An Staatsschulden kann man als Einzelne:r nichts ändern. Man kann sich aber vorbereiten, so wie man es für andere Szenarien auch tut. Beim Stromausfall hat fast jeder eine Taschenlampe zu Hause, viele Wasser und Essensvorräte. Der Zivilschutzverband empfiehlt dazu eine Bargeldreserve in kleinen Scheinen, nennt aber keine Summe. Die Österreichische Nationalbank nannte zuletzt rund 100 Euro pro Familienmitglied, weil Bargeld das einzige Zahlungsmittel sei, das immer funktioniert.
Das ist aus unserer Sicht eher knapp: Fallen Bankomaten oder Online-Zahlsysteme aus, kommt man damit nicht weit. Welche Summe realistisch ist, kann nur jede:r selbst beurteilen: Wie viel brauchst du, um ein paar Tage ohne Bezahlsysteme auszukommen?
So kannst du dich und dein Geld vorbereiten:
- Bargeld und Notgroschen: Eine Bargeldreserve, die für ein paar Tage ohne Bankomat und Online-Zahlung reicht, daneben ein Notgroschen, der jederzeit verfügbar ist
- Streuung: Nicht alle Eier in einen Korb, weder bei Anbietern noch bei Anlageklassen. Wie viel Konzentration in scheinbar breiten Anlagen steckt, haben wir in Wird ETF bald ein Schimpfwort? beschrieben
- Geldwerte und Sachwerte: Wer den größten Teil seines Vermögens in Geldwerten wie Sparbuch oder Anleihen hält, ist stärker von Inflation und Staatsfinanzen abhängig. Ein Teil in Sachwerten wie Aktien, Immobilien oder Gold ist eine Möglichkeit, das zu mischen, jeweils mit eigenen Risiken
- Die eigene Geldanlage prüfen: Was habe ich eigentlich, was kostet es, und wie viel davon hängt an einem einzigen Risiko?
Das ist eine Betrachtung und keine Empfehlung. Welche Mischung zur eigenen Situation passt, hängt von Einkommen, Zielen und Zeithorizont ab, und lässt sich nur in einer individuellen Beratung klären, am besten auf Honorarbasis.