Doppel-Nettopolizze: Die Geldanlage 2026

Vorteile der Doppel-Nettopolizze gegenüber der Nettopolizze und dem Online-Depot für ETF und Fonds

Podcast-Aufzeichnung

Podcast-Aufzeichnung vom 13. Januar 2026

Die wichtigsten Punkte dieses Podcasts

Kostenstruktur von Geldanlage-Produkten

  • Drei Kostenebenen:
  1. Kosten der Fonds oder ETFs
  2. Produktkosten: Bankdepot oder Versicherungsprodukt (Fondspolizze)
  3. Steuerliche Auswirkungen:
  • Bankdepot: 27,5% Kapitalertragssteuer auf Gewinne
  • Versicherungsprodukt: 4% Eingangsteuer

Nettopolizze

  • Provisionsfreiheit auf der zweiten Ebene (Produktebene)
  • Vermittlungshonorar statt Provisionen
  • Vorteile: Kostengünstigste Form der Fondspolizze, rechtlich gleich wie Fondspolizze

Doppel-Nettopolizze

  • Provisionsfreiheit auf beiden Ebenen:
  1. Fonds- und ETFs-Ebene: Clean Shares oder institutionelle Fondbranchen
  2. Produktebene: Vermittlungshonorar statt Provisionen
  • Vorteile:
  • Steuerliche Vorteile: 4% Eingangsteuer statt 27,5% Kapitalertragssteuer
  • Flexibilität: Steuerneutraler Wechsel von Fonds oder ETFs
  • Langfristige Vorteile: Besonders bei längerfristigen Geldanlagen (Altersvorsorge, Kindervorsorge)

Vergleich Online-Depot vs. Doppel-Nettopolizze

  • Online-Depot:
  • Vorteile: Größere ETF-Auswahl, Einzelaktien, Zertifikate, Derivate
  • Nachteile: Höhere Steuerlast, Kosten bei aktiv gemanagten Fonds
  • Doppel-Nettopolizze:
  • Vorteile: Steuerliche Vorteile, Flexibilität, langfristige Kosteneffizienz
  • Nachteile: Eingeschränkte ETF-Auswahl, keine Einzelaktien, Zertifikate, Derivate

Beratung und Digitalisierung

  • Beratung:
  • Unabhängige Vermögensberater: Marktvergleich, Honorarberatung
  • Digitale Finanzberatung: Portfolio-Monitoring, Markt-Monitoring, Produkt-Monitoring
  • Vorteile: Transparenz, Qualität, Kosteneffizienz

Gesellschaftlicher Nutzen

  • Doppel-Nettopolizze:
  • Vorteile für die Gesellschaft: Mehr Kapital bei KonsumentInnen, bessere Altersvorsorge

Praktischer Tipp

  • Flexibilität: Produkt sollte flexibel hinsichtlich ETFs und aktivs Management sein
  • Clean Shares: 50% ETF, 50% Clean Shares für langfristige Vorteile

Transkript zum Nachlesen und Suchen

Jetzt hört man immer öfter, dass für ETF in Österreich eine Nettopolizze besonders gut sein soll. Worauf du aufpassen musst, habe ich Finanzprofi Wolfgang gefragt, und er verrät uns, warum du in Österreich eine Doppel-Nettopolizze brauchst. Es geht um dein Geld, schau dir das an. Praktisch veranlagt, der Podcast für alle, die Finanzen lieber selber machen. Mit praktischen Veranlagungstipps aus der Veranlagungspraxis. Hallo, mein Name ist Michael, ich stelle stellvertretend für dich, für euch, alle möglichen und unmöglichen Fragen zum Thema Geld und Geldanlage, und unser Finanzprofi Wolfgang liefert schlaue Antworten aus der Praxis.

Ja genau, damit du deine Finanzen optimieren kannst, damit dir mehr Geld bleibt.

Wir arbeiten beide für fynup, den Marktvergleich für Geldanlage in Österreich, haben also wirklich Einblick und Überblick. Unser Thema heute ist die Doppelnetto-Polizze, die beste Geldanlage 2026. Jetzt hören wir die ganze Zeit, für ETF und Co. ist die Netto-Polizze super. Jetzt brauche ich plötzlich eine Doppel-Netto-Polizze. Was ist das wieder?

Ja Michi, fangen wir vielleicht einmal grundsätzlich an und beschäftigen uns mal kurz mit der Kostenstruktur generell und wie ein Produkt, ein Geldanlage-Produkt aufgebaut ist. Ich habe da immer drei Kostenebenen. Die erste Kostenebene ist die Kosten der Fonds oder ETFs. Die zweite Ebene sind die Produktkosten. Das heißt, ich muss immer einen ETF oder einen Fonds in einem Bankdepot oder in einem Versicherungsprodukt, einer sogenannten Fondspolizze, legen. Ich kann die nicht ohne einen Behälter quasi kaufen.

Ich kann die ETF nicht einfach so lose kaufen.

Genau, ich muss die ETFs immer irgendwo lagern und das ist entweder ein Bankdepot oder eine Versicherungslösung, und da spricht man von einer Fondspolizze. Je nachdem, wo ich diesen ETF oder diesen Fonds kaufe, in einem Bankdepot oder in einer Versicherungshülle, habe ich unterschiedliche Auswirkungen auf die Steuer. Das heißt, wenn ich die ETF oder die Fonds kaufe in einem Bankdepot, dann bezahle ich für die Gewinne 27,5% Kapitalertragssteuer. Wenn ich denselben ETF, denselben Fonds kaufe über ein Versicherungsprodukt, dann bezahle ich nur 4% Eingangsteuer. Und das ist ein ganz wesentlicher Betrag, vielleicht ein kleines Beispiel dazu. Bei 100.000 Euro Anlage bezahle ich bei der Versicherungshülle 4% Eingangsteuer, das sind 4.000 Euro. Bei einem Bankprodukt, bei einem Online-Depot oder bei einem Hausbankprodukt, bezahle ich von dem Gewinn 27,5% Kapitalertragssteuer. Das sind bei 100.000 Euro Einlage. Wenn ich zum Beispiel 7% Rendite annehme, habe ich nach 10 Jahren eine Verdoppelung, 100.000 Euro Gewinn. Dann bezahle ich quasi 27.500 Euro Steuern. Bank oder 4.000 Euro Versicherung.

Das ist schon ein ordentlicher Unterschied.

Das ist ein ordentlicher Unterschied und der nimmt zu, je länger ich die Veranlagung halte und je höher die Renditen sind. Wenn ich das nämlich weiterführe bei 7% Netto-Rendite, hätte ich quasi nach 20 Jahren 300.000 Euro Gewinn, dann hätte ich schon 75.000 Euro in etwa Steuerlast. Und bei der Eingangsteuer im Versicherungsprodukt bleibe ich bei den 4.000 Euro Steuern stehen. Das heißt, je länger die Geldanlage läuft und je höher die Gewinne sind, desto wesentlich, unglaublich wesentlich ist oder unterschiedlicher ist nachher die Steuerlast.

Also der Unterschied wird immer größer, je mehr, dass man, der Vorteil sozusagen wird immer größer, dieser Netto-Polizze.

Genau, und deswegen ist es so, dass einfach grundsätzlich für längerfristige Geldanlagen, spricht man so ab 10, 15 Jahren, optimal für die Altersvorsorge, Kindervorsorge, mit zunehmender Laufzeit, mit zunehmender Rendite, steuerliche Vorteile mal grundsätzlich wesentlich für eine Veranlagung in einer Versicherungshülle, sprich einer Fondspolizze, bestehen.

Und was ist jetzt eine Nettopolizze?

Eine Nettopolizze ist eben der Teil, wenn das Produkt in der zweiten Ebene provisionsfrei ist. Das heißt, ich bezahle für den Vermittler keine Provisionen. Wenn ich so ein Produkt kaufen möchte, kann ich aber das Produkt nicht online kaufen wie bei einer Online-Bank, zum Beispiel Flatdex oder Dadat. Da könnte ich ja das direkt selber online kaufen. Bei einem Versicherungsprodukt besteht der Direktkauf leider noch nicht. Deswegen brauche ich immer einen Vermittler. Und wenn der Vermittler auf die Provisionen verzichtet und anstattdessen ein Vermittlungshonorar verrechnet, dir in Rechnung stellt, also dem Kunden in Rechnung stellt, dann spricht man von einer Nettopolizze.

Das heißt, ich zahle keine Provisionen und deswegen ist eine Nettopolizze gescheiter als diese Grundstruktur, diese Fondspolizze. Es ist eine spezielle Form von der Fondspolizze.

Genau, das ist die kostengünstigste Form der Fondspolizze, sonst ist alles gleich, rechtlich ist alles gleich. Ich habe durch diese Provisionsfreiheit viele Vorteile in der Gestaltung, aber das würde jetzt an dem Punkt vielleicht ein bisschen zu weit gehen, das können wir dann später noch kurz besprechen, wie das wichtig ist. Einmal an der Stelle jetzt, dass man unterscheidet. Mit Provision spricht man von einer Fondspolizze oder von gebundenen Lebensversicherung. Wenn das Ganze provisionsfrei ist, dann ist das eine Nettopolizze.

Diese Nettopolizze, von der haben wir ja schon öfter gesprochen. Man hört sich immer öfter anleihen, dass das super sein soll. Jetzt weiß ich, Provision super, Steuer super. Aber was ist jetzt diese Doppel-Nettopolizze?

Genau, die Doppel-Nettopolizze wird immer wichtiger. Und hier sprechen wir von der Provisionsfreiheit in der ersten Ebene, das heißt Fonds- und ETFs-Ebene.

Also wir waren jetzt in der zweiten Ebene, diese Produktebene. Und da gibt es noch eine drüber, das ist die Fonds-Ebene.

Genau, die Ebene der Fonds und ETFs. Da haben wir die Situation, dass ETFs deswegen so interessant sind, weil sie kostengünstig sind und sehr transparent sind. Aktiv gemanagte Fonds werden in der Regel in Österreich oder im deutschsprachigen Raum generell immer mit Provisionen verkauft. Provisionen für die Banken oder für die Versicherung. Also immer auf die zweite Ebene, der Produktebene, werden hier Provisionen bezahlt. Ein klares Beispiel: Kaufe ich zum Beispiel einen Aktienfonds, hat der in der Regel 1,8 bis zu 3% Kosten. Bei diesen Prozentangaben muss man sich aufpassen, weil das ist nicht von 100 gerechnet, sondern das ist ein tatsächlicher Renditeverlust. Wenn an den Märkten 7% Rendite erwirtschaftet werden und der Fonds verursacht mir 2% laufende Kosten, bleiben nach Abzug der ersten Ebene nur mehr 5% für den Kunden und dann kommen die Produktkosten und dann kommen die Steuern weg. Das heißt, 2% laufende Kosten heißt Rendite-Reduktion, Renditeabrieb. Deswegen ist da ganz wichtig drauf zu schauen. Und Aktiv gemanagte Publikumsfonds verrechnen zwar die Kosten an den Kunden, bezahlen aber bis zu 50% der verrechneten Kosten wieder an Provisionen an die Bank oder an die Versicherung, wo eben dieser Fonds liegt. Und wenn man diese Provision vermeiden möchte, und das kann man, wenn man keine Publikumsfonds kauft, sondern sogenannte Clean Shares oder auch bekannt als institutionelle Fondbranchen, dann verrechnet dieser Fonds von vornherein nur in etwa die halben Kosten, weil eben keine Provisionen an die zweite Stelle gezahlt werden. Und dann spricht man von einer Doppelnetto-Polizze, weil ich auf der ersten Ebene keine Provisionen bezahle. Das heißt, von den Fonds geht keine Provision an Versicherung oder Bank, erste Ebene. Die zweite Ebene, aus der Produktebene, geht keine Provision an den Vermittler. Der Vermittler stellt dann ein Honorar für den Aufwand in Rechnung, aber eben keine Provision wird eingerechnet. Und dann habe ich eine Doppel-Netto-Polizze.

Also zweimal Netto auf beiden Ebenen sozusagen ist zweimal Netto und der Effekt ist, dass mir dann mehr Netto bleibt.

Wesentlich mehr, genau. Die Kostenebene, die sind eben brutal relevant, weil in der unsicheren Zukunft, die wir ja alle miteinander nicht wissen, wie entwickeln sich Aktienmärkte, wie entwickeln sich die Zinsen, wie entwickelt sich die Inflation, habe ich viele Unsicherheitspunkte. Aber was ich absolut mit Sicherheit berechnen kann, ist der Kosten- und Steuerunterschied. Und mit dem optimalen Ausnutzen des Kosten-Steuer-Effizienz, das heißt auf allen drei Ebenen, Fond-Ebene oder ETF-Ebene, dann zweite Ebene, Produktebene und die dritte Ebene aus der Steuer, wenn ich alle drei Ebenen perfekt optimiere, dann kann ich bis zu 2% oder sogar im Schnitt 2%, also es geht über 2% drüber, ich kann im Schnitt 2% mehr Nettorendite für mich als Kunde rausholen. Weniger für die Finanzindustrie, weniger für den Finanzminister. Und das bewirkt 2% Renditedifferenz. Erhöht man entweder den Ertrag um das Doppelte nach 30 Jahren oder ich muss für den selben Ertrag nur die Hälfte einzahlen gegenüber einem Provisionstarif. Und ja, ich denke, da ist es wert, dass man da genauer hinschaut. Also es ist immer mehr Netto.

Genau diese Vorteile dieser Clean Shares werden ganz ausführlich beschrieben, übrigens in einem Webinar von Wolfgang. Das heißt, 2026 kommt der Crash, ist hier verlinkt und natürlich unten in der Beschreibung. Aber was ist jetzt, wenn ich überhaupt sage, ich brauche keine Clean Shares, Aktiv gemanagte Fonds, das interessiert mich nicht. Ich bin total überzeugt von ETF, das ist die Zukunft. Brauche ich dann eine Netto-Polizze oder so eine Doppel-Netto-Polizze? Hilft mir die dann was?

Ja, auf alle Fälle. Schau, es ist so, die Nachteile, die man vielleicht in einer Doppelnetto-Polizze hat gegenüber einem ETF-Depot, wenn man vielleicht die Vor- und Nachteile kurz anschaut. Ich habe den Vorteil in einem Online-Depot, wenn ich nur ETFs mache, ich kann mehr ETFs, ich habe eine größere ETF-Auswahl. Ich bin in der Auswahl von ETFs in einer Doppelnetto-Polizze ein bisschen eingeschränkt. Ich kann auch in einer Doppelnetto-Polizze keine Einzelaktien kaufen, ich kann keine Zertifikate kaufen, keine Derivate.

Aber Zertifikate und Derivate hast du eh schon öfter gesagt, das sollte man eh nicht, als normaler Anleger muss man das nicht unbedingt machen.

Genau, man kann es vielleicht am Rande mitnehmen, aber da sollte man ein bisschen vorsichtig sein und das ist, sage ich mal, eher was für sehr gut, also für Menschen, die sich im Finanzmarkt wirklich sehr, sehr gut auskennen und das ist vielleicht ein bisschen zum drüberstreuen nehmen. Aber für Standard oder für den Stamm der Anlage empfehlen wir immer ETFs oder Fonds zu wählen. Ja, aber nur der Vollständigkeit halber, ich hätte in einem Online-Depot eine größere Auswahl. Konzentriert auf ETFs und Aktiv gemanagte Fonds. Und dann ist es so, dass ich beim Online-Depot natürlich auch für Sparziele bis zu 10 Jahren, das heißt ich würde zum Beispiel in 7, 8, 9 Jahren mir ein Eigenheim, eine Wohnung oder etwas kaufen. Auch dafür ist dann eine Doppelnetto-Polizze nicht geeignet. Das heißt, wenn ich wirklich den gesamten Kapitalbedarf in den nächsten 10, 12 Jahren benötige, dann empfehlen wir immer ein Online-Depot. Das sind die Vorteile vom Online-Depot. Aber die Vorteile von der Doppelnetto-Polizze sind einmal zum Ersten die Steuervorteile, wie bereits ausführlich erwähnt vorher. Dann wichtig die Flexibilität. Wir erleben es immer wieder, dass Leute sagen, ich habe jetzt einen ETF. Und jetzt habe ich festgestellt, eigentlich wäre jetzt ETF 2 besser. Dann muss man wissen, oder wissen eh die meisten, wenn man einen Wechsel macht und man hat Gewinne von einer Anlage, das heißt der ETF hat zum Beispiel Gewinne und ich würde nur den ETF wechseln von A auf B, dann müsste ich für den gesamten Gewinn sofort die Kapitalertragssteuer bezahlen. Weil der überwiegende Teil der Kapitalertragssteuer wird erst dann ausgelöst, wenn ich wirklich verkaufe. Ein Wechsel ist aber auch steuerrechtlich ein Verkauf und ein Neukauf. Das heißt, da wird dann sofort die Steuer ausgelöst. Und das ist ein riesengroßer Vorteil in der Doppelnetto-Polizze, weil ich eben gar keine Kapitalertragssteuer habe. Frei von steuerlichen Einflussfaktoren jederzeit einen Fonds- oder einen ETF-Wechsel machen, weil es erstens keine Kosten verursacht und zweitens steuerneutral ist. Also keine Kostennachteile, keine Steuervorteile. Beides sind natürlich Vorteile betreffend der Flexibilität. Ich bin einfach beim ETF-Wechsel flexibler in der Netto-Polizze. Genau, ich habe keine Steuervorteile und keine Kostennachteile. Eines sollte man vielleicht auch nicht vergessen, der Wissensstand heute, dass man sagt, ich möchte nur ETFs, das muss nicht immer so bleiben. Wir erleben es immer wieder, dass manche Leute so überzeugt sind, dass sie nur in ETFs investieren werden. Und da kann ich nur sagen, ich bin seit über 30 Jahren in der Finanzbranche und ich habe schon einige Überzeugungen gesehen, die zehn Jahre später so nicht mehr gegolten haben. Und man sollte einfach eine Produkthülle wählen, wo man auch hier die Flexibilität hat, doch auch wechseln zu können ohne Nachteile. Weil eines ist klar, wenn man mit einer ETF startet in einem Online-Depot, dann habe ich tatsächlich nur einen Vorteil in der Netto-Polizze, das ist der Steuervorteil. Wenn man aber einen Aktiv gemanagten Fonds kauft in einem Online-Depot, dann bezahlt man dort auch die Provisionen. Online-Banken sind grundsätzlich mit ETFs günstiger. Sobald man aber einen Aktiv gemischten Fonds kauft, werden hier Provisionen an die Online-Bank bezahlt und man hat da wiederum einen Kostennachteil von circa 1% pro Jahr Renditeverlust. Und ja, wenn man heute Altersvorsorge plant für 20, 30, 40 Jahre, dann ist es schon wichtig, dass man schon beim Start weiß, für den Fall der Fälle, dass ich später mal wechseln möchte, habe ich ein Produkt, wo ich keinen Nachteil habe, wenn ich mir Aktivs Management kaufe. Und ja, an der Stelle möchte ich vielleicht nur mal kurz verweisen eben auf das Webinar, das du vorher schon angesprochen hast, weil man hier, glaube ich, sehr gut erklären, wie wichtig es sein kann und wie unterschiedlich das derzeit wahrgenommen wird, zum Beispiel diese KI-Bubble, wo man sieht, da gibt es einfach renommierte Unternehmen wie Microsoft, Alphabet oder Apple, die einfach weniger Gefahr haben, einer KI-Bubble. Und dann gibt es Unternehmen wie Nvidia, wo eben tatsächlich auch gewisse Gefahrenpotenziale drohen. Ein ETF kann hier nicht differenzieren und ein Aktivr Fondsmanager sehr wohl. Und das könnte schon sein, dass das in den nächsten Jahren tatsächlich schlagen wird.

Und ich nutze halt das Potenzial, selbst wenn ich mir denke, ich bin jetzt von ETF überzeugt, wie du gesagt hast, könnte es sein, dass in 2, 5, 10 Jahren draufkommt, okay, ETF ist vielleicht doch nicht das einzig wahre, nehmen wir noch was anderes dazu. Und dann habe ich aber die Chance nicht mehr.

Genau, wenn ich mich für Online Depot entschieden habe, dann muss ich bei Aktiv gemenschten Fonds Provisionen bezahlen. Wenn ich eine Doppelnetto-Polizze habe, dann habe ich die Zusicherung, dass ich die provisionsfrei bekomme und ich nutze von vornherein den Steuervorteil. Das heißt, ich habe nie einen Nachteil, sondern ich habe mit der Doppelnetto-Polizze immer nur Vorteile, auch wenn ich vielleicht noch nicht alle Vorteile jetzt nutze.

Und ist das ein Problem, dass du sagst, weil du gesagt hast, es gibt eine geringere Auswahl an ETF, weil ETF gibt es ja so viele, beim Online-Depot kann ich halt alle kaufen, die es gibt, oder? Und du hast ja gesagt, es gibt eine kleinere Auswahl. Macht das was aus?

Meiner Meinung nach nicht. Wenn die Qualität gut ist und wenn man wirklich passiv investiert in ETFs, dann reicht ja im Prinzip MSCI World oder vergleichbare oder MSCI Emerging Market. Und im Prinzip habe ich ja damit dieses passive Feld sehr schnell und gut abgedeckt, wenn ich hier qualitative Anbieter habe von iShares oder Vanguard. Genau, hohe Qualität ist entscheidend, nicht die Quantität.

Jetzt gibt es aber viele Menschen, auch bei unseren ZuhörerInnen wahrscheinlich, die sich denken, naja, ich weiß nicht, alles online selber machen, gerade beim Geld, vielleicht brauche ich da doch eine Beratung. Wie schaut es da aus mit der Doppel-Netto-Polizze und Beratung?

Genau, das hören wir auch immer wieder, dass sie sagen, okay, alles interessant, Kostenvorteile interessant, Qualitätsvorteile interessant, aber ich brauche jemanden, der mich wirklich begleitet über den gesamten Prozess, weil ich mir das alleine einfach nicht zutraue. Finanzen alleine zu machen ist mir einfach, will ich nicht oder kann ich nicht. Da muss man sich einmal vergegenwärtigen, was kann denn ein Berater überhaupt? Man muss sich vorstellen, ein guter Berater hat circa 1000 Kunden. Wenn wirklich etwas zu tun ist und er ist analog unterwegs und es passiert etwas am Markt, dann müsste er tausend Kunden durchtelefonieren oder mit tausend Kunden einen Termin sich vereinbaren. Das ist in der Praxis einfach nicht möglich. Bis er da bei dem Letzten ist, ist ein Jahr vergangen, dann hat sich die Situation schon wieder dreimal verändert. Das heißt, das was man machen kann, dass man wirklich rasch reagiert, weil gute Hilfe ist rasche Hilfe, das gilt bei der Geldanlage genauso wie bei vielen anderen Bereichen, ist es wirklich so, man braucht hier technische Mittel und technische Mittel sollte man unbedingt einsetzen. Das heißt, man braucht ein Portfolio-Monitoring, ein Fonds-Portfolio-Monitoring, dass man wirklich schaut, sind die Fonds und die ETFs? Passen die zu der aktuellen Zeit, soll ich das ändern oder passt das eh alles. Ich brauche ein Markt-Monitoring, ich brauche ein Produkt-Monitoring und dann wird sich die Lebenssituation manchmal individuell verändern und auch die Verträge könnten sich irgendwo verändern, weil man da vielleicht verschiedene Veränderungen vornehmen möchte.

Ja und gibt es da Berater? Oder Systeme, Online-Services, die das abbilden können, die digitale Überwachung dieses Dings und dass du verständigt wirst, Portfolio-Monitoring und solche Sachen?

Genau, es gibt immer mehr, sage ich mal, aber die meisten, wir haben in Österreich die Situation, dass wir 37.500 Beraterinnen haben, also angestellt bei Banken.

Viele, klingt nach viele.

Es sind sehr viele, überdurchschnittlich viele im internationalen Vergleich in Österreich. Die sind bei Banken angestellt, bei Versicherungen angestellt oder Agenturen, die nicht ganz unabhängig sind. Die positionieren sich manchmal unabhängiger, wie sie in Wirklichkeit sind. Und dann gibt es wirklich unabhängige Vermögensberater und Versicherungsmakler. Wir sind gewerberechtigt einer von diesen unabhängigen Vermögensberatern. Und ja, es wird da immer mehr natürlich auch probiert, nur man muss immer anschauen als Konsument, wer ist mein Gegenüber? Ist er wirklich unabhängig? Weil von den 37.500, wie ich vorher gesagt habe, sind 30.000 eben nicht ganz unabhängig oder gar nicht unabhängig. Das sind eben Banken, Versicherungen und Agenturen. Die sind nicht unabhängig, die machen keinen Marktvergleich. Da darf man sich als Kunde nicht erwarten, dass man das Beste vom Markt bekommt, sondern da wird es ganz klar geregelt. Es werden bestimmte Produkte vermittelt und beraten. Aber ein Marktvergleich wird hier nicht gemacht. Und das ist schon mal ein großer Unterschied. Und dann ist der zweite große Unterschied, wird wiederum auf Provisionsbasis Produkte vermittelt oder eben auf Honorarbasis. Und nur wenn ich es klar transparent haben möchte, günstig haben möchte, dann brauche ich eine Honorarberatung und ich brauche einen hohen Digitalisierungsgrad, eine digitale Finanzberatung. Und ja, da gibt es in Österreich im Prinzip nicht sehr viel. Das ist die Marktlücke, die wir erkannt haben bei fynup und deswegen bieten wir das bei fynup sehr einzigartig in der Form. Wir haben da ein eigenes Betreuungspaket für 2026 in Vorbereitung, wo ich eben die gesamten Monitorings im FondPortfolio-Bereich, Marktmonitoring, Produktmonitoring mache. Wir haben einen KI-Beratungsassistenten, den nennen wir FIN. Ganz gezielte Fragen stellen und bekommen sehr valide Antworten. Und eine Honorarberatung bietet einfach auch für den Kunden viel mehr Flexibilität, indem das einfach, es ist transparenter, es ist höhere Qualität und weniger Kosten und das Ganze sehr transparent. Und wir setzen da sehr darauf, dass das die Zukunft der Beratung wird.

Und ich nehme an, bei hohem Digitalisierungsgrad, ist es auch für die Konsumenten günstiger?

Auf alle Fälle. Das ist der klar messbarste Punkt. Wichtig ist schon immer Preis-Leistungs-Verhältnisse abzuwägen, wie überall. Aber das kann man ja bei den Provisionsprodukten meistens gar nicht machen, weil ich gar nicht weiß, wie hoch ist der Preis der Vermittlung und der Beratung. Wenn ich selber nichts zahle, sondern die Bezahlung über die Provisionen läuft, dann kenne ich den Preis gar nicht. Deswegen kann ich Preis und Leistung gar nicht gegenüberstellen. Alleine deswegen ist es wichtig für einen guten Preis-Leistungs-Vergleich, dass man sowohl die Leistung erkennt als auch den Preis.

Dann kann ich es gut vergleichen.

Genau.

Das ist super, da hat die ganze Gesellschaft was davon. Wir leiten über zum gesellschaftlichen Thema. Wie würdest du das sagen? Doppel-Netto-Polizze für die Gesellschaft in Österreich, ist das ein Gewinn?

Auf alle Fälle. Es geht im Prinzip darum, wir haben gewisse Möglichkeiten von Marktrenditen. Wir haben eine gewisse Inflation. Die einen Teil der Renditen wieder wegfrisst. Und jetzt ist das dazwischen, ist die Rendite, die im Kunden bleiben kann. Und da geht es dann darum, zwischen Null oder Minus nach Abzug der Inflation oder mehr. Und je mehr hier bei Kunden ankommt, desto besser nicht nur für den jeweiligen Einzelnen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Weil wir haben große Herausforderungen in der Zukunft in der Altersvorsorge. Und so weiter. Je mehr Kapital vom Ersparten bei KonsumentInnen ankommt, desto größer die Nutzen für uns alle.

Kleiner Hinweis dazwischen, weil du gesagt hast, große Herausforderungen bei der Altersvorsorge. Du selbst, lieber Zuhörer, liebe Zuhörerin, hast auch eine Herausforderung bei deiner Altersvorsorge. Weißt es wahrscheinlich noch gar nicht. Deswegen lohnt sich ein Abo, denn in einer der nächsten Folge werden wir deine persönliche Pensionslücke besprechen. Also Kanal abonnieren. Ist in dem Fall sehr gescheit. Und ein Kommentar lohnt sich vielleicht auch. Dann bist du vielleicht die nächste Frage der Community. Und die Frage der Community diese Woche ist, ich habe bei fynup vor einem Jahr eine Nettopolizze gekauft. Wie kann ich jetzt auf eine Doppel-Nettopolizze umsteigen?

Ja, bekomme ich auch immer wieder diese Frage. Danke. Dafür, wir die meisten haben bereits eine Doppel-Nettopolizze. Wir haben es nur vor einem Jahr noch nicht so klar. Aber herausgestrichen die Vorteile, dass man aus beiden Ebenen provisionsfrei haben kann. Kurze Anfrage bei uns per E-Mail bitte. Habe ich eine Doppelnetto-Polizze oder nicht? Zu 99% hast du eine Doppelnetto-Polizze.

Wir haben sie früher anders genannt. Ich glaube, das waren die drei Musketiere.

Genau, die drei Musketiere bestehen aus ETFs, Clean Shares und der Netto-Polizze. So haben wir es bezeichnet. Drei Musketiere, aber die korrektere Form ist eh eine Doppelnetto-Polizze.

Weil doppelt Netto, mehr Netto für dich.

Super.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch von dir der praktische Tipp der Woche.

Ja, das ist im Prinzip eh genau das, Michi, das wir auch schon besprochen haben. Achte auf messbare Vorteile. Wir können messen die Qualität, wir haben ein eigenes Ratio dafür entwickelt, das fynup Ratio, gemeinsam mit dem Finanzmathematischen Institut der Johannes Kepler Universität. Wir können aus den über 30.000 Fonds mit allen Branchen, die es in Österreich gibt, auf quantitativer Ebene wirklich messbare Vorteile von Clean Shares und ETFs zeigen. Und achte immer darauf, dass dein Produkt, das ist vielleicht der wichtigste Tipp, achte darauf, dass dein Produkt, das du jetzt kaufst, flexibel ist hinsichtlich ETFs und Aktivs Management. Dass du wirklich beides machen kannst, denn niemand kennt die Zukunft, niemand weiß, wie sich Märkte entwickeln, wie sich deine persönlichen Befindlichkeiten entwickeln und wie sich die Meinung auch von einigen Finfluencern vielleicht einmal verändern wird.

Also diese Clean Shares. Wichtig ist, dass die Clean Shares gehen, aber wenn man es jetzt vielleicht selbst noch gar nicht haben will, könnte es sein, dass man es in Zukunft braucht.

Genau, weil es ist ja so, momentan wird sehr viel geredet ETF, ETF, ETF und es ist ja grundsätzlich, wir sind ja keine ETF-Feinde, sondern wir empfehlen ja auch ETF, aber nicht 100%, sondern 50% ETF, 50% Clean Shares, man kann beides machen. Das Thema ist im Prinzip, wenn die Masse der Menschen glaubt, das Thema ist gegessen, das heißt, es ist eindeutig, dass nur ETFs das Wahre ist und das andere nicht das Richtige sein soll, dann ist es oft so, dass das knapp vor dem Kipppunkt ist und dass es dann genau in die andere Richtung geht. Also das heißt, man sollte sich nicht von der derzeitigen Situation zu sehr einzementieren, sondern sich alles offen lassen für die Zukunft.

Also nicht davon blenden lassen, dass jetzt alle ETFs kriegen jetzt Likes. Lasst ein paar Likes bei uns da bei dieser Folge. Das würde uns auch freuen. Hilft uns mit dem Algorithmus und wer weiß, vielleicht kriegt der ETF in zwei Jahren nicht so viele Likes wie jetzt. Abonnieren habe ich eh schon gesagt, weil dann seid ihr nächste Woche wieder dabei. Pensionsthema, sehr interessant. Pensionslücke, wie ihr das schließen könnt. Oder in zwei Wochen, weiß man auch nicht. Aber Abo lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt immer wieder was Spannendes bei uns. Ja und bleibt mir nur zu sagen, schaut drauf, dass alles doppelt netto ist, dann bleibt euch mehr netto. Und vielen Dank fürs Dabeisein. Bis zum nächsten Mal. Tschüss, Baba.

Danke, Servus.

Informationen in diesem Podcast sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.

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Für mich als Obfrau ist klar: Lebensversicherungen mit verdeckten Provisionen sind keine faire Altersvorsorge – gemeinsam mit Partnern wie fynup zeigen wir einfache Honorarberatungslösungen, die ehrlich und nachvollziehbar sind.

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