dollar. Da ist ein falsches Vorzeichen, das ist nicht Euro, sondern Dollar. 36 Billionen Dollar Staatsverschuldung in Amerika. Und wenn man das so sieht, gemessen am Bruttoinlandsprodukt und den Chart so sieht, dann schaut der auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so wild aus, wie es vielleicht hinter den Kulissen tatsächlich ist. Hier habe ich nur einmal zusammengeschrieben, was das bedeutet, diese Staatsverschuldung für Österreich, für eine vierköpfige Familie. Also ich habe zwei Kinder und eine Frau, vierköpfige Familie, wir haben tatsächlich Staatsverschuldung von 228.000 Euro auf unseren Schultern zu tragen und wir zahlen indirekt Zinsen pro Monat von 391 Euro. Also nicht wenig. Und der Staat macht jedes Jahr Neuverschuldungen von 4,5% aktuell 2025. Die Maastricht-Grenze der Neuverschuldung wäre bei 3%. Also deutlich auch darüber, es wird nicht besser. Die Staatsschulden in Amerika in Milliarden US-Dollar bewertet, also man kann sagen 52 Billionen Dollar hier. Wir sind 2024 bei knapp 36 Billionen Dollar. Das ist eine Steigerung seit 2001 um 8% pro Jahr. Das heißt, die Staatsverschuldung in Amerika ist pro Jahr von 2001 bis 2024 pro Jahr um 8% gewachsen. Nominell in etwa doppelt so stark gewachsen wie im Euroraum. Das ist das Problem, das die Amerikaner derzeit haben, diese extrem rasante Zunahme der Staatsverschuldung. Und hier gibt es auch eine Prognoserechnung bis 2030. sollten die Staatsverschuldung bereits 52 Billionen Dollar ausmachen. Das wäre dann das Zehnfache von 2001. Also in 30 Jahren würde sich dann diese Staatsverschuldung verzehnfachen von 5,6 Billionen Dollar auf 52,7 Billionen Dollar. Das ist schon rasant. Die Zinslast in Amerika ist exorbitant. Das heißt, 1,2 Billionen Dollar wurden 2024 bereits an Zinszahlungen geleistet. Damit überstieg diese Ausgabe erstmals in der Geschichte die Ausgabe für die Rüstung, die in Amerika bei circa einer Billion Dollar liegt. Wir wissen, Rüstungsausgaben in Amerika ist ein großes Thema. Die Zinslast ist bereits größer. Und Tendenz weiter steigend. Das ist auch ein Mitgrund der aktuellen globalen Spannungen, wenn man das so möchte. Wie schaut es in Österreich aus mit der Prognose? Da gibt es regelmäßig oder alle drei Jahre, glaube ich, gibt es da eine Prognoserechnung. Die Quellen sind von der Statistik Austria, WIFO und so weiter. Das ist ein Basisszenario der WIFO-Prognose ab 2025. Das heißt, hier sieht man von 2000 weg bis aktuell tatsächliche Entwicklungen und dann eine Hochrechnung. Das heißt, viele Reformen werden von der Regierung angedacht, für die Zukunft umzusetzen. Und wenn man all die gedachten Reformen umsetzt, dann wird trotzdem unsere Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt von derzeit 83% oder 82% auf 148% steigen. Nochmal zur Erinnerung, die Grenze von Maastricht sind 60%. Da muss man sich schon fragen, warum wurden damals solche Grenzwerte gemacht und warum spielt es keine Rolle, dass diese Grenzen ständig gebrochen werden? Oder spielt es vielleicht doch eine Rolle? und man sieht es nur noch nicht? Das heißt, exorbitanter Anstieg mit Einrechnung aller Reformen. Eine wichtige Zahl, ich habe vorher gesagt, die Staatsverschuldung ist von 2001 bis 2030 in der Prognoserechnung Amerika würde pro Jahr steigen um 8% pro Jahr. Wenn man berechnet von 1970 bis 2025 ist in Österreich die Staatsverschuldung von 1970 3,4 Milliarden Euro auf aktuell über 400 Milliarden gestiegen. Wir haben damals gemessen am Bruttoinlandsprodukt 12% Schadverschuldung gehabt. 1970, jetzt haben wir 82% und dieser Anstieg bedeutet auch 9% pro Jahr. Man muss nur dazu sagen, dass dieser Anstieg natürlich in den 70er Jahren wesentlich stärker war. Das heißt, wir haben von 1970 bis 1980 eine sehr starke Zunahme der Verschuldung gehabt. Damals waren es sehr hohe Zinsen, wenn man sich erinnert. Also hier hat man wirklich das Achtfache in zehn Jahren an Schulden verursacht und das hat sich dann abgeflacht in der nächsten Dekade und auf das Dreifache, 1,9-Fache, 1,7, 1,7-Fache. Das heißt, die Schulden steigen, aber im Gegenteil. Also im Verhältnis zu Amerika steigen sie in Österreich und im Euroraum in den letzten 10, 20 Jahren nicht mehr so stark wie in Amerika, aber doch erheblich. Und das ist im Prinzip immer so eine Sache, wenn man sagt, naja, ich bin im Ortsgebiet, fährt jeder 70 kmh, dann ist das meiner Meinung nach keine wirklich gültige... wenn die Geschwindigkeitsbeschränkung 50 ist, dann muss ich mich auf 50 halten an die Geschwindigkeitsbegrenzung, egal was andere machen. Und genau das erleben wir aber sehr häufig bei der Staatsverschuldung, dass man ständig diejenigen, die Grenzen oder Beschränkungen übertreten, schauen dann ständig auf andere, die sagen, okay, wir sind bei 83 Prozent, aber die Amerikaner haben 122 Prozent oder die Japaner 240. gemessen am Bruttoinlandsprodukt, ist alles nicht so schlimm. Ich meine, es macht die Sache nicht besser, wenn man Grenzen gesetzt hat und das wahrscheinlich mit gutem Grund, dann muss es das Ziel sein, diese Grenzen auch einzuhalten, unabhängig davon, was andere machen. Wenn es nicht gelingt, die Reformen umzusetzen, die man politisch erst einmal durchbringen muss, das ist ja nicht so einfach, also keiner hat gern Sparmaßnahmen bei sich, Grundsätzlich ist jeder dafür, wenn der Staat spart, aber sobald es einen persönlich betrifft, schaut die Sache schon wieder ganz anders aus. Ich möchte als Pensionist nicht weniger Pension haben, also ich bin noch kein Pensionist, aber ich spreche jetzt für die Pensionisten. Ich bin Landwirt, ich möchte nicht gekürzte Förderungen haben oder ich bin Beamter, ich möchte... meine Lohnerhöhungen haben und nicht weniger Lohnerhöhungen haben wie die inflation und so weiter. Das heißt, jeder will zwar sparen, aber am besten nicht bei mir. Und natürlich wird es bei jeder Sparpaket, bei jeder Sparmaßnahme wird es irgendjemand von uns treffen. Wenn es uns gelingt, die ganzen Reformen umzusetzen oder der Regierung es gelingt, sind wir bei 148 Prozent Bruttoinlandsprodukt bis 2060. Wenn es uns nicht gelingt, bei 250 Prozent. Also jenseits von Gut und Böse. Und warum sage ich das Ganze? Man muss sich einfach die Frage stellen, wie sicher ist es wirklich, wenn ich jemanden wie einem österreichischen Staat Geld borge, der ständig neue Schulden macht und wo ich heute schon weiß, das ufert aus in eine Richtung, die vielleicht nicht mehr so gesund ausschaut. Ist es wirklich so sicher, wie ich es gesagt bekomme? Es geht auf alle Fälle schon Vertrauen verloren. Das heißt, die blaue Linie zeigt hier, dass der ausländische Besitz von US-Staatsanleihen deutlich zurückgeht von fast 60 Prozent auf derzeit 30 Prozent im ersten Quartal 2025. Das heißt speziell China, Indien, die sogenannten BRIC-Staaten, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Also man spricht nicht nur von BRIC, sondern BRICS mit Südafrika dazu. Das heißt, diese Regionen, da gehören auch noch viele kleinere Länder dazu, die versuchen schon seit längerem oder gibt seit längerem Gespräche, eine alternative globale Leitwährung zum US-Dollar herzustellen. Das schwächt natürlich den amerikanischen Dollar und die amerikanischen Staatsanleihen. Und das bedeutet, Vertrauen geht verloren. Man sieht das schon, okay, die machen so viele Schulden, das geht sie irgendwie vielleicht einmal gar nicht mehr aus. Ich reduziere mein Risiko und ich gehe raus aus amerikanischen Staatsschulden, ich verleihe Amerika nicht, ich verleihe Amerika nicht mehr so viel Geld und kaufe vielleicht anstattdessen Gold. Das heißt, hier sieht man in der roten Linie die Zunahme von Währungsreserven der Zentralbanken. Global, die hat in den letzten Jahren zugenommen und amerikanische Staatsanleihen wurden nicht mehr so viel gekauft. Und das setzt natürlich den amerikanischen Dollar und auch die Regierung in Amerika unter Druck. Nicht nur in Amerika, sondern dann auch in weiterer Folge bei uns, weil natürlich der Staat seine Ausgaben finanzieren muss. Und ein Staat hat im Prinzip immer nur zwei Möglichkeiten, wie er sie finanziert. Entweder direkt durch Steuereinnahmen, das ist unpopulär. möchte keiner haben, wird man nicht mehr so gerne gewählt in einer Demokratie. Oder eben durch Staatsverschuldungen, durch Aufnahme von neuem Geld. Und das funktioniert so lange, solange mir jemand Geld leiht. zu einem bestimmten Zinssatz. Und da kommen wir wieder eben ins Spiel, hat man vielleicht auch schon einmal gehört, der Donald Trump hätte gerne geringere Zinsen in Amerika. Die Notenbank in Amerika sagt, wir können die Zinsen nicht weiter senken, weil das würde vielleicht die inflation anfeuern. Und daraus entsteht dann natürlich dieses ganze Spannungsfeld. Hier sieht man den Chart von Gold, wie er sie entwickelt hat, seit 1973. Bis 1971 ist ja Gold gebunden gewesen am amerikanischen Dollar. Das heißt, in der Nachkriegszeit von 1945 bis 1971 war das sogenannte Bretton-Wood-System. Und in dieser Zeit war ein fixer Wechselkurs von US-Dollar zu Gold. Und der hat betragen, für 35 Dollar hat man eine Unze Gold bekommen. Und dieses Spannungsverhältnis, auf das will ich jetzt nicht näher eingehen, weil das haben wir in anderen Webinaren schon ausführlich besprochen. Da gibt es den Artikel Gold, ein Spiegel unseres Geldes. Derjenige, der sich da genauer einlesen möchte, auch ein Webinar gibt es dazu. Da kann man sich das genauer anschauen, wie sich das entwickelt hat und wie das entstanden ist. Ich möchte an der Stelle darauf eingehen, wie sich der Goldpreis einfach seit den 1970er Jahren entwickelt hat. Und was das mit den Staatsanleihen zu tun hat. Das heißt, der Goldpreis war bis 1971 bei 35 Dollar pro Feinunze. Nach Aufheben des Bretton-Woods-Systems, das Beginn im Prinzip unseres Fiat-Geldes, das heißt unser Geldsystem ist nicht mehr an Edelmetalle gebunden, wie es früher war. Da waren die Währungen meistens an Gold oder Silber gebunden. Seit 1971 gibt es das nicht mehr. Unser Geld ist an nichts mehr Begrenztes gebunden. Man kann quasi Geld schöpfen ohne Ende. Solange das Vertrauen in die Währung besteht, scheint es kein Problem zu sein. Jetzt schauen wir uns aber an, wie hat sich der Goldpreis entwickelt und ist der Goldpreis unter Umständen ein Indikator dafür, wie es mit unserer Währung und damit dann auch der Sicherheit, wenn ich einem Staat Geld borge, Wir haben 1973, wo der Preis für eine Unze Gold bei 65 Dollar ist dann stark gestiegen auf 850 Dollar. Hier haben wir eine starke inflation schon gehabt, in Amerika eben auch bei uns. Das wurde dann erfolgreich bekämpft, indem die Zinsen angestiegen sind auf teilweise 10 Prozent am Sparkonto, bei Kreditzinsen 15, 16 Prozent hat es damals gegeben. Gold zahlt keine Zinsen. Wenn ich aber Geld verborge und ich kriege 9, 10% Zinsen, dann bin ich vielleicht bereit, auch in einem Staat ein Geld zu borgen, weil ich ja entsprechend entschädigt werde dafür. Und das ist damals sehr gut gelungen. Man muss allerdings dazu sagen, damals war die Staatsverschuldung global sehr, sehr gering. Wie gesagt, in Österreich circa bei 15 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt und auch in Amerika entsprechend. Das heißt, solche Zinsanstiege, wie es damals gegeben hat, wären heute mit der hohen Staatsverschuldung nicht mehr möglich. Soweit halt die Prognosen aller Ökonomen, da sind sie alle ziemlich einig. Wer weiß, was alles die Zukunft bringt. Das hat dazu geführt, dass wieder Vertrauen in die Währung hergestellt wurde. Der Goldpreis ist gefallen von 850 Dollar 1980 auf 252 Dollar 1999. Also doch ein erheblicher Rückgang. Und jetzt sieht man, dann in der Finanzkrise 2007, 2008 ist dann der Goldpreis wieder extrem gestiegen. Das heißt im Umkehrschluss, Gold ist ein Spiegel unseres Geldes, Vertrauen in die... Währung ist verloren gegangen. Man hat befürchtet erhöhte Staatsverschuldungen. Kann der Staat wirklich sich ständig neu verschulden? Kann er wirklich dieses Versprechen, dass er die Schulden zurückzahlt, einlösen? Stark gestiegen. Dann hat es sich wieder beruhigt nach 2013 bis 2015. Und jetzt sehen wir einen ganzen... starken Anstieg wieder. Das heißt, wir haben hier den Punkt 17.10.2025 bei 4.300 Dollar pro Feinunze. Gold ist in der Zwischenzeit mal auf 5.500 gestiegen, pendelt jetzt irgendwo bei 4.700, 4.800. Sehr schwankungsanfällig. Das heißt, auch Iran-Krieg und Co. trägt hier natürlich bei, dass eine gewisse Unsicherheit besteht. Was will ich damit sagen? Gold könnte ein Indikator sein oder war in der Vergangenheit immer ein Indikator dafür, wie es mit unserer Währung bestellt ist, mit der Stabilität unserer Währung. Und deswegen sollte man den Goldkurs auch mit beobachten, weil es doch eine Aussagekraft hat, ob es wirklich sicher ist, wenn ich mein Geld einem Staat wie Österreich borge. Und hier stellen wir einfach nur ein paar Sachen fest. Ich habe vorher gesagt, die Staatsverschuldung in Amerika 8% im Durchschnitt, die Staatsverschuldung in Österreich von 1970 bis 2025 ist um 9% pro Jahr gestiegen. Komischerweise passt das alles zusammen, weil auch der Goldpreis von 1970 bis 2025 im Durchschnitt um 9% pro Jahr gestiegen ist. Die Staatsversulung in Österreich ist eben genauso um 9% gestiegen, wie ich vorher schon gesagt habe. Das Bruttoinlandsprodukt ist in dem Zeitraum gestiegen um 5,3% pro Jahr. Auch das Einkommen ist in Österreich in diesem Zeitraum um 4,8% pro Jahr gestiegen. Der offizielle Verbraucherpreisindex ist nur um 3,3% gestiegen. Deswegen gibt es... Kritiker, die sagen, es gibt eine offizielle inflation und es gibt die wahre inflation. und die wahre inflation liegt in Wirklichkeit immer ein bisschen höher von der offiziellen inflation, weil ja die Berechnung der inflation auch nach bestimmten Kriterien abläuft. die man auch kritisch hinterfragen kann. An der Stelle möchte ich nicht tiefer in die Materie eingehen, weil das nicht unser Thema heute ist, sondern nur auf den Artikel verweisen, die wahre inflation, der auf unserer Website zu finden ist, wo wir auf ein paar Punkte der inflationsberechnung kritisch eingehen. Und eines habe ich übersehen, die globalen Aktien, der Aktienmarkt ist von 1970 bis 2025 Vorkosten um 11% gestiegen. Das heißt, wenn man den Anstieg von Aktien auch kritisch betrachtet und sagt, naja, wenn vielleicht die inflation nicht 3,3 war, sondern tatsächlich vielleicht bei 5%, dann ist der Aktienmarkt nicht mit 10 oder 11% gestiegen, sondern abzüglich der inflation, weil die inflation natürlich den nominalen Wert eines Unternehmens auch senkt. Das Risiko 1, das wir haben, oder das erste Risiko, wenn man das entsteht durch die steigende Staatsverschuldung, ist eben die inflation. Und hier nochmal ein historischer, langfristiger Chart bis 1775 zurückreichend, der einfach zeigt, wie die Geldmenge in Amerika sich damals entwickelt hat. Das heißt, die Geldmenge war relativ stabil. Warum ist da hier eine andere Farbe? 1914, im Dezember 1914 wurde die amerikanische Notenbank gegründet. Das war kurz vor Weihnachten, ist es durch das Gesetz gegangen. Auch dazu gibt es kritische Stimmen. Und dann 1971 ist dann das Bretton-Woods-System abgeschafft worden. In diesem Zeitraum von 1915 bis 1945 war der US-Dollar immer an Gold gebunden. Bis 1933 war der Wechselkurs Dollar zu Feinunzigold bei 20 Dollar. 1934 bis 1971 hat es eine feste Dollar-Goldbindung gegeben. Die ist gelegen bei 35 Dollar, habe ich vorher schon gesagt. 1966 war es der französische Präsident Charles de Gaulle, der damals sehr, sehr viele Dollars gehabt hat. Und in dem Vertrag von Bretton Woods hat es ja geheißen, man kann jederzeit Dollar gegen Gold eintauschen. Und das wollte er damals machen. Und das war der Beginn vom Ende vom Bretton Woods System, weil die Amerikaner natürlich nicht mehr so viel Gold gehabt haben wie Dollar. Sie haben mehr Geld gedruckt, als sie Gold gehabt haben. Und so hat dann 1971 der Nixon... bekannt unter dem Nixon-Schock, diese Eintauschverpflichtung aufgehoben, zu Beginn vorübergehend und das war dann natürlich endgültig 1973, seitdem gibt es das Bretton-Woods-System nicht mehr. Und hier sieht man... Den starken Knick, hier sind wir in der Fiat-Währung und seitdem wird sehr, sehr viel Geld gedruckt. Und die ganzen Probleme, die in unserem Finanzsystem entstanden sind, hat man bisher immer gelöst, indem man neues Geld druckt, um die Liquidität aufrechtzuerhalten. Die große Frage wird sein, kann das auf immer und ewig gut gehen oder wird irgendwann einmal die Rechnung dafür zu bezahlen sein? sind vielleicht Staatsanleihen durch die Zunahme der Staatsverschuldung doch nicht so sicher, wie es scheint. Das ist kein neues Phänomen, das wir in unserer jetzigen Zeit haben. Auch die Römer haben das schon gehabt. Das heißt, auch die Römer haben schon für die Finanzierung ihrer Staatsausgaben den Silberling quasi verwässert. Das heißt, der Silbergehalt reduzierte sich von 3,5 Gramm im dritten Jahrhundert nach Christus auf 0,6 Gramm. Also im dritten Jahrhundert genau auf 0,6 Gramm. Das heißt, es ist ein Silbergehaltsverlust von 80 Prozent. Und das war auch hier der Anfang vom Ende. Irgendwann einmal ist es dann zu einer Währungsreform gekommen, weil eben das Vertrauen in diese Währung nicht mehr da war. Geld wird gedruckt, in Krisen besonders viel. Das heißt, wir haben hier die Finanzkrise, starker Anstieg in Amerika, quantitativ Easing, wenn man sich an das noch erinnert. Die roten Linien sind entscheidend. Man hat hier immer gesagt, man muss diese Geldmenge wieder reduzieren. Wenn man es nicht reduziert, wird der Geldwert automatisch geringer. Wenn der Geldwert geringer wird, heißt das inflation. Und wenn ich 100.000 Euro habe, dann kann ich mal... einfach später nicht mehr so viel kaufen um die 100.000 Euro. Man wollte immer die Geldmenge reduzieren, tatsächlich ist sie immer angestiegen. und auch jetzt wieder, man will die Geldmenge reduzieren, aber es passiert nicht, weil ständig neue Krisen kommen, neue Herausforderungen kommen, aktuell beim Iran-Krieg und so weiter, wird es wieder Begründungen geben. Egal was passiert, Der Geldwert wird wahrscheinlich, wie in der Vergangenheit, oder die Geldmenge wird wahrscheinlich weiterhin ansteigen. Und das fördert natürlich die inflation. Wenn wir jetzt konkret auf die inflation schauen, ein bisschen kurzfristiger den Fokus setzen, wie war es in den letzten sechs Jahren, so eine typische Bausparlaufzeit, dann hat tatsächlich in Österreich... der inflation 29 Prozent betragen, in der Eurozone 23 Prozent. Was heißt das? In sechs Jahren sind alle Waren und Dienstleistungen um 30 Prozent gestiegen oder der Wert meines Geldes ist um 30 Prozent gefallen. Und es ist schon dramatisch, wenn man sich das vorstellt. Man hat heute vielleicht sich angespart 100.000 Euro am Bankkonto. Und wenn das nicht kompensiert wurde durch Zinsen, dann hat man tatsächlich 30.000 Euro real verloren. Das Problem ist, dass man die inflation so schwer begreift, weil der nominelle Wert ja gleich bleibt, sondern nur alles andere teurer wird. Und so wird der Verlust des Geldwertes sehr schwer oder wird leichter verdaut, sagen wir so. Würden irgendwelche Maßnahmen gesetzt werden, wo tatsächlich, wo es heißt, Von deinem Bankguthaben werden 30% abgeschöpft für die Finanzierung des Staates. Ich glaube, wir hätten viele große Demonstrationen. Wenn das Ganze passiert über inflationierungen, dann akzeptiert das im Prinzip jeder. Ist okay, man sollte nur wissen, wie man darauf reagiert. Hier haben wir unsere Grafik, die im Prinzip das Gleiche zeigt, wie die Grafik vorher vom ORF. Das heißt, bei 10.000 Euro Einmalzahlung 2020 sieht man hier die graue Fläche, wie stark hätte sich der Geldwert erhöhen müssen, damit man die Kaufkraft behält, damit man real kein Geld verliert. Und bei 10.000 Euro Einzahlung hat man hier auch in etwa 30 Prozent, also man bräuchte 3.000 Euro. Mehr, 30% mehr, damit man keine Kaufkraft verloren hat, hätte man das Geld in den letzten sechs Jahren angelegt bei einem Bausparer täglich fälliges Sparbuch und hätte man nach Abzug der Kapitalertragssteuer nur 0,31% Zinsen pro Jahr bekommen, 185 Euro Entschädigung im Verhältnis 3000 Euro Verlust. Also kaum eine Zinsentschädigung, wenn man Geld verleiht im Verhältnis zur inflation. Geld, das ist mal das große Risiko.

Wenn man sich die langfristige Entwicklung der letzten 50 Jahre ansieht, stellt man fest, dass Sparbücher im Verhältnis zur inflation Geld verloren haben. Bei Staatsanleihen hätte man den inflation ausgeglichen, aber man darf sich nicht täuschen lassen: Zwischen 1976 und 2000 waren die Zinsen sehr hoch, durchschnittlich 10% pro Jahr. Danach sind die Zinsen ständig gesunken. Durch den starken Zinsanstieg sind die Kurse von Anleihen stark gefallen. Wenn Zinsen steigen, fallen Anleihenkurse. Das sollte man berücksichtigen.

Kurzfristig betrachtet, in den letzten 20 Jahren, hat man mit Staatsanleihen keine Gewinne mehr gemacht, speziell weil die inflation in den Jahren 2021 und 2022 stark angestiegen ist und die Anleihenkurse durch die Zinsanstiege stark gefallen sind. Real hat man Geld verloren, und die Zukunftsaussichten sind nicht rosig. Der erste Gefahrenpunkt bei Staatsanleihen ist die inflation, also der Kaufkraftverlust durch die inflation. Der zweite Punkt ist eine potenzielle Währungsreform.

Ich möchte euch das anhand eines Experiments demonstrieren. Einige von euch kennen es vielleicht schon: das Holzstock- und Gummiband-Experiment. Es zeigt den Unterschied zwischen Sicherheit und Stabilität sowie zwischen Risiko und Volatilität. Diese Begriffe werden oft verwechselt. Wenn man dem Staat Geld leiht oder es auf ein Sparbuch legt, ist es grundsätzlich stabil. Anders als bei Aktienmärkten, wo es rauf und runter geht, hat man am Sparbuch keine Gewinne oder Verluste, aber durch die inflation einen realen Kaufkraftverlust. Bei 3% inflation verliert der Geldwert in 24 Jahren die Hälfte. Das bedeutet, dass eine stabile Geldanlage in 24 Jahren 50% an Wert verliert. In der Vergangenheit lag die inflation bei 3%, und ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft mit 3% inflation rechnen sollten, nicht mit den 2%, die das Ziel der Europäischen Zentralbank sind. Derzeit liegt die inflation bei 4%, und die Prognosen steigen wieder. Durch die aktuellen Situationen sollten wir eher mit inflationsraten von 3% oder mehr rechnen.

Wenn man Geld stabil anlegen möchte, ist es nur insofern sicher, dass es stabil scheint. Real verliert man in 24 Jahren 50%. Ein Gummiband symbolisiert den Aktienmarkt. Aktien sind bei vielen Österreichern nicht beliebt, weil die Kurse stark schwanken. Sie gehen nach oben und nach unten. Aktienkurse reagieren auf Nachrichten sehr schnell. Wenn eine Nachricht kommt, reagieren die Kurse sofort. Es ist kein stabiler Holzstock, sondern ein elastisches Gummiband. Bei schlechten Nachrichten fällt der Kurs sofort, aber wenn die schlechten Nachrichten vorbei sind, erholt er sich wieder. Langfristig haben Aktien in den letzten 50 bis 60 Jahren Renditen von 8 bis 10% vor Abzug aller Kosten erwirtschaftet. Das bedeutet, dass es zwar ein Auf und Ab gibt, aber langfristig ist man entschädigt worden.

Die Gefahr bei einem Holzstock ist, dass er brechen kann. Wenn der Druck zu groß wird, bricht er und geht nicht mehr nach oben. So ein Szenario kann jederzeit passieren. Am Aktienmarkt kann das nicht passieren, weil er elastisch ist. Am Sparbuch oder bei Staatsanleihen kann es passieren. Ich zeige euch das anhand von realen Beispielen im Immobiliensektor. Der Real Invest Austria Immobilienfonds war sehr stabil, aber in der Finanzkrise gab es einen Einbruch. Der Fonds musste die Auszahlung der Anteile aussetzen, weil nicht genügend Liquidität vorhanden war. Das führte dazu, dass der Fonds geschlossen wurde und die Anteile nicht zu dem ursprünglichen Preis verkauft werden konnten. Ein ähnliches Beispiel ist der Kredit Swiss Euro Real, der in der Finanzkrise geschlossen werden musste.

Volatilität bedeutet nicht gleichzeitig höheres Risiko, wenn man einen langfristigen Betrachtungszeitraum hat. Stabilität bedeutet umgekehrt nicht unbedingt Sicherheit, wie es bei den Immobilienfonds der Fall ist. Bei Bankeinlagen und Anleihen gibt es die Einlagensicherung, aber der Einlagensicherungstopf ist nur mit ca. 0,8% der gesamten Einlagen befüllt. Wenn eine größere Bank in Probleme gerät, müsste der Staat einspringen. Die Frage ist, ob der Staat das finanzieren kann, wenn er selbst schon große Probleme hat.

Wie kann man sich am besten schützen? Man sollte seine Geldanlage besser aufstellen. Geldanlage ist nicht schwer, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert. Auf der einen Seite gibt es Geldwerte wie Bankeinlagen, Geldmarktfonds, Bausparer und klassische Lebensversicherungen. Auf der anderen Seite gibt es Sachwerte wie Aktien, Immobilien oder Edelmetalle. Ein Finanzplan beginnt mit einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Man kann sich den Finanzplan herunterladen und Feedback geben. Der Finanzplan beginnt mit der Standortbestimmung und der Definition von Zielen in kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zeitabschnitten. Man sollte sechs Monatsgehälter Liquidität haben. Kurzfristig sollte man in Geldwerte investieren, mittelfristig in eine Mischung aus Geldwerten und Aktien und langfristig in Aktien. Der Finanzplan zeigt, wie man sein Vermögen aufteilen kann. Man kann den Finanzplan im fynup-Portal herunterladen und Feedback geben.

Webinar in voller Länge ansehen

Mit einem kostenlosen Login kannst du dir das gesamte Webinar bequem im fynup-Portal ansehen.

Informationen in diesem Webinar sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.
Wolfgang Staudinger

Autor: Wolfgang Staudinger

Co‐Founder & CEO
Mehr über Wolfgang

Konsumentenschutz kooperiert mit fynup

In gemeinsamen Studien, Fachartikeln und Webinaren sorgen wir für Finanzbildung und Transparenz

Verein für Konsumenteninformation

Unsere Philosophie fußt auf unabhängiger Analyse und rechtlicher Durchsetzung – vom anonymen Vertragstest bis hin zu Musterprozessen. Durch die Zusammenarbeit mit fynup stärken wir diese Mission und sorgen dafür, dass Finanzdienstleistungen wirklich konsumfreundlich sind.

Experte Finanzdienstleistungen (VKI)

Arbeiterkammer Wien

Als Konsumentenschützer der AK Wien setze ich mich dafür ein, dass komplexe Finanzprodukte transparent und vergleichbar werden. Ein Beitrag dazu ist die gemeinsame Studie der AK-Wien und fynup „Provisionen vs. Honorare im Finanzvertrieb im Vergleich“.

Konsumentenschützer Finanzdienstleistungen (Banken, Versicherungen), AK Wien

Verbraucherschutz-Verein

Für mich als Obfrau ist klar: Lebensversicherungen mit verdeckten Provisionen sind keine faire Altersvorsorge – gemeinsam mit Partnern wie fynup zeigen wir einfache Honorarberatungslösungen, die ehrlich und nachvollziehbar sind.

Obfrau Verbraucherschutzverein Österreich (VSV)

Unsere Kund*innen sind begeistert

Unsere Kompetenz im Rampenlicht