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Heute geht es wieder um eure Geldfragen. Fragen, die ihr zum Thema Geld auf unseren Kanälen gestellt habt: YouTube, Spotify und direkt in unseren Beratungen. Manche davon entscheiden, ob du später in einigen Jahren tausende Euro mehr hast oder welche verschenkst. Es geht um dein Geld. Schau dir das an. Praktisch veranlagt. Der Podcast für alle, die Finanzen lieber selber machen. Mit praktischen Veranlagungstipps aus der Veranlagungspraxis. Hallo, ich bin Michael von fynup und heute sind wir wieder da mit euren Fragen. Wir beantworten eure Fragen, besser gesagt, ich habe Fragen rausgesucht und Wolfgang beantwortet sie.
Ja, gerne. Es war beim ersten Mal so, dass es unheimlich viel Spaß gemacht hat. Michi, ich freue mich wieder auf die Fragen heute.
Viele dieser Fragen sind von euren Kommentaren, also kommentieren und liken lohnt sich. Deswegen gleich zur ersten Frage. Zum Verlustausgleich. Also bezieht sich auf eine Folge zum Verlustausgleich, die wir gemacht haben. Also die Aktie, die im Minus ist, im Dezember verkaufen und im Jänner wieder kaufen. Ich will ja den Verlust nicht realisieren. Das ist auch ein seltsamer Gedanke, der mir noch gar nicht gekommen ist. Vielleicht erklärst du kurz, was der Verlustausgleich ist und ob das da überhaupt einen Sinn macht, weil die Idee ist kreativ, muss ich sagen.
Grundsätzlich ist es so, dass sich Leute manchmal mit Problemen beschäftigen und die großen Lösungen, links liegen lassen. Also da gibt es dieses Pareto-Prinzip, diese 80-20-Regel. Diese Verlustausgleichsoptimierung, die gehört sicher zu den 20%, die sehr viel Kopfweh bedeuten kann. Wenn ich schon wirklich steuerlich mir was sparen will, dann lege ich halt das Geld gleich in eine Doppelnetto-Polizzei, weil ich keinen Kapitalertrag steuern habe, wesentlichen Steuervorteil. Aber wenn ich es nicht in eine Doppelnetto-Polizzei legen möchte, und dann die Steuer optimieren möchte, ja, dann hat Österreich wirklich ein bisschen ein kompliziertes System im Verlustausgleich. Wenn ich ein Depot habe in Österreich, das automatisch steuerlich meldet, dann kann ich das sehr einfach machen. Nehmen wir mal an, ich habe vier Aktienpositionen, zwei machen einen Gewinn mit 10.000 Euro, zwei machen einen Verlust mit 10.000 Euro, habe ich de facto keinen Gewinn, dann müsste ich quasi... einen Teil vom Gewinn verkaufen gegenüber dem anderen, dass ich wirklich keinen Gewinn gemacht habe und dann zahle ich auch keine Steuer. Das funktioniert nur solange, solange ich immer positive und negative Positionen habe. Wenn ich jetzt mit zwei Positionen 10.000 Gewinn gemacht habe und mit zwei Positionen nur 1.000 Euro Verlust, dann kann ich natürlich nur 1.000 Euro ausgleichen. Wenn ich langfristig davon ausgehe, dass ich Gewinne mache, dann ist dieses Verlustausgleichsthema ein sehr überschaubares, was man das am Steuerstundung bringt. Natürlich kann man das nutzen. Dieses Kaufen, Verkaufen kann aber auch sehr schnell dazu führen, dass ich durch das Kaufen, Verkaufen oft mehr Spesen habe und Sorgen habe, als wenn ich mir einen Steuer erspare. Das sind nicht die großen Punkte, wo ich mir große Vorteile hole.
Genau, man muss natürlich immer an die Kosten denken, sowohl beim Verkaufen als auch beim Kaufen. Kosten, das heißt, das muss ich alles mit einrechnen und dann gegenüberstellen. Hat das überhaupt nur einen Sinn? Und damit ich einen Verlustausgleich machen muss, muss ich auch einen Verlust haben. Ich muss einen Verlust realisieren.
Ja, man kann es schon machen. Man muss auch Vermögensverwalter werben teilweise damit, dass sie das machen. Genau nachvollziehen, dass das wirklich immer so gemacht wird, ist auch gar nicht so einfach. Wie gesagt, man kann das schon alles machen, ist aufwendig, verursacht ein bisschen Kopfweh, verursacht Arbeit und man muss aufpassen, ob man sich da nicht mehr Nachteile wie Vorteile einzieht. Und es ist nicht die große Frage. Die große Frage liegt woanders, welche Qualität habe ich, welche Kosten habe ich, welche Steuereffizienz habe ich.
Nächste Frage. Wie kann ich nachweisen, dass ich bei Abschluss meiner Lebensversicherung vor 20 Jahren von meinem Versicherungsvertreter der noch dazu bereits verstorben ist, nicht über die Kostenstruktur aufgeklärt wurde, hat er sicher nicht gemacht.
Vor 20 Jahren, jetzt haben wir 2026, also 2006 war das tatsächlich überhaupt noch nicht verpflichtend. Da hat es das Versicherungsrechtsänderungsgesetz gegeben. 2008 und erst ab dem Zeitpunkt haben Versicherungen zum Beispiel über die Kosten aufklären müssen und dann auch zunehmend immer mehr Berater. Das war tatsächlich so, dass vor 2008 ist oft in den Versicherungsbedingungen drin gestanden, Kosten werden in angemessener Höhe verrechnet. Und auch im Bankdepotbereich war man vor 20 Jahren bei weitem nicht so transparent wie heute. Heute hat man auch bei Wertpapierdepots die Möglichkeit, wirklich die Ex-Post- und Ex-Ante-Kosten genau zu erhalten, rauszulesen. Heute könnte man es genau rauslesen, viele erkennen. Noch immer nicht die Auswirkung, wenn da steht 2,3 oder 4 Prozent, was das bedeutet. Aber vor 20 Jahren kann man quasi dem Berater meiner Meinung nach gar keinen Vorwurf machen, weil es gar nicht branchenüblich war.
Anmerkung von mir, Kosten werden in angemessener Höhe verrechnet, ist schon sehr frech, auch für vor 20 Jahren. Dass das legal ist, ist schon... Grenzwertig, würde ich sagen.
Ja, da muss man allerdings sagen, wir sind immer sehr kritisch, Michi, und ich glaube das sehr zu Recht, aber man muss trotzdem den Wandel der Zeit auch immer mit berücksichtigen. Ich erinnere nur, wie sich unsere Gesellschaft verändert hat beim Thema Rauchen. Vor 20, 25 Jahren war es normal, dass jeder in einem öffentlichen Raum im Restaurant geraucht hat und die Nichtraucher haben sich dem unterordnen müssen. Wenn das heute jemand machen würde, dass er Zigaretten anzündet in einem Restaurant, er würde für Jagd. werden oder gerade wenn ein kleines Kind in der Nähe ist und ich bin groß geworden, mein Opa hat neben mir mehrere Zigaretten geraucht und in einer Hand hat er mich als Baby getragen. Andere Zeit, andere Regeln, da würde ich ein bisschen milder, milde walten lassen.
Mir kommt schon das Hursten, ja. Dann haben wir noch eine ganz super Frage, pass auf. Wie sollte man, mit zwei N, also wie sollte man, Frau davon überzeugen oder zur Überlegung anstiften, ihre Finanzen zu prüfen, wenn sie das nicht will?
Ja, schwierig. Überzeugen ist natürlich schwierig, aber vielleicht versuchst du es mit Fakten. Wir erleben das tatsächlich immer wieder. Ich habe gerade konkret eine Person im Kopf, der bei uns schon langjähriger Kunde ist und seine Frau noch nicht. Und er weiß, dass seine Frau bei uns wesentlich sich viel, viel Geld sparen würde. Aber irgendwie ist die Frau an die Beraterin, glaube ich, die sie hat, emotional so stark gebunden, dass sie da nicht weggehen möchte. Puh, schwer zu sagen. Ich kann nur sagen, es geht nicht nur um 500 Euro oder 1000 Euro. sondern es geht wirklich oft um 50.000 Euro und um 100.000 Euro auch ohne Blödsinn, also das ist wirklich bei Investitionsbeträgen von 300, 400 Euro monatlich über einen bestimmten Zeitraum, wenn man rechnet, nicht nur die Sparphase, sondern auch die Entnahmephase, dann kommen auch bei wirklich 200, 300 Euro Monatssparplan Differenzen von 50, 60, 70.000 Euro zustande über die Jahre, über den Zinseszinseffekt und Das ist den Leuten nicht bewusst. Vielleicht sagt deine Frau, bitte lass es dir zumindest einmal durchrechnen. Entscheiden kannst du dann immer noch, ob du wechseln möchtest oder nicht. Aber damit du wirklich eine Entscheidungsgrundlage hast, lass einmal wirklich die nackten Zahlen, die Fakten für sich sprechen und triff danach eine Entscheidung. Typen bei fynup auch ganz sympathisch.
Ja, oder es kann ein klimmeres passieren, wie das eine Bestätigung rauskommt und die sagt, ja, das ist eh super bei der, bleib bei der, dann hast du nämlich auch eine Ruhe.
Ja, sowieso, genau. Aber das Grundproblem wird wahrscheinlich sein, dass die Frau gar nicht bereit ist, ihren Vertrag prüfen zu lassen oder gar nicht bereit ist, sich die Zeit zu nehmen. um den Vertrag einmal zu prüfen oder diese 30 Minuten kostenfreie Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Das ist leider Gottes für manche tatsächlich auch eine Hürde.
In dem Fall gilt natürlich, Männer sind mit gemeint, weil das kann natürlich genauso umgekehrt sein. Dann habe ich noch eine Frage, die sich ganz persönlich auf uns bezieht. Was passiert eigentlich, wenn Wolfgang oder Michi in Pension gehen? Gibt es dann... Auch noch diese hervorragenden und sympathischen Beratungen. Oder was passiert, wenn fynup pleite geht? Klammer auf, was ich nicht hoffe, das gilt für mich auch. Anmerkung. An wen werde ich mich dann wenden können? Klammer trifft auf beide Fragen zu.
Okay. Ich habe ja schon öfters erwähnt, dass der Warren Buffett ein großes Vorbild von mir ist und der hat bis 90, glaube ich, gearbeitet. jetzt, oder? Bis 95? Ja, glaube ich. Das heißt, das Unternehmen besteht ja aus wesentlich mehr Leuten als aus uns zwei, Michi. Das funktioniert jetzt auch schon gut und da gibt es genügend auch Jüngere, die in der Lage sind, uns gut zu ersetzen. Das einmal zum einen. Davon würde ich mal ausgehen, dass fynup ist gekommen, um zu bleiben über Generationen hinweg. Das ist unser Ziel, dass es uns lange gibt. Natürlich kann jetzt etwas passieren, das fynup vielleicht irgendwann einmal nicht mehr gibt. Wer weiß, was alles passieren kann. Dann ist es auch kein Problem für dich, weil wir ja keine Produkte direkt anbieten, sondern wir sind nur der Berater, der Vermittler und der Betreuer. Und das Schöne ist, wir nehmen keine Provisionen. Das heißt, du bezahlst... an fynup nie fix etwas für die Zukunft, sondern immer nur leistungsbezogen zu bestimmten Zeiträumen. Und die Produkte, die du bei uns kaufst, sind alle provisionsfrei. Das heißt, wenn es fynup nicht mehr gibt oder du mit den Dienstleistungen von fynup einmal nicht mehr zufrieden bist, dann ist es mit unserem Honorarsystem und provisionsfreien Produkten für dich viel, viel einfacher als mit Provisionsprodukten. Einfach nur den Berater und Betreuer auszutauschen oder es überhaupt selber zu machen. Du kannst es ja auch selber machen und brauchst überhaupt keinen Betreuer mehr. Das ist die einfachste Lösung in der Form, so wie es wir machen, weil wir Produktkosten und die Kosten, die wir verursachen für unsere konkreten Leistungen strikt getrennt haben.
Nächste Frage. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich?
Nein, da muss man schon klar trennen. Ich würde die Frage zweiteilig beantworten. Erstens ist es einmal so, dass bestehende Verträge, Versicherungsverträge, das sind Verträge mit bestimmten Laufzeiten, darf nicht nachträglich eingegriffen werden. Das heißt, das ist denkunmöglich. Da habe ich verschiedene Gespräche mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern oder Rechtsexperten, die sagen, das geht gar nicht. dass in Versicherungsverträge plötzlich für bestehende Versicherungsverträge plötzlich eine neue Steuer eingehoben wird. Das wäre nur dann möglich, wenn man sagt, ab 01.01.2030 zum Beispiel werden Lebensversicherungen, die dann neu abgeschlossen werden, anders besteuert. Derzeit ist es ja so, dass es dafür extra in Österreich eine Versicherungssteuer gibt und keine Kapitalertragssteuer und das kann man natürlich ändern für neu abgeschlossene Verträge. Und das ist ja ungefähr genauso, wie es ja im Wertpapierdepots war es ja so, ich glaube bis 2014, bin ich mir jetzt nicht mehr genau sicher, wann das war, waren ja Erträge, Kapitalertrag, Steuer frei nach einer Behaltedauer von einem Jahr. Und ich habe nur so ein Wertpapierdepots, wo ich Aktien drinnen habe, die ich nicht verkauft habe. Und die habe ich bis heute steuerfrei. Aber alles, was ich dann nach einem bestimmten Zeitpunkt gekauft habe, die unterliegen der Kapitalertragssteuer. Und wenn natürlich ich schon eine bestehende Steuer habe, die kann dann natürlich schon erhöht werden. Das heißt, wenn heute die Kapitalertragssteuer 27,5 ist und die wird dann mal auf 30% erhöht, das betrifft dann Bestand. Aber von nicht besteuern auf schon besteuern, das geht nur mit einem bestimmten Zeitpunkt für neue. Wie gesagt, ich bin da noch Nutznießer von dieser alten Steuerregelung, aber ich darf natürlich diese Wertpapiere nie verkaufen. Sobald ich einmal etwas verkaufe, wieder etwas Neues kaufe, unterliege ich der neuen steuerlichen Regel. Das heißt, bei der steuerlichen Regelung Doppelnetto-Polizze Keine Kapitalertragssteuer für bestehende Verträge. Bin ich da absolut hundertprozentig davon überzeugt, dass es hier keine Kapitalertragssteuer für bestehende Verträge geben wird können. Die Versicherungssteuer kann natürlich schon sein, dass die mal angehoben wird von 4% von mir, also 5 oder 6%. Das würde aber gar nicht so wehtun. Und betrifft ja nur Neueinzahlungen. Das heißt, wenn ich dann nichts mehr einzahle, kein neues Kapital mehr, dann zahle ich sowieso keine Steuern mehr. Also da bin ich relativ entspannt. Und was war die Frage dann?
Und der zweite Teil, der zweite Punkt ist, weil die Frage ist, glaube ich, eher in die Richtung gemeint, die Regierung hat ja mal geplant, und es ist auch immer noch im Gespräch, glaube ich, mit einer gewissen Behaltefrist, dass dann auch im Wertpapierdepots Fonds, Aktien steuerfrei sind. Also keine Kapitalertragssteuer mehr fällig ist. Das ist aber noch im Gespräch, da gibt es jetzt nichts zu sagen. Wie schätzt das da ein? Hat dann die Nettopolizze dann noch einen Sinn?
Würde wirklich eine absolute Steuerbefreiung, Gewinnsteuerfrei, die Abschaffung der Gewinnsteuer ohne Ersatz einer anderen Steuer im Wertpapierdepots kommen, dann wäre natürlich das Wertpapierdepots wahrscheinlich die günstigere Lösung, wenn man nur in ETFs investiert, wenn man nur in ETFs investiert und wenn die Depotgebühren so bleiben, wie es bei Neobroker und bei Online-Banken derzeit der Fall ist. Sobald man aktiv gemischte Fonds wieder reinnimmt, habe ich bei 50% aktiv gemischte Fonds und 50% ETFs mit der Clean-Share-Lösung in der Doppel-Netto-Polizze schon wieder ein Pad. Das heißt, da habe ich schon wieder diesen Ein Vorteil der Kosten herinnen. Genau. Und wenn ich es aber jetzt ein bisschen mit Menschenverstand betrachte und ich mich erinnere, vielleicht schaut sich der eine oder andere eine Folge von uns an, wo es um die Staatsverschuldung geht, dass ein Staat bestehende Steuern wirklich Und so eine relevante Steuer wie die Kapitalertragssteuer ist, halte ich für denkunmöglich, wenn man sich die Staatsfinanzen anschaut. Das ist jetzt schon desaströs und man muss eher damit rechnen, dass der Staat weiter in die Steuertaschen greifen wird, also wie bestehende Steuern abzuschaffen. Das kann ich mir wirklich sehr schwer vorstellen. Diskutiert wird es, glaube ich, seit... Seitdem sie es eingeführt haben, also seitdem die Kapitalertragssteuer gekommen ist, wird darüber spekuliert und diskutiert, dass diese Steuer wieder abgeschafft wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber wie gesagt, wenn sie wirklich abgeschafft werden sollte und ich habe eine bestehende Doppel-Netto-Polizze, dann habe ich keinen großen Nachteil, weil eine Doppel-Netto-Polizze hat den Vorteil, ich kann in Clean Shares investieren und ich habe Vertragsgestaltungsvorteile. Und ich habe wirklich eine Zusicherung über die gesamte Dauer. Das habe ich beim Wertpapierdepots nicht. Also da bin ich auch sehr, sehr zuversichtlich, dass das immer kosteneffizient bleiben wird.
Die nächste Frage von YouTube, glaube ich. Wo macht man das mit Politze beim Broker? Also gemeint ist, wo kriege ich bei einem Neobroker so eine Politze?
Ah, okay. Ja, zur Einordnung, das ist ganz wichtig. Man kauft Fonds oder ETFs entweder bei einer Bank oder in einer Versicherungshülle. Also bei Bank als Überbegriff, Neobroker, Online-Depot, also Flatdeck, Trade Republic oder Easybank oder Dadat. Bei einer Bank oder bei einer Versicherung. Man kann nicht ein ETF in einer Netto-Polizze bei einem Online-Depot kaufen. Das geht nicht. Das heißt, entweder oder. Und wenn man eine Doppelnetto-Polizzei kauft, dann braucht man keine Bank, keinen Online-Broker, keinen Neo-Broker, sondern man investiert es in eine Polizzei bei einer Versicherung. Und diese Polizzei kann man derzeit leider noch nicht selber als Konsument kaufen. Man braucht dafür einen Berater. Das hat sich so noch nicht durchgesetzt. Und die Berater, bei denen man das kaufen kann, die machen das in der Regel nicht ohne Provisionen, sondern immer nur mit Provisionen. Das ist eben diese Marktlücke, die wir erkannt haben, wo wir eben diese Doppel-Netto-Polizze provisionsfrei anbieten und dafür ein transparentes Vermittlungshonorar verrechnen für unseren Aufwand. So kauft man eine Netto-Polizze. Also am besten bei fynup online mit einem transparenten Honorar.
Das ist auch spannend. Ist ein KEStfreies Rebalancing innerhalb der Netto-Polizzei möglich?
Ja, weil es keine KESt gibt. Das heißt, das ist ein großer, großer Vorteil in der Netto-Polizzei, dass man einen Fondswechsel jederzeit machen kann und nicht darauf achten muss, ob es eine Kapitalertragssteuer auslöst oder einen steuerlichen Nachteil hat, sagen wir es einmal so. weil ich sowieso von dem investierten Kapital 4% Versicherungssteuer bezahle und für die Gewinne keine Steuer bezahle, ist es egal, wann und wie oft ich einen Fondswechsel mache, egal ob das jetzt ein Rebalancing ist oder einfach nur, weil ich aus anderen Überlegungen einen Fondswechsel möchte. Das heißt jetzt vielleicht relativ... unspektakulär an. Wir haben in der Praxis da aber tatsächlich Fälle, wo Leute 200.000 Euro investiert haben in einem Wertpapierdepots vor 10 Jahren, weil die Märkte gut gelaufen sind, haben die jetzt 200.000 Euro Gewinn. Das heißt, die haben jetzt 400.000 Euro im Depot liegen. 200.000 Einsatz, 200.000 Gewinn. Jetzt müsste der, wenn der jetzt und jetzt sagt er, naja, eigentlich weiß ich jetzt, dass den ETF, den ich mir vor 10 Jahren gekauft habe, jetzt auswechseln möchte, weil ich glaube, dass das nicht so optimal ist, wenn ich den behalte. Wenn der nur den Fonds oder den ETF wechselt, bezahlt er von den 200.000 Euro, 27,5% Kapitalertragssteuer. Das sind über 50.000 Euro, was da abgezogen werden würden. Und jetzt will er das natürlich nicht. Das ist schon eine Unflexibilität, die man dadurch hat, durch diese Gewinnsteuer. Und andersrum, in der Doppel-Netto-Polizze bin ich dahingehend super flexibel, weil ich jederzeit Fonds wechseln kann und ich mir nie die Gedanken machen muss, will ich das jetzt wirklich machen oder nicht, wegen der Steuer. Stell dir vor, jetzt wechselt er vielleicht diesen ETF nicht, hätte vielleicht zur richtigen Zeit die richtigen Gedanken, tut es aber nicht, weil ich will jetzt nicht die Steuer bezahlen und dann rasselt dieser ETF vielleicht jetzt 20, 30 Prozent ins Minus. und die alternative Investition, mit der wäre er vielleicht wesentlich besser gefahren. Also da erwarten wir schon Spannungen, weil man muss sich eins vergegenwärtigen, Michi. Die meisten, die heute erfolgreich investiert haben mit ETFs, die haben noch keine wirklichen schlechten Jahre erlebt. Wir haben seit 2009 nach der Finanzkrise eigentlich nur schöne Jahre, wo es relativ linear nach oben gegangen ist. Und es wird die Zeit kommen, früher oder später, wo es einmal zwei, drei Jahre nicht mehr so lustig ist, Geld zu investieren. Und dann werden die Leute mehr... Handeln, verkaufen und dann wird die Kapitalertragssteuer schlagend, die aus den Gewinnen entsteht. Und dann sieht man noch viel mehr den Vorteil einer steueroptimierten Nettopolizze.
Guter Punkt. Also viele wollen diese Nettopolizze, diese Doppel-Nettopolizze über fynup. Jetzt stellt sich jemand die Frage, kann ich eine Nettopolizze abschließen, wenn ich über 65 Jahre bin?
Ja, also man kann es abschließen eigentlich bis zum 75. Lebensjahr, weil mindestens zehn Jahre muss es laufen und mit spätestens 85. Lebensjahr ist. bei der Standard Life ist es 85, bei anderen ist es oft 90 Jahre, macht Sinn. Es ist natürlich so, dass der Abschluss einer Doppelnetto-Polizze im über, sage ich mal, bis 60 Jahren, problemlos ist, ich darf nur das Geld in den nächsten 10 Jahren nicht brauchen, ich brauche 10 Jahre zum Atmen. und dann macht das halt für Leute hauptsächlich dann Sinn, wenn man schon mitbedenkt, dass man vielleicht Vermögen teilweise an die nächste Generation oder an die übernächste Generation weitergeben möchte, also sprich typische Kinder- oder Enkelvorsorge draus macht, das ist bei uns der hauptsächliche Fall, wir haben Gott sei Dank immer Also relativ viele Kunden eigentlich, die haben sich sehr viel Geld erspart. Die haben halt jetzt ein Vermögen, sind 60, 65 und sagen, sie wollen es grundsätzlich für sich selber behalten, das Geld. Aber es könnte auch sein, dass sie es selber gar nicht mehr verkonsumieren und dann würden sie das Geld gern... dem Kind oder vielleicht sogar schon dem Enkel weitergeben. Und da hat man eine unheimlich schöne Vertragsgestaltungsmöglichkeit mit einer Doppelnetto-Polizze, die man in einem Online-Wertpapierdepots nicht hat. Und zwar kann man heute schon bestimmen, dass man selbst zwar der Versicherungsnehmer ist, der Versicherungsnehmer hat alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag, ihm gehört das Geld, man setzt aber im Vertrag schon das Kind oder das Enkel als versicherte Person ein und dann kann man das Geld quasi innerhalb des Vertrages an die versicherte Person weitergeben zu Lebzeiten, wann immer man will. und man kann auch schon regeln, wenn man selber versterben sollte, dass das automatisch an die versicherte Person der Vertrag übertragen wird. Das hat den Vorteil, dass das Kind oder das Enkel Geld innerhalb eines Vertrages bekommt und nicht noch einmal Versicherungssteuer bezahlen muss und nicht noch einmal Abschlusskosten bezahlen muss, sondern wirklich quasi effizient den Vertrag übernehmen kann. Es ist alles sauber geregelt und das Ganze muss nicht einmal in die Verlassenschaft direkt eingebunden werden unter bestimmten Rahmenbedingungen. Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber da hat man unheimlich schöne Gestaltungsmöglichkeiten. Also ja, eine Doppelnetto-Polizzei ist zu jedem Alter interessant und wichtig ist, das Alter der versicherten Person zählt für die Laufzeit. Das heißt, wenn man diesen Gedanken schon hat und man ist selber vielleicht sogar schon 70 und man sagt, eigentlich brauche ich das Geld wahrscheinlich selber nicht, ich darf es nur 10 Jahre nicht rausnehmen und dann kann ich schon... mein Kind oder mein Enkel eintragen und dann läuft der Vertrag nämlich bis zum 85. Lebensjahr des Kindes oder des Enkels. Also wir haben auch 60-Jährige, die das Enkel, die versicherte Person eintragen und dann läuft der Vertrag quasi 60, 70 Jahre, je nachdem wie alt das Enkel eben ist, für die nächste und übernächste Generation da schon durch. Man kann das sogar, wenn man es auf die Spitze treibt, über drei Generationen hier möglich machen, Geld innerhalb des Vertrages zu übergeben.
Da kann man sich viel Kapitalertragssteuer ersparen.
Ja, man kann sich auf alle Fälle Kosten ersparen, einmalige Versicherungssteuer und natürlich, ja genau, du hast recht, jetzt habe ich einen Gedankenfehler gehabt, man kann sich sehr viel Kapitalertragssteuer ersparen, weil es so eine lange, lange Zeit ist, die man da nutzen kann.
Werden Nettopolizzen von österreichischen Banken zur Besicherung eines Kredits akzeptiert?
Ja, in der Regel schon. Das entscheidet natürlich immer die jeweilige Bank, aber die Standard Life ist seit 20, 30 Jahren, glaube ich, im österreichischen Markt und schon vielfach von Banken als Tilgungsträger oder als Sicherheit akzeptiert worden. Hat im Prinzip dieselben Bewertungsgrößen wie übliche andere Fondspolizzen auch oder wie eben, es kommt immer darauf an, habe ich Aktienfonds, ETFs, welche Investments habe ich hinterlegt.
Noch eine Frage. Wer ist für Änderungen der Zusammensetzung des Portfolios in der Nettopolizze zuständig?
Also zuständig ist grundsätzlich immer der Kunde, der Versicherungsnehmer. Wir unterstützen aber dabei. Das heißt, wir haben ganz konkrete Vorschläge. Entweder für jemand, der 100% ETFs haben möchte oder der gar keine ETFs haben möchte oder der es ausgewogen gemischt haben möchte. Da haben wir ganz klare Empfehlungen dafür. Die werden auch überwiegend so genommen. Da steckt wirklich sehr viel Rechenleistung und Technik im Hintergrund, dass wir die FondsPortfolios so zusammenstellen. Das schaut oft so einfach aus, aber Gott sei Dank schaut es einfach aus, weil das ist auch unser Ziel, dass es einfach ist. Aber dass die Zusammenstellung so optimal ist, das ist gar nicht so einfach. Ich vergleiche das immer mit einer Fußballmannschaft. Wir sind der Trainer und wir müssen versuchen, eine perfekte Fußballmannschaft zusammenzustellen mit guten Einzelspielern. Aber ich kann nicht die Mannschaft zusammenstellen, wo ich nur auf die Qualität der Einzelspieler schaue. Also das heißt, elfmal David Alaba wäre keine gute Fußballmannschaft. Ich brauche einen Tormann, ich brauche einen Stürmer. Sondern immer das Zusammenspiel, ich habe gute Qualität an der richtigen Position und die passen auch gut zusammen. Und so sind unsere Portfolios strukturiert. Die werden jedes Jahr einmal abgedatet und analysiert. Und wenn man davon abweichen möchte, kann man das individuell natürlich auch machen. Wir stellen die zusammen. Das ist unser Vorschlag. Die meisten Leute übernehmen diesen Vorschlag. Und den kann man noch jährlich ganz einfach... Auch anpassen, da ist es auch bei der Standard Life sehr einfach, weil man im Online-Portal die Fonds sehr, sehr einfach und kostenfrei wechseln kann.
Ja super, danke für die vielen ausführlichen Antworten. Danke euch für die vielen spannenden Fragen. Schreibt uns gerne wieder neue Fragen in die Kommentare. Lasst uns ein Like da, wenn es euch gefallen hat. Ein Kanal abonnieren nicht vergessen. Ja, und Wolfgang, du hast das letzte Wort.
Ja, danke, Michi. Also mir hat das heute auch wieder sehr viel Spaß gemacht. Also dieser Fragenhagel, glaube ich, hat einen sehr großen Mehrwert für unsere Zuhörerinnen. Und für mich war es auch extrem spannend, was da so für Fragen dabei sind. Werden wir schauen, dass wir das alles optimieren. Ich will das jetzt nicht mehr länger ausführen und sage vielen herzlichen Dank. Bis zum nächsten Mal. Ich habe mich gefreut. Ciao.
Ciao, Baba.
Ah, jetzt hast aber du das letzte Wort gehabt.