Ministerium zu Honorar-Beratung

Das Österreichische Konsumentenschutz-Ministerium hat sich bei der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage ungewöhnlich deutlich zur Honorar-Beratung geäußert und die klare Präferenz auch verständlich begründet.

Bemerkenswerte Offenheit

  • Provision verursacht Interessens-Konflikt
  • Gefahren dieses Entlohnungssystems
  • Empfehlung für Honorar-Beratung
  • Wer bremst notwendige Änderungen?
  • Forderungen der Konsumentenschützer

Offizielles Statement

fynup ministerium fuer honorar beratung 1
Unsplash+
Konsumentenschutz-Ministerium zu Provisionen bei Vorsorge

Als gelernte Österreicher*innen sind wir gewohnt, bei politisch heiklen Themen eher relativierende Antworten von verantwortlichen Politkern zu bekommen. Das gilt besonders, wenn Big Player mit großen finanziellen Interessen im Spiel sind.

Umso mehr überrascht die deutliche Antwort des Konsumentenschutz-Ministers Johannes Rauch auf eine parlamentarische Anfrage zu aktuellen Vorsorge-Produkten und der der Art der Vergütung: Honorar-Beratung vs. Provision.

Politisches Engagement von fynup

Auslöser für die Anfrage war übrigens eine Veranstaltung für Politik und Medien, bei der fynup gemeinsam mit dem VSV rund um den Weltspartag zur dramatischen IST-Situation der private Altersvorsorge informiert hat. Mehr dazu im Bericht: 3. Säule in Gefahr: Jetzt Kosten sparen.

Generell sind wir ganz bewusst mit allen Fraktionen in Gesprächen, um die Situation für Sparer*innen und Anleger*innen in Österreich insgesamt nachhaltig zu verbessern.

Das grundlegende Problem

Beantwortung des Konsumentenschutz-Ministeriums Honorar-Beratung vs. Provision
Faksimile
Erstaunlich offene Einschätzung des Ministers

Wie beurteilt das Ministerium für Konsumentenschutz das Alternativ-Modell der Honorar-Beratung im Vergleich zum Provisionsmodell?


„Wenn der Versicherungsvermittler über eine Abschlussprovision entlohnt wird, verdient er nur dann etwas, wenn tatsächlich ein Lebensversicherungsvertrag zustande kommt, wobei die Höhe seines Verdienstes von der Laufzeit des vermittelten Vertrags und der Höhe der laufenden Prämie abhängt. Je höher die vereinbarte laufende Prämie und je länger die Laufzeit des Vertrags sind, desto höher ist der Verdienst des Vermittlers.
Es liegt in der Natur der Sache, dass mit einem solchen Entlohnungssystem die Gefahr verbunden ist, dass sich die Beratung des Vermittlers auch an seinen eigenen Provisionsinteressen orientiert und dadurch Lebensversicherungen verkauft werden, die nicht oder nur teilweise den tatsächlichen Bedürfnissen der Versicherungsnehmer:innen entsprechen.
Aus diesem Grund sollten Verbraucher:innen, die auf eine tatsächlich unabhängige und an ihren Interessen orientierte Beratung Wert legen, die Dienste eines Versicherungsvermittlers in Anspruch nehmen, der auf der Basis eines Beratungshonorars tätig wird.“

— Konsumentenschutz-Minister Johannes Rauch, 15.12.22

Gibt's auch Nachteile?

Unter Berücksichtigung der eingangs erwähnten Markt-Verhältnisse ist das schon eine ziemlich klar erkennbare Präferenz für das neue Modell der Honorar-Beratung. Dem entsprechend folgt natürlich eine Einschränkung:


Allerdings hat die Honorarberatung gegenüber Abschlussprovisionen auch Nachteile. Der:die Verbraucher:in muss das vereinbarte Honorar auch dann bezahlen, wenn kein Vertrag zustande kommt, etwa weil die Beratung zu dem Ergebnis kommt, dass der Abschluss einer Lebensversicherung für den:die Verbraucher:in nicht sinnvoll ist. 


Mit der modernen Honorar-Beratung von fynup ist man auch hier klar im Vorteil: Wertvolles Finanz-Wissen gibts auf der Website gratis (z.B. in leicht verständlichen Videos) und die ersten 30 Minuten persönliche Beratung sind kostenlos. In dieser Zeit merkt man auch meist, ob ein Vertrag sinnvoll ist.

Ganz abgesehen davon, dass die bei der Vermittlung fälligen Honorare wesentlich geringer ausfallen, als die Provisionen, die im Durchschnitt über die Jahre abgezogen werden, wie folgende Grafik zeigt. Weniger Kosten, mehr für dich.

Direkter Kostenvergleich

CHART
  • Laufzeit 35 Jahre
  • Einzahlung € 150,00 monatlich
  • € 10.000,00 Einmalzahlung

Die von den Experten des Ministeriums erwähnten Interessens-Konflikte haben dramatische Auswirkungen, wie diese Vergleichsrechnung derselben Vorsorge vom gleichen Anbieter zeigt.

  • Rot: Mit Provisionen für Vermittler
  • Blau: Ohne Provisionen (Vermittlungs-Honorar und Betreuungs-Honorar für fynup bereits eingerechnet)


Auf den ersten Blick liegen die beiden Linien nah bei einander, wenn du mit dem Cursor ans Ende fährst, siehst du die Auswirkungen:

  • rund 100.000 Euro mehr Gewinn


Niemand weiß, wie sich die Märkte in Zukunft entwickeln – auch der beste Provisions-Vermittler nicht. ABER: die Kosten sind heute schon bekannt. D.h. wenn weniger abgezogen wird, bleibt dir immer mehr.

Wer bremst notwendige Änderungen?

Das Ministerium wird auch bei der Abschluss-Provision deutlich und sagt klar, dass eine gleichmäßige Verteilung der Abschlussprovision über die gesamte Laufzeit sinnvoll und notwendig wäre.

Leider ist diese jahrzehntelange Forderung bislang aufgrund des Widerstands der Versicherungswirtschaft und der Versicherungsvermittler nicht berücksichtigt worden, heißt es aus dem Ministerium.

Forderungen der Konsumentenschützer

Auch der unabhängige Verbraucherschutzverein fordert eine Änderung weg vom Provisions-System. Mit guten Gründen, wie VSV-Obmann Dr. Peter Kolba in einer Pressekonferenz verdeutlich. (Quelle: ORF)

Du hast die Wahl

Wer Geld hat, leistet sich schon längst eine Honorar-Beratung. Mit geschickter Digitalisierung macht fynup Honorar-Beratung erstmals leistbar für alle. 



Informationen in diesem Artikel sind allgemein und nicht als Beratung oder Empfehlung zu verstehen. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Informationen übernehmen. Eine Haftung der fynup GmbH ist daher in jedem Fall ausgeschlossen. Performanceergebnisse der Vergangenheit, Berechnungen und Aussagen über Gewinn und Rendite basieren auf Annahmen und lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Jede Veranlagung bringt hohe Verlustrisiken – bis hin zum Totalverlust - mit sich. Es gelten alle Haftungsbegrenzungen der Funktionsbeschreibung.

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