Sollte das Zukunftsdepot tatsächlich umgesetzt werden, hängt viel von der konkreten Ausgestaltung ab. Drei Punkte wären aus unserer Sicht entscheidend:
1. Wahlfreiheit statt Vorgabe. Es braucht mehrere Produktanbieter zur Auswahl, und die Wahl der Anlageklassen, Fonds, ETFs oder Einzelaktien muss frei bleiben. Eine Einschränkung auf einen oder wenige Anbieter wäre der falsche Weg.
2. Kosten müssen auf jeder Ebene transparent sein. Keine Spesen oder Gebühren ist ein guter erster Schritt, reicht aber nicht, wenn die eigentlichen Produktkosten intransparent bleiben, genau wie bei der alten Zukunftsvorsorge.
3. Beratung nur auf Honorarbasis. Wird eine Beratung in Anspruch genommen, egal ob bei Banken, Versicherungen oder freien Beratern, sollte diese transparent auf Honorarbasis erfolgen. Provisionen führen zu genau den Interessenkonflikten, die das Zukunftsdepot eigentlich vermeiden soll.