Wer 2000 investierte, kannte nur eine Richtung – bis sie sich umkehrte.
fynup-Co-Founder Wolfgang Staudinger hat diese Zeit selbst als junger Anleger und Finanzberater miterlebt. In einem Webinar zur 100-jährigen Börsengeschichte beschreibt er sein Lebensgefühl von damals so:
„Ich habe geglaubt, ich muss nie wieder etwas arbeiten.“
1997 hatte er begonnen, an der Börse zu investieren. Die Kurse gingen nur in eine Richtung, jede Woche fühlte sich das Depot ein bisschen praller an. Drei Jahre später war davon nichts mehr übrig: Die Dotcom-Blase platzte, das Depot brach massiv ein, die Erholung ließ quälend lange auf sich warten. Die Jahre 2000 bis 2003 zählen für Wolfgang Staudinger bis heute zu den härtesten seiner gesamten Investment-Laufbahn – wenig ertragreich, aber enorm lehrreich.
Was danach passierte, kennen viele nur aus Erzählungen: Aus der einstigen „Volksaktie" wurde ein Reizwort. Wer 2003 in einer Runde erzählte, er besitze Aktien, erntete mitleidige Blicke. Millionen Deutsche und Österreicher, die sich gerade erst für die Börse begeistert hatten, verabschiedeten sich – viele für zwei Jahrzehnte.
Die Frage, die sich daraus ableiten lässt: Erleben wir gerade etwas Ähnliches – nur diesmal mit ETF?